Schule

Sechs Spürnasen im Unterricht

Sechs Airedale-Terrier, die als Mantrailer ausgebildet werden, waren mit ihren Hundeführern zu Gast, um den Schülerinnen und Schülern die Arbeitsweise eines Personensuchhundes in Theorie und Praxis nahezubringen.

Sechs Airedale-Terrier, die als Mantrailer ausgebildet werden, waren mit ihren Hundeführern zu Gast, um den Schülerinnen und Schülern die Arbeitsweise eines Personensuchhundes in Theorie und Praxis nahezubringen.

Foto: WP

Attendorn.   Die Mantrailing-Gruppe Sauerland gestaltete mit sechs Hunden einen Schulvormittag in der Attendorner St.-Ursula-Realschule.

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Die Mantrailing-Gruppe Sauerland gestaltete einen Schulvormittag innerhalb des jährlich in der Jahrgangsstufe fünf fächerübergreifend stattfindenden Projektes „Der Hund“. Sechs Airedale-Terrier, die als Mantrailer ausgebildet werden, waren mit ihren Hundeführern zu Gast, um den Schülerinnen und Schülern die Arbeitsweise eines Personensuchhundes nahezubringen.

„Frieda!“ „Felix!“ „Zola!“ Begeistert begrüßten die Schülerinnen und Schüler die Gruppe und waren ganz besonders angetan von den Vierbeinern, die in die Unterrichtsstunden mitgenommen wurden. Die Hunde sind als Personensuchhunde besonders menschenfreundlich und so durften die Kinder viele Streicheleinheiten verteilen, die Mensch und Hund gleichermaßen gut gefielen.

In der Theorie-Einheit erfuhren die Schülerinnen und Schüler, was die Aufgabe eines Mantrailers ist und wie der Hund arbeitet. Sogar mit der Mantrailer-Geheimsprache wurden die Kinder vertraut gemacht und so wussten schon nach der ersten Stunde alle, was sich hinter Abkürzungen wie GA (Geruchsartikel), VP (Versteckperson), HF (Hundeführer) verbirgt und was die vorwiegend aus dem Englischen stammenden Begriffe wie Trail, Scent usw. bedeuten. Am Ende der theoretischen Einheit waren alle kleine Mantrailer-Experten und konnten sogar selbst einen Vortrag halten, der über das Mantrailing informierte.

Ganz besonders interessant war natürlich die Beobachtung der Hunde bei ihrer Sucharbeit und so konnte jede der vierten Klassen das Startritual mit Anlegen des Trail-Geschirrs und der Trail-Leine, die Aufnahme des Geruchs der zu suchenden Person mit Hilfe eines Geruchsartikels, den Trail-Start und die auf dem Trail eingesetzte Körpersprache der Hunde beobachten, die dem Hundeführer wichtige Informationen über den Weg gibt, den das „Opfer“ gelaufen ist.

Zuverlässig und gut

Das Highlight war natürlich die Möglichkeit, Schüler von den Hunden suchen zu lassen. Gerne belohnten sie die Airedales mit ganz besonders beliebten Leckerchen, wenn sie die verloren gegangenen Personen in ihren Verstecken gefunden hatten. Die Hunde machten ihre Arbeit zuverlässig und gut, ohne sich durch die große Anzahl der Beobachter und die zahlreichen Geruchsspuren, die auf einem Schulgelände vorhanden sind, ablenken oder irritieren zu lassen. Das genau macht die Qualität eines guten Mantrailers aus, dass er sich nicht von seinem Trail abbringen lässt, egal, was um ihn herum passiert.

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