HanseNacht

Letzte HanseNacht für zwei Geschäfte in Attendorn

Bei der Überreichung des Friedensschafes an den Bürgermeister: (von links) Organisatorin Elisabeth Lüttecke, Künstlerin Bertamaria Reetz und Bürgermeister Christian Pospischil.

Bei der Überreichung des Friedensschafes an den Bürgermeister: (von links) Organisatorin Elisabeth Lüttecke, Künstlerin Bertamaria Reetz und Bürgermeister Christian Pospischil.

Foto: Meinolf Lüttecke / WP

Attendorn.  Ein Erfolg war die 17. HanseNacht in Attendorn. Shoppen bis 22 Uhr, Kulinarisches und Live-Musik wurden geboten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Gut frequentiert war am Freitagabend die 17. Attendorner „HanseNacht“, die traditionell zum Ende der Sommerferien stattfand. Und damit verbunden war das Shoppen bis 22 Uhr. Aber dazu gehörte dann auch noch der angenehme Beigeschmack, dass die Lokale und diversen Einzelhändler mit Außenständen entsprechend ausgestattet, den Durst mit kühlen Getränken und den Hunger mit Kulinarischem bei den Einheimischen und Gästen „stillten“. Live-Musik komplettierte das Abendangebot bei bestem Wetter.

Neue Herbstmode

Die letzten Schnäppchen des Sommers gab es zu erhaschen, aber auch die neue Herbstmode in den Regalen wartete auf die Kundschaft. Für nicht wenige bedauerlich, erlebte die alteingesessenen Geschäfte Schuhhaus Hoberg und Schuster pro fashion ihre letzte „HanseNacht“, denn sie werden ihre Eingangstüren Ende Oktober für immer verschließen. Dann geht die Ära von Schuhhaus Hoberg nach 165 Jahren und Bekleidung Schuster nach 40 Jahren zu Ende.

Das Optikgeschäft Niedergesäss lud mit einer etwas andere Brillenberatung durch Hettwich vom Himmelsberg zu zwei Terminen an diesem Abend ein. Die heimische Kabarettistin schlug dabei mit ihrer spitzen Zunge,im nicht gerade geschmackvoll gekleideten Jogginganzug, den Brückenschlag von dem abwertenden, früher desöfteren zu hörenden Begriff „Brillenschlage“ zur heute modisch und vorteilhaft wirkenden Sehhilfe.

Blaue Friedensherde

Vor dem Sauerländer Dom weideten während dieser „HanseNacht“ unübersehbar blaue Schafe. Fast wäre man geneigt, zu sagen: „Dechant Andreas Neuser hat seine Schäfchen hier versammelt und das auch noch im passenden Blau, der Farbe des Schalke-Fans“. Aber das war nicht so. Es graste die Blaue Friedensherde der Künstlerin Bertamaria Reetzaus Pulheim, vor der ehrwürdigen Pfarrkirche. Die blauen Schafe sind ein global-soziales Kunstprojekt zur Förderung der gegenseitigen Toleranz und des Friedens. Elisabeth Lüttecke, die eigens dafür die Projektgruppe Blauschafe ins Leben rief, begrüßte am Abend die Besucher, die bei der Überreichung eines Friedensschafes an Bürgermeister Christian Pospischil beiwohnten. Sie wies darauf hin, dass „der Pastoralverbund und das Caritas-Zentrum Attendorn mit Unterstützung der Stadt Attendorn und der Volksbank Bigge-Lenne mit diesem Kunstprojekt ein Zeichen setzen wollten für menschliches Miteinander, für eine tolerante Geisteshaltung und für die Wertschätzung des Anderen“.

Orgelkonzert

Bürgermeister Christian Pospischil machte deutlich, dass „die blaue Friedensherde in Attendorn gut aufgehoben ist“. Der BM wies darauf hin, dass auch Mitarbeiter der Stadt bei der Organisation des Benefiz-Events mitwirkten und somit ganz legal „blau im Dienst waren“. Die Künstlerin Bertamaria Reetz erläuterte, bevor sie an BM Pospischil ein Schaf für Attendorn überreichte, ihr mit viel Herzblut geführtes Kunstprojekt. In rund 200 Städten weideten die Blauschafe bereits und jedesmal verbleibt in der jeweiligen Stadt ein Friedensschaf. Und so überreichte die Künstlerin ein Blauschaf an Christian Pospischil und bemerkte, dass „es sich in Attendorn sehr wohl fühlen wird“. Die Pfarrkirche war übrigens bis 22 Uhr geöffnete und strahlte am Abend im Inneren im passenden Blau. Viele nutzten die offene Kirche und lauschten auch dem Orgelkonzert von Kirchenmusiker Martin Nyqvist.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben