Grundschulen

OGS-Angebot in Finnentrop: Elternbeiträge werden angehoben

Für die OGS-Betreuung am Grundschulverbund Lennetal (hier ein Symbolbild) müssen die Eltern künftig etwas mehr bezahlen.

Für die OGS-Betreuung am Grundschulverbund Lennetal (hier ein Symbolbild) müssen die Eltern künftig etwas mehr bezahlen.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Finnentrop.  Moderate Erhöhung hatte schon die Gemeindeprüfungsanstalt empfohlen. Bald auch ein OGS-Angebot in Fretter und Heggen?

Die Gemeinde Finnentrop wird zum kommenden Schuljahr die Höhe der Elternbeiträge für den Offenen Ganztag (OGS) im Grundschulverbund Lennetal erhöhen. Eltern, deren Kinder das OGS-Angebot in Bamenohl, Rönkhausen oder Finnentrop wahrnehmen und maximal 25.000 Euro im Jahr verdienen, müssen künftig zehn Euro monatlich bezahlen. Bislang waren Geringverdiener bis zu einem Jahreseinkommen in Höhe von 20.000 Euro beitragsfrei. Wer 25.000 bis 50.000 Euro verdient, wird künftig mit 40 Euro zur Kasse gebeten und wer mehr als 50.000 Euro jährlich einnimmt, zahlt 80 Euro. Darauf verständigte sich der Rat der Gemeinde einstimmig am Dienstag. Für jedes zweite Kind, das die OGS besucht, müssen die Eltern nur die Hälfte zahlen, das dritte Kind ist beitragsfrei. Der OGS-Betrieb am Grundschulverbund Lennetal, an dem in diesem Schuljahr rund 140 Kinder teilnehmen, wird vom Deutschen Roten Kreuz organisiert.

Satzung tritt in Kraft

„Das Angebot des Offenen Ganztages hat einen Wert, deshalb sollte auch jeder angehalten sein, einen finanziellen Beitrag zu leisten“, hatte Ludwig Rasche, Erster Beigeordneter der Gemeinde, bereits vor wenigen Tagen im Ausschuss für Bildung und Soziales betont. „Die Höhe der Beiträge ist absolut angemessen“, warb auch Bernadette Gastreich (CDU) für die moderate Erhöhung, die übrigens die Gemeindeprüfungsanstalt empfohlen hatte (wir berichteten). Bürgermeister Dietmar Heß machte im Rat nochmal darauf aufmerksam, dass man trotz der Erhöhung immer noch weit unter der Beitragshöhe anderer Kommunen liege.

An den Grundschulstandorten Fretter, Schönholthausen und Heggen gibt es bislang „nur“ das Angebot „13+“, das durch die Fördervereine der jeweiligen Schule durchgeführt wird. Möglicherweise könnte an diesen Standorten in Zukunft ein OGS-Angebot angeboten werden. CDU und SPD sprachen sich bereits dafür aus, dass die Gemeinde diese Möglichkeit ins Auge fassen und mit möglichen Kooperationspartnern Kontakt aufnehmen solle. Zumindest in Fretter und Heggen gebe es eine „erkennbare Nachfrage“, wie die CDU-Fraktion in einer Mitteilung schreibt. Die SPD unterstützt diese Möglichkeit ausdrücklich.

Gründlichkeit vor Schnelligkeit

Ob das jedoch schon zum kommenden Schuljahr möglich und notwendig sei, da hat zumindest Edgar Tiggemann (CDU) Bedenken. Er betonte im Rat: „Wir sollten uns gut überlegen, ob wir uns diesen zeitlichen Druck auferlegen. Qualität sollte vor Schnelligkeit gehen. Zudem müssen wir schauen, wie wir eine mögliche OGS-Betreuung mit dem bereits bestehenden Angebot 13+ zusammenbringen.“ Denkbar sei jedoch auch, zwei Betreuungsangebote parallel laufen zu lassen, erwiderte Heß mit dem Nachsatz: „Bildungspolitisch ist allerdings gewollt, dass der OGS Vorrang geboten wird.“ Zudem sei es nur ein Angebot. „Wir verpflichten niemanden, in die OGS zu gehen.“

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