Kirche

Kerstin Vieth (30) ist neue Gemeindereferentin in Finnentrop

Kerstin Vieth ist die neue Gemeindereferentin im Pastoralverbund Bigge-Lenne-Fretter-Tal. Neben ist steht Pfarrer Raimund Kinold.

Kerstin Vieth ist die neue Gemeindereferentin im Pastoralverbund Bigge-Lenne-Fretter-Tal. Neben ist steht Pfarrer Raimund Kinold.

Foto: Flemming Krause / WP

Finnentrop.  Die studierte Religionspädagogin, gebürtig aus Bielefeld, hat zuletzt vier Jahre in Netphen gearbeitet. Im Kreis Olpe war sie bereits tätig.

Kerstin Vieth ist eine durchaus traditionsbewusste junge Frau. „Man kann hier wunderbar arbeiten und trotzdem am Wochenende aufs Schützenfest gehen“, sagt die 30-jährige gebürtige Paderbornerin. Das Eine – ihr neuer Job im Pastoralverbund Bigge-Lenne-Fretter-Tal – schließe das Andere – das Feiern von Brauchtümern – keinesfalls aus. Ganz im Gegenteil. „Ich möchte sagen, dass Kirche gar nicht so verstaubt ist wie viele sagen und denken“, beteuert die neue Gemeindereferentin in Finnentrop, die vor wenigen Tagen ihr Büro neben der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk an der Kirchstraße bezogen hat.

Die studierte Religionspädagogin aus dem ostwestfälischen Erzbistum tritt die Nachfolge von Charlotte Roland an, die ins Kloster nach Sießen (Baden-Württemberg) zu den Franziskanerinnen gewechselt ist. Bereits seit November 2018 war daher die Stelle der Gemeindereferentin vakant. Entsprechend erleichtert ist Pfarrer Raimund Kinold, dass Kerstin Vieth nun ihre Arbeit aufnimmt und das Team verstärkt. „Ich bin überzeugt, dass Kerstin ihre Freude am Glauben einbringt und mit ihrer Art die positive Seite unserer Kirche zeigt und dies unsere Gemeindemitglieder erfahren lässt“, sagt Kinold. Sie selber, betont Kerstin Vieth im Gespräch mit dieser Redaktion, möchte sich aktiv ins Gemeindeleben einschalten und mit den Menschen vor Ort Kirche und Glauben zusammen gestalten. „Das sehe ich als eine große Herausforderung an.“

Jugendarbeit und Zeltlager

Die neue Gemeindereferentin ist, wie sie sagt, ganz klassisch im ostwestfälischen Gemeindeleben groß geworden, mit Jugendarbeit und Zeltlagern. Über eine Freundin, mit der sie beim Weltjugendtag in Sydney war, lernte sie mehr oder weniger den Beruf der Gemeindereferentin kennen. „Das muss kurz vor meinem Abitur gewesen sein“, erinnert sich die Paderbornerin zurück.

Nach dem Abi ging Kerstin Vieth für ein Jahr als Missionarin auf Zeit nach Bolivien, ehe sie sich in Paderborn ins Studium der Religionspädagogik, einem Mix aus Theologie und Sozialer Arbeit, stürzte. Eine Entscheidung, die sie bis heute nicht bereut. Nach ihrem Bachelor-Abschluss zog sie dann erstmals nach Olpe. In der Kreisstadt absolvierte sie 2013 und 2014 ihre Assistenzzeit, ehe sie für vier Jahre nach Netphen weiterzog, um dort ihre ersten Erfahrungen als angestellte Gemeindereferentin zu sammeln.

Auch wenn sie ins Siegerland umsiedelte, ihre Verbindungen nach Olpe schliefen nicht ein. Und so kam es ihr ganz gelegen, dass sich in Finnentrop die freie Stelle auftat – und sie wieder zurück in die Kreisstadt ziehen konnte.

Wie genau ihr Arbeitsalltag künftig aussieht, das weiß die junge Frau selber noch nicht so genau. Sie wird Firmungen vorbereiten und möglichst intensiv mit den katholischen Kindergärten in der Gemeinde Finnentrop zusammenarbeiten, so viel sei klar. „Ansonsten bin ich gerade dabei, die Themen ein wenig abzuklopfen. Das kommt mit der Zeit.“

Mit zum Ausflug

Die ersten Tage, sagt sie, machen auf jeden Fall Lust auf mehr, zumal sie bereits bestens im Team des Pastoralverbunds aufgenommen wurde. „Ich durfte im Juni schon mit zu einem gemeinsamen Ausflug nach Limburg. Da habe ich den Eindruck bekommen, dass es menschlich sehr gut passt. Das ist für mich auch eine ganz wichtige Grundlage.“

Pfarrer Raimund Kinold sieht das genauso. Mit einer kleinen Einschränkung: Er habe bereits beim Vorstellungsgespräch Anfang dieses Jahres gemerkt, dass die Chemie stimmen wird.

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