Nach Blitzschlagschaden

Olpe: Das Herz von St. Martinus schlägt wieder

12 Uhr mittags: Die Kirchenuhr von St. Martinus in Olpe tickt wieder: Die Wartungsfirma HEW (Herford) schloss die Arbeiten am elektronischen System ab, sowohl für das Geläut als auch für die Uhr, die seit dem Blitzschlag am 11. Juli bei 8.20 Uhr stehen geblieben war. 

12 Uhr mittags: Die Kirchenuhr von St. Martinus in Olpe tickt wieder: Die Wartungsfirma HEW (Herford) schloss die Arbeiten am elektronischen System ab, sowohl für das Geläut als auch für die Uhr, die seit dem Blitzschlag am 11. Juli bei 8.20 Uhr stehen geblieben war. 

Foto: Foto: Josef Schmidt

Olpe.  Die Olper Martinus-Kirchturmuhr zeigt wieder die richtige Zeit an.

Das Herz der Olper St. Martinuskirche schlägt wieder, zumindest, wenn man die Kirchturmuhr als das Herz einer Kirche bezeichnen darf. Die beiden Monteure Olaf Kramer und Siegfried Diener von der Spezialfirma Herforder Elektromotoren-Werke (HEW), schlossen am Donnerstag Morgen die Arbeiten an der neuen Elektronik ab. Sowohl für die bisher defekte Kirchturm-Uhr, als auch für das Geläut. „Seit 10.38 Uhr“, so Monteur Olaf Kramer, „läuft die Uhr wieder.“

Die Uhr war durch den Blitzschlag am Donnerstag Abend, 11. Juli, zunächst auf 8.20 Uhr zementiert gewesen, dank mehrfacher Anlaufversuche zwar sie noch einmal etwa 20 Minuten weitergelaufen, aber dann endgültig stehen geblieben - bis jetzt.

Küster zufrieden

Küster Joachim Melcher, der die Arbeiten der Monteure verfolgte, freute sich am Mittag, die beiden wichtigen Bestandteile seiner Kirche wieder störungsfrei bedienen zu können: „Die Glocken konnten wir zwar schon kurz nach dem Blitzeinschlag wieder läuten, aber das war nur ein Provisorium.“ HEW-Monteur Siegfried Diener: „Das hätte zwischenzeitlich jederzeit wieder zusammenbrechen können.“

Nach ausgiebigem Probeläuten konnte Diener am Mittag wieder uneingeschränkt Grünes Licht für die vier Glocken Maria, Martinus, Agatha und Rochus geben.

Die Frage, warum die endgültige Reparatur so lange gedauert habe, beantwortete Siegfried Diener ohne Zögern: „Die Abwicklung eines solchen Schadens muss viele Instanzen durchlaufen.“ Gemeint waren kirchliche Instanzen, aber auch die Abwicklung des Blitzeinschlages als Versicherungsschadens.

Joachim Melcher konnte jedenfalls zufrieden bilanzieren: „Die Versicherung hat den Löwenanteil der Schadenshöhe übernommen.“ Die genaue Summe konnte Melcher nicht nennen, schätzungsweise handelt es sich um eine fünfstellige Summe im unteren Bereich der Skala.

HEW ausgebucht

Aber auch die Produktion der neuen elektronischen Schaltanlagen, so Diener, habe Zeit in Anspruch genommen, darüber hinaus seien die Herforder Elektromotoren-Werke (HEW) mit Aufträgen derzeit nahezu ausgebucht. Nachzutragen: Auch das heimische Elektro-Installations-Unternehmen „Licht und Technik Harnischmacher“ leistete seinen Beitrag und erledigte die umfangreiche Kabelverlegung, so dass Uhr und Geläut wieder einwandfrei funktionieren können.

113 Stufen

Schon vor einigen Jahren hatte Küster Melcher einmal einen Blitzschlag mit kostenintensiven Folgen verkraften müssen: „Damals verbrannten die Blitzableiter.“

Nach getaner Arbeit hatte sich das Trio am Mittag jedenfalls den verdienten Aufwärm-Kaffee verdient. HEW-Monteur Kramer hatte spaßeshalber die Stufen gezählt, die bis zur Glockenstube zu bewältigen gewesen waren: „113“ lachte er. Kostenloses Fitnesstraining sozusagen.

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