Serie

"Helden-Runde": Mit dem E-Bike 50 Kilometer rund ums Repetal

Heldenrunde

Abwechslungsreich und relativ einfach zu fahren: Die Helden-Runde stellt mit 50 Kilometern das E-Bike vor keine große Aufgabe

Abwechslungsreich und relativ einfach zu fahren: Die Helden-Runde stellt mit 50 Kilometern das E-Bike vor keine große Aufgabe

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Kreis Olpe.   Die Helden-Runde des SGV Meggen im Test für E-Mountainbike-Fahrer. Heroische Ansprüche hat sie nicht, sondern führt über gut ausgebaute Waldwege.

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Die zweite Folge der vierteiligen Serie von Mountainbike-Touren, die sich in erster Linie an E-Bike-Fahrer wendet, ist die vom SGV Meggen und Rüdiger Czech konzipierte Helden-Runde.

Heroischen Ansprüchen müssen diejenigen, die diese Strecke in Anspruch nehmen, zu keiner Zeit gerecht werden. Den Namen hat die Strecke von der Ortschaft Helden, die, wenn man nicht mit dem Zentimetermaß misst, im Zentrum der Runde liegt. Die Wegbeschreibung fasst Rüdiger Czech wie folgt zusammen:

„Vom Startpunkt am Bahnhof in Meggen fahren wir auf dem Lenneroutenweg in Richtung Grevenbrück. In Germaniahütte queren wir die B 236 und fahren rechter Hand den schmalen Pfad zum Sportplatz Grevenbrück hinauf. Auf Teer geht es auf der anderen Seite wieder ins Tal, um in Grevenbrück in die Dr.-Paul-Müller-Straße einzubiegen und diese dann bis zum Ende (ca. 3,5 km) bei leichter Steigung hochzufahren. Ab hier unbedingt Karte oder Navi zu Hilfe nehmen. Weitere Orientierungspunkte sind Mecklinghausen - SGV-Hütte Repetal - Berlinghausen - Waldenburger Bucht - Burg Schnellenberg - Dünschede - Silbecke - Sporke - Theten.“

Keine E-Bike-Tour ohne eine Karte oder GPS-Gerät

Diese paar Zeilen taugen natürlich nicht zur Navigation und sagen nichts über die Reize der Strecke.

Deshalb noch einmal der Hinweis: Keine der Touren ist ohne Karte oder ein GPS-Gerät zu fahren. Es ist auch keine Schande GPS und Karte mitzuführen. Denn: Rüdiger Czech hat ein großes Herz für schmale Trails, die auch ruhig mal steil sein dürfen. Diese Trails sind dann auch Bestandteil der GPS-Daten, die man herunterladen kann (outdooractive.com). Wer die umgehen will (was immer möglich ist und sich für Anfänger und die nicht ganz so Mutigen empfiehlt), nimmt, wenn er nicht über die entsprechenden Ortskenntnisse verfügt, die Karte zur Hand.

Der größte Teil der Helden-Runde führt durchs Repetal über gut ausgebaute Waldwege, die auf den Höhen immer wieder ein fantastisches Panorama der Landschaft bieten. Der Abschnitt, der vom Golfplatz in Richtung Mecklinghausen und von dort weiter in Richtung Wildgatter führt, gehört zu den Teilen des Repetals, die für nicht wenige Biker vermutlich Neuland sein dürften. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil dieser Tour ist, dass zwei ungemein reizvoll gelegenen SGV-Hütten am Wegesrand liegen. Die Abteilungen Repetal und Attendorn informieren auf ihren Homepages, wann die Hütten geöffnet sind.

Auf zur Ruine

Kurz nachdem das Wildgatter passiert worden ist, quert man die Repetalstraße und fährt in einem Bogen zur Ruine Wadenburg. Dort muss man nicht Station machen, sollte es aber. Die Geschichte der Ruine ist einen kurzen Stopp wert.

Wenige Kilometer weiter kann man nicht nur einen Stopp einlegen, man muss es. Der Aufstieg zum Biggeblick ist für E-Biker keine Sache und ist jedes Kilowatt wert, das man investiert. Für eine längere Rast empfiehlt sich unbedingt die neben dem Biggeblick gelegene SGV-Hütte.

Der Abstieg vom Biggeblick ist einer jener Fälle, in der sich jeder E-Biker kritisch prüfen sollte. Es gibt den Trail auf der nördlich gelegenen Seite und die Alternative, auf dem gleichen Weg, auf dem man hoch gekommen ist, auch wieder runter zu fahren. Im Zweifel stets die sichere Route wählen - Rüdiger Czech kann sowieso schon Geschichten über gebrochene Schlüsselbeine erzählen, mehr braucht er nicht. Nach dem Abstieg vom Biggeblick geht es am Fluss (Bigge) zurück in Richtung Burg Schnellenberg und dort hinauf auf den Kamm in Richtung Dünschede und Sibecke.

Das nächste Highlight wartet, wenn man Borghausen passiert hat und in Sporke rechts abgebogen ist. Nach wenigen Metern hat man einen atemberaubenden Blick auf den Grevenbrücker Steinbruch.

Rüdiger Czech empfiehlt Hardcore-Bikern eine Visite des alten evangelischen Friedhofs. Aber Vorsicht: Der Abstieg ist extrem steil und stellt hohe Anforderungen an das fahrerische Können. Wer nicht sicher ist, lässt es und fährt in einem Bogen zur B 55 (Karte).

Gut einteilen

Die Länge der Runde beträgt rund 50 Kilometer und bewältigt sind am Ende gut 1000 Höhenmeter. Im Prinzip ist das kein Problem für ein aktuelles E-Bike, aber wie auch schon bei der Schwarzbachtal-Tour (Teil 1) gilt: Die Kraft im Akku und in den Beinen muss man sich schon einteilen, sonst wird es am Ende richtig eng.

Das Profil der Strecke ist nicht besonders Furcht einflößend und bewegt sich im ständigen Auf und Ab zwischen 461 Metern, (Berlinghauser Höhe) und 239 Metern (Borghausen).

Alle Teile unserer Serie gibt’s unter:
wp.de/mountainbike-touren

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