Jubiläum

Schützenverein Schönau-Altenwenden wird 100 Jahre alt

Ein imposantes Bild bot sich gleich zu Beginn als der Schützenverein Schönau-Altenwenden mit seinen Majestäten, Fahnen, Offizieren und Vorstand einmarschierte.

Ein imposantes Bild bot sich gleich zu Beginn als der Schützenverein Schönau-Altenwenden mit seinen Majestäten, Fahnen, Offizieren und Vorstand einmarschierte.

Foto: Nicole Voss

Wenden.  Erster Höhepunkt im Jubiläumsjahr des Vereins war das Gründungsfest mit vielen Gästen am Samstag. Rückblick auf eine turbulente Zeit.

Der Zweck des Schützenvereins Schönau-Altenwenden ist schon in der Satzung vom 10. Februar 2019 definiert: Die Gemeinschaft, die Geselligkeit und den Frohsinn unter den Bewohnern der Orte pflegen. Der Zweck ist zum Leitsatz geworden und seit einem Jahrhundert setzen sich Menschen dafür ein. Der Zweck ist längst gelebte Wirklichkeit und der Schützenverein ist als ältester, weltlicher Verein der beiden Orten zu einem wichtigen Bindeglied für Jung und Alt geworden. Erster Höhepunkt im 100-jährigen Jubiläumsjahr des Vereins war das Gründungsfest mit vielen Gästen am Samstag in der Aula des Konrad-Adenauer-Schulzentrums. Mit einem abwechslungsreichen Programm feierten die Schützen sich und ihre Geschichte. Die musikalische Gestaltung des Abends, inmitten der Grußworte übernahmen der Musikverein „Lyra“ Altenhof, der MGV Schönau-Altenwenden und der Frauenchor „Singfonie20elf“. Einen tollen Tanz gab es von den Roten Funken des Karnevalsvereins Schönau-Altenwenden.

Martin Tillmann, Bundesoberst des Sauerländer Schützenbundes, der gemeinsam mit Alexander Pusch, Bundesjungschützensprecher zum Jubiläum gratulierte sprach von einem besonderen Anlass: „100 Jahre Bestehen eines Vereins sind ein Wimpernschlag in der Menschheitsgeschichte, aber ein wichtiger Meilenstein für den Jubiläumsverein. Die Gründung erfolgte in einer wirtschaftlich sehr schwierigen Zeit, in zeitlicher Nähe zur Geburtsstunde der Demokratie. Schmerzlich war der Untergang der Demokratie in Deutschland. Eine Zeit, die wir nicht wieder erleben möchte. Gleichwohl ziehen heute wieder dunkle Wolken in Deutschland auf. Der Erfolg rechter Parteien geht einher mit dem Schwund der Volksparteien. Diese Entwicklung kann und darf uns Schützen nicht gleichgültig sein. Schützen schützen. Früher als Bürgerwehr, heute die Freiheit und Demokratie. Tragen Sie die Schützenfahne und zeigen Sie Flagge für Glaube, Sitte, Heimat, Freiheit und Demokratie“, mahnte Martin Tillmann, der im Anschluss die Wappentafel des SSB überreichte.

Liebe zur Heimat stärken

Markus Bröcher, Kreisoberst des Kreisschützenbund Olpe, der gemeinsam mit seinem Stellvertreter Christian Schulte, Kreisgeschäftsführer André Arenz, Kreisschatzmeister Ludger Maiworm und Kreisschießmeister Thomas Hengstebeck gratulierte, sagte: „Da die ursprüngliche Aufgabe der Schützengemeinschaften nicht mehr die war, Familie und Dorf, Hab und Gut zu verteidigen, war und ist das Engagement des Vereins in besonderer Weise gefordert. Die Mitglieder haben sich daher zum Ziel gesetzt, die Liebe zur Heimat zu stärken, die staatliche Ordnung zu schützen, die traditionelle Verbindung zu den Kirchen zu festigen und die Gemeinschaft innerhalb des Vereins und des Dorfes zu pflegen. Die Schützen sind aufgerufen zur Mitverantwortung und zum Mithandeln in unserem Gemeinwesen, zum Zusammenhalt und zum Zusammenleben.“

Als Geschenk überreichte Markus Bröcher die Erinnerungsplakette des KSB Olpe. Bürgermeister Bernd Clemens hob hervor, dass es Glaube, Sitte, Heimat, die Pflege des Brauchtums und Heimatverbundenheit zu schützen gelte und das Erbe der Väter damit weiter getragen werde. „Der Schützenverein Schönau-Altenwenden schafft es immer wieder positiv auf sich aufmerksam zu machen“, lobte Bürgermeister Clemens. Landrat Frank Beckehoff sprach von einer beachtlichen Leistung, einem beständigen Vereinsleben, Kameradschaft und Zusammengehörigkeit. Weitere Grußworte sprachen Jochen Ritter, CDU-MdL und Dr. Matthias Heider, CDU-MdB.

Weitere Artikel finden Sie auf der Seite der WESTFALENPOST Olpe

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben