Mountainbike-Serie

Keine Gnade für den Akku auf 65 Kilometern im Kreis Olpe

Fahrt durch einen Fichtenwald auf eine Lichtung zur Hohen Bracht

Fahrt durch einen Fichtenwald auf eine Lichtung zur Hohen Bracht. Der Turm im Hintergrund

Fahrt durch einen Fichtenwald auf eine Lichtung zur Hohen Bracht. Der Turm im Hintergrund

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Kreis Olpe.   „Zu Lande, zu Wasser und in der Luft“ überschreibt der SGV Meggen die Tour, die wir an dieser Stelle vorstellen. Viele Höhenmeter inklusive.

Heute wird es ernst! „Zu Lande, zu Wasser und in der Luft“ überschreibt der SGV Meggen die Tour, die sich in einem Punkt von den anderen beiden hier vorgestellten Runden unterscheidet: Sie ist fast 50 Prozent länger: Mit 65 Kilometern und – wenn man sie so fährt, wie Rüdiger Czech sie ausgearbeitet hat – rund 1000 Höhenmetern hat man eine Aufgabe vor sich, bei der sich E-Bike-Fahrer die Akku-Kapazität bewusst einteilen sollten. Je nach Leistung und Alter könnte der eine oder andere Akku an seine Grenzen kommen. Was unangenehm wäre, weil kurz vor Abschluss der Runde lauert in Meggen eine kurze, aber gemeine Steigung, die für müde Beine eine echte Herausforderung ist. Aber dazu später.

Die Strecke:

Die Beschreibung der Strecke, die von den sieben Kommunen im Kreis Olpe fünf berührt, im Telegrammstil: Vom Startpunkt aus nach Altenhundem - Rübergerbrücke - Weistetal - Rüberg - Benolper Kreuz - Fahlenscheid - Rother Stein - Verkehrsübungsplatz Olpe - Griesemert - Waukemicke - Möllendick - Siedenstein - Kessenhammer - Howald - Sonderner Brücke - Schiffsanlegestelle Sondern - SGV-Hütte Attendorn - Tankstelle Attendorn am Wassertor (hier auf den Schnellenberger Weg) - Burg Schnellenberg - Silbecke - Grevenbrück - Theten - Meggen.

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Der Punkt Schiffanlagestelle Sondern gibt einen Hinweis darauf, wie sich der Titel erklärt. „… zu Wasser“ meint eine Fahrt mit der Personenschifffahrt bis zum Biggedamm. Ausgeruht geht es von dort „in die Luft“, gemeint ist eine Fahrt hoch zum Biggeblick, dem einmaligen Aussichtspunkt an der SGV-Hütte.

Natürlich gilt auch für diese Tour, was für alle Touren gilt, niemand muss sie so fahren. Die Schifffahrt kann man auslassen und stattdessen am See in Richtung Attendorn rollen. Für alle, die es noch nicht gemacht haben, sehr zu empfehlen, weil es landschaftlich sehr reizvoll ist. Besonders anspruchsvoll ist der asphaltierte Weg am See nicht, allerdings verlängert er die Gesamtdistanz von Sondern aus noch einmal um etwa zehn Kilometer.

Der Aufstieg

Der Aufstieg zum Biggeblick ist eigentlich ein Muss, aber steil. Vermutlich werden die meisten E-Mountainbiker dankbar für etwas oder auch etwas mehr Unterstützung sein. Der Akku ist bei Touren jenseits der 60 Kilometer und 1000 Höhenmeter sicherlich ein zentrales Thema. Eine Empfehlung: Mit möglichst niedriger Unterstützung losfahren und so viele Wattstunden wie möglich sparen.

Die dritte und vierte Unterstützungsstufe sollten erstmal nur dann in Anspruch genommen werden, wenn es schwer wird. Wer die maximale Power des Motors nur nutzt, um den Steigungen die Spitze zu nehmen, müsste ganz gut durchkommen. Aber natürlich sind solche Überlegungen abhängig von der individuellen Fitness. Abgesehen von der Länge stellt diese Runde keine großen Ansprüche an die Teilnehmer. Der Anteil der Asphaltabschnitte ist relativ hoch. Aber gerade dort kommen Genussradler bei gutem Wetter auf ihre Kosten. Von Griesemert über Waukemicke, Siedenstein Richtung Bigge und dann am See entlang nach Attendorn ist Idylle pur. Die meisten Höhenmeter hat man dann übrigens schon hinter sich, sie werden auf den ersten zwanzig Kilometern gemacht.

Die Verpflegung

Verpflegungsmöglichkeiten gibt es wie bei keiner anderen Tour. Die Hohe Bracht, die Schifffahrt, die SGV Hütte am Biggeblick (Öffnungszeiten beachten), der Leuchtturm auf dem Damm – ausgehungert muss niemand ins Ziel kommen.

Start und Ziel der großen Runde ist wieder am Bahnhof in Meggen. Das heißt: kurz vor dem Ziel – wir kommen aus Richtung Grevenbrück – liegt die Villa Löhr im Weg, die in einem Bogen umfahren wird. Und dieser Bogen hat es als letzte Bergwertung noch einmal in sich. Wohl dem, der jetzt noch Power im Akku hat, sonst heißt es möglicherweise: absteigen und schieben.

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