Westernreiten

Lea Vitt aus Rahrbach und Pferd Bacardi sind ein tolles Team

Lea Vitt aus Rahrbach beim riesigen Westernfestival "auf Junkern Beel" im Emsland. 

Lea Vitt aus Rahrbach beim riesigen Westernfestival "auf Junkern Beel" im Emsland. 

Foto: Privat

Rahrbach.  Die 14-jährige Rahrbacherin Lea Vitt tritt mit speziellem Reitstil bei der Weltmesse des Pferdesports Equitana auf. Eine tolle Erfahrung.

Eine spannende Zeit liegt hinter Lea Vitt. Das 14-jährige Mädchen aus Rahrbach war bei der Equitana, der Weltmesse des Reitsportes, dabei. Mit gesatteltem Pferd, wehenden Locken und einem freudigen Lächeln auf dem Gesicht, zeigte die junge Reiterin, was in ihr steckt. Die Equitana findet bis zum kommenden Sonntag auf dem Messegelände in Essen statt. Rund 750 Aussteller aus über 30 Ländern sind dort vertreten. Präsentationen und Vorführungen mit insgesamt 1000 Pferden stehen auf dem Programm – Lea Vitt und ihr Pferd Bacardi haben viel erlebt.

Anstrengung für Mensch und Tier

Am vergangenen Freitag ging es mit den Vorbereitungen los. Bacardi wurde nach Essen gebracht. „Damit er sich eingewöhnt“, erklärte Leas Mutter Nicole Vitt. „Die Präsentationen begannen dann am Samstag. Für Lea bis einschließlich Montag. Dann wechselten Pferde und Reiter bei der IBRA (International Barrel Racing Association, d. Red). Denn länger als drei Tage ist für die Pferde nur Stress. Man kann sie dort zwischendurch nur schlecht bewegen.“

Am späten Montagabend kamen Lea und Nicole Vitt mit Bacardi wieder in Rahrbach an. „Es war sehr interessant und abwechslungsreich, aber auch sehr anstrengend. Besonders gefallen hat mir, dass es eine sehr große Messe mit vielen verschiedenen Reitweisen war. Wettbewerbe gab es in Essen nicht“, berichtete Lea Vitt.

Und auch Mutter Nicole war von der Equitana begeistert: „Es gibt so viele Eindrücke. Es war so schön, aber auch sehr anstrengend und stressig. Lea hatte drei Auftritte am Tag. Da musste sie oft zwischen den Pferdeboxen und dem Showring hin- und herpendeln. Sie war stehend Ko. Aber es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht.“ Und am Dienstag ging es direkt mit vollem Programm weiter: Zuerst Schule und am Nachmittag wieder Reittraining in Kruberg.

Die Liebe zum Pferdesport entbrannte früh bei Lea Vitt. „Ich bin eigentlich schon mit Pferden aufgewachsen. Mama und Papa hatten schon immer Pferde. Da war das eigentlich schon normal, dass ich auch reiten werde“, lacht Lea Vitt.

Mit fünf Jahren nahm sie erstmals Reitunterricht. „Ich bin erst Englisch geritten. Das heißt Dressur und Springen. Mit neun oder zehn Jahren habe ich meine ersten kleine Turniere bestritten. Und vor eineinhalb Jahren bin ich dann auf Westernreiten umgestiegen. Am Westernreiten mag ich besonders die lockere Art, das Schnelle und die Wettkämpfe“, erzählt Lea Vitt.

Das Repertoire beim Westernreiten reicht von Prüfungen der Geschwindigkeit, Barrel race (Tonnenrennen), Pole bending ( Stangenrennen), Trail (Hindernisse wie Wippe, Brücke, Podest-Tor öffnen und schließen und durchs Flatterband reiten) und Horsemanship (Dressur).

Tolle Einheit geworden

Seit Juli 2016 reitet Lea Vitt ihr Pferd Bacardi. „Er ist nicht einfach. Er schmeißt gerne alle ab, auch Lea öfter mal. Mittlerweile haben die beiden sich zu einer tollen Einheit zusammengefunden, wobei er trotzdem gerne weiter buckelt, nur dass Lea heute drüber lacht“, sagt Nicole Vitt. „Ich gehe nur ungern auf ihn drauf. Der hat mich letzten Frühsommer noch schön im Gelände abgesetzt.“

Inzwischen trainiert Lea Vitt drei- bis vier Mal in der Woche. „Alle sechs bis acht Wochen fahren wir zu unserem Westerntrainer Ralf Birkenhof, der gleichzeitig auch Vorsitzender im Verband der IBRA ist“, berichtet Nicole Vitt. „Er hat Lea in der kurzen Zeit richtig viel beigebracht. Mittlerweile fahren wir zum sechsten Mal hin. Das erste Rodeo findet bei ihm auf der Anlage in Asbach im Westerwald am 11. Mai statt mit Barbecue, guter Musik, vielen Cowboys, ganz viel Spaß und noch schnelleren Pferden.“

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