Olpe

Nach Blitzeinschlag: Olper Martinus-Uhr steht still

Die Uhr der Martinus-Kirche ist nach einem Blitzeinschlag stehengeblieben: auf zwanzig nach acht.

Die Uhr der Martinus-Kirche ist nach einem Blitzeinschlag stehengeblieben: auf zwanzig nach acht.

Foto: Josef Schmidt / WP

Olpe.  Kirchenuhr steht seit Blitzeinschlag auf zwanzig nach acht. Auch die Maria-Totenglocke kann nicht erklingen.

Wer einen Blick auf die Olper Martinus-Kirchenuhr wirft, wird sich in diesen Tagen die Augen reiben: Denn die Uhr zeigt stur zwanzig Minuten nach acht, und die Zeiger bewegen sich keinen Millimeter. Das hat nicht etwa damit zu tun, dass Küster Joachim Melcher aus Kostengründen den Strom abgedreht hätte. Sondern eher mit Naturgewalten: „Am Donnerstag Abend hat ein Blitz hier eingeschlagen“, bestätigt Melcher auf Anfrage unserer Zeitung. „Dabei ist einiges kaputtgegangen“, sagt der Küster, der sich seit gut zehn Jahren um das Wohl und Wehe des Kirchengebäudes und die Technik kümmert und auch stets einen wachsamen Blick auf die Elektronik hat.

Techniker alarmiert

Und genau die bereitet seit besagtem Donnerstag Abend bis jetzt Probleme: „Nicht nur die Kirchenuhr ist stehengeblieben, auch die Elektronik des Glockengeläuts hat etwas abbekommen.“ Zunächst habe nichts mehr funktioniert, dann seien aber umgehend Techniker der Spezialfirma Herforder Läutewerke angereist, die nach der Installation auch mit der Wartung der Glockentechnik und der Uhren-Elektronik beauftragt sei. Melcher: „Drei unserer vier Glocken sind seit Freitag wieder in Betrieb, die größte, die ,Maria’, kann aber immer noch nicht erklingen.“

Trotz Blitzableiter

Wie es dazu gekommen sei, dass der Blitz trotz des Blitzableiters einen derartigen Schaden habe anrichten können, konnte Melcher nicht sagen. Vor einigen Jahren habe ein Blitz schon einmal den Blitzableiter selbst so beschädigt, dass er habe ausgetauscht werden müssen. Ein weitaus größerer Schaden, vor allem, was die Kosten angehe.

Maria, Martinus, Agatha, Rochus

Für Nichteingeweihte: Das Geläut von St. Martinus besteht aus vier Glocken. Die natürlich alle Heiligennamen tragen. Neben der Heiligen Maria gibt es die Martinus-, die Agatha- und die Rochus-Glocke.

Die Marienglocke, so klärt Küster Melcher auf, sei die Totenglocke der Gemeinde.

In den nächsten Tagen erwarte die Pfarrei, dass die Spezialfirma den Defekt wieder beheben könne, wann das der Fall sein werde, wusste der Küster aber noch nicht.

Das gelte auch für die Uhr, deren Zeiger sich, für jeden Olper unübersehbar, derzeit nicht drehten. Nur zweimal am Tag steht sie richtig. Auf die Minute.

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