Erneuerung

Spielplätze in Olpe: Wie viel Arbeit der Bauhof investiert

Auf dem Spielplatz in Lütringhausen Zum Tierseifen wird gebaut.

Auf dem Spielplatz in Lütringhausen Zum Tierseifen wird gebaut.

Foto: Verena Hallermann

Lütringhausen.  Der Spielplatz Zum Tierseifen in Lütringhausen wird derzeit erneuert und neu gestaltet. Wie viel Arbeit das für den städtischen Bauhof bedeutet.

Sobald die Temperaturen milder werden, sind die Spielplätze wieder ein beliebtes Ziel für Familien. Doch damit die kleinen Abenteurer auch sicher rutschen und schaukeln können, müssen die Spielgeräte regelmäßig überprüft werden. Eine Aufgabe, die den Bauhof das ganze Jahr über beschäftigt. Unsere Zeitung hat sich mit Harald Quast, stellvertretender Leiter des Bauhofes Olpe, am Spielplatz in Lütringhausen getroffen. Dort werden derzeit einige bauliche Maßnahmen umgesetzt. Vor allem Familien mit Kleinkindern können sich freuen.

Momentan ist der Spielplatz in der Straße Zum Tierseifen abgesperrt. Das hat auch seine guten Gründe. Der Boden ist aufgebaggert, die Spielgeräte sind noch nicht vollständig. Der Rutschenturm wird komplett erneuert, weil das Holz schon leicht angefault war. Außerdem wird jetzt eine Vogelnestschaukel installiert.

„Das ist ein beliebtes Spielgerät, weil es von mehreren Kindern unterschiedlichen Alters genutzt werden kann“, sagt Quast. Weiterhin wurde die bereits bestehende Schaukel erneuert und versetzt, um im hinteren Teil des Spielplatzes einen Bereich für Kleinkinder zu schaffen. Geplant ist ein begehbares Spielhaus mit Rutsche für Kinder ab drei Jahren. Drumherum wird Sand aufgeschüttet und ein Sandaufzug zum Spielen kommt auch noch. Passend dazu hat der Bauhof bereits Sitzgelegenheiten für die Eltern aufgestellt. Gleich neben zwei Federtieren.

Eine ganzjährige Aufgabe

Doch wie viel Arbeit hat der Bauhof nun tatsächlich mit den Spielplätzen? Immerhin gibt es im Stadtgebiet – inklusive der Schulhöfe – 77 Bolz- und Spielplätze. „Das ist auf jeden Fall mit viel Arbeit verbunden“, sagt Quast und erklärt das Procedere. Im Rahmen von wöchentlichen Sichtkontrollen gehen die Mitarbeiter des Bauhofes die Plätze ab. Und zwar alle. „Wir achten dabei auf Vandalismus“, erklärt der Fachmann. „Es ist schon vorgekommen, das ein Schaukelbock angesägt wurde. Außerdem passen wir auf, dass keine Glasscherben herum liegen und achten generell darauf, ob Schäden vorliegen.“

Was dann folgt, ist die monatliche Kontrolle. Dabei geht es schon ins Detail. Das heißt, die Mitarbeiter schauen, ob die Kettenglieder noch in Ordnung sind, ob alle Verschraubungen intakt sind. Bevor die Spielplatzsaison dann richtig losgeht, steht die große Jahresinspektion an.

„Dann wird alles auf Herz und Niere überprüft“, erklärt Harald Quast. Das Holz wird auf Fäulnis abgeklopft, Verbindungen werden nachgezogen und vieles mehr. Quast betont aber, dass der Bauhof gut aufgestellt ist. Unter den insgesamt 34 Mitarbeitern (inklusive Verwaltung) befinden sich auch Maurer, Schreiner oder Gärtner, die mit anpacken.

Bei den Spielgeräten kommt dann auch noch der TÜV ins Spiel. Der überprüft, ob beispielsweise die Sicherheitsabstände zum nächsten Baum eingehalten werden. Und auch, ob die Größe der Fundamente stimmen, damit die Spielgeräte die Belastung auch aushalten.

Vor den Sommerferien fertig

In Lütringhausen wird der Bereich noch gefräst. Das heißt, der Boden wird wieder aufgelockert, die Grassamen eingesät. Dann dauert es noch eine Weile, bis der Rasen wirklich bespielbar ist. Schließlich müssen die Kinder ja über das Gras toben können, ohne das dieser sich wieder löst. Etwa acht Wochen setzt Quast an. Komplett fertiggestellt soll der Spielplatz Zum Tierseifen in Lütringhausen noch vor den Sommerferien sein.

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