Brennpunkt Ausbildung

Olper Küchenstudio sucht seit drei Jahren nach Verstärkung

Das Küchenstudio von Benedikt Halbe sucht Bewerber für den Ausbildungs-Beruf Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice. Interessierte können sich sofort an Halbe-Mitarbeiterin Beatrix Kinkel wenden.

Das Küchenstudio von Benedikt Halbe sucht Bewerber für den Ausbildungs-Beruf Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice. Interessierte können sich sofort an Halbe-Mitarbeiterin Beatrix Kinkel wenden.

Foto: Josef Schmidt

Kreis Olpe.   Start der neuen Themenreihe im Kreis Olpe: „Brennpunkt Ausbildung - Bewerber gesucht“ im Küchenstudio von Benedikt Halbe (37) in Olpe.

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Ob nun die Industrie- und Handelskammer, die Kreishandwerkerschaft oder die Arbeitsagentur: Das Thema Ausbildung haben nicht erst seit gestern alle gemeinsam auf dem Schirm. Denn während die Hochschulen aus allen Nähten platzen, beklagen immer mehr Unternehmen, wenn es um das Thema „Lehrstellen“ geht: „Fehlanzeige – keine oder ungeeignete Bewerber.“

In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und der IHK Siegen/Olpe haken wir genau dort ein und stellen in unserer Themenreihe „Brennpunkt Ausbildung – Bewerber gesucht“ Berufe vor, die momentan von den Schulabgängern oder Quer-Einsteigern eher links liegen gelassen werden.

Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice

Den Anfang machen wir im Küchen-Studio von Benedikt Halbe (37) in Olpe. Seit einigen Jahren sucht das Team vergeblich Verstärkung in einem Beruf, der in der breiten Öffentlichkeit noch gar nicht so präsent ist: Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice. „Wir sind seit etwa drei Jahren auf der Suche, bisher ohne Rückmeldung“, zuckt Beatrix Kinkel, Mitarbeiterin im Küchenstudio in der Westfälischen Straße und zuständig für die Anwerbung von Auszubildenden.

Dabei, so versichert Studio-Chef Benedikt Halbe, „ist das ein abwechslungsreicher Beruf.“ Ein Auszubildender schnuppere in gleich mehrere Handwerksberufe hinein, werde „im Prinzip zum Allrounder.“ Halbe: „Das ist auf jeden Fall nichts Eintöniges. Es geht um unterschiedlichste Materialien wie Keramik, Holz, Stein oder Kunststoff, aber auch um die Wasser- und Lüftungstechnik. Auch die Elektronik von Küchengeräten spielt eine Rolle.“ Kurzum: „Ein Berufsfeld so etwa zwischen Schreiner, Klempner und Elektriker.“

Kompetenz vorhanden

Wer nicht auf den Kopf gefallen sei und vor einem zupackenden Handwerk keine Angst habe, treffe im Studio Halbe auf eine umfangreiche Ausbildungskompetenz: Studio-Chef Halbe ist gelernter Schreiner und hat sich auf der Möbelfachschule in Köln zum staatlichen geprüften Kücheneinrichtungs-Fachberater weitergebildet, das zweiköpfige Montage-Team besteht aus einem Schreiner und einem Elektriker, die zusammen über mehr als 50 Jahre Berufserfahrung verfügen.

Bewerber müssen keine Genies sein, Haupt- und Sekundarschüler sind genauso willkommen wie Abiturienten oder Quer-Einsteiger aus anderen Handwerksberufen. Oder solchen jungen Menschen, die vielleicht auf der Uni doch erkannt haben, dass ein Studium nicht der allein selig machende Berufsweg sein muss.

Halbe: „Handwerkliches Interesse, aber auch Grundkenntnisse in Mathematik sind natürlich Voraussetzung, Bewerber sollten nach Möglichkeit auch kommunikativ und körperlich belastbar sein.“ Und natürlich der deutschen Sprache mächtig. Gerade in der Küchenbranche gehe es auch mal darum, vor Ort präzise aufzumessen, mit Kunden abzustimmen, wie etwas vor Ort angepasst werden solle.

Berufsschule in Köln und Witten

Auf sich nehmen müssten Bewerber, so Beatrix Kinkel, dass die Berufsschulen für diesen Ausbildungsberuf in Köln oder Dortmund-Witten stationiert seien. Vor einer Bewerbung, so Benedikt Halbe, sei es für Interessenten in jedem Fall sinnvoll, ein ein- oder mehrwöchiges Praktikum zu absolvieren, damit potenzielle Bewerber Handwerks-Luft hautnah erleben könnten. „Bei Interesse ruhig direkt bei uns melden“, sagt Beatrix Kinkel.

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