Spende

Gas geben für das Kinder- und Jugendhospiz in Olpe

Gerrit Scheil und Heiko Melzow, vom Verein „Race 4 Hospiz“ überreichen Rüdiger Barth, Leiter des Hospizes, (von links) die Spende. In der Vergangenheit wurde mit den Spenden unter anderem auch das Schiff, welches im Hintergrund zu sehen ist, finanziert.

Gerrit Scheil und Heiko Melzow, vom Verein „Race 4 Hospiz“ überreichen Rüdiger Barth, Leiter des Hospizes, (von links) die Spende. In der Vergangenheit wurde mit den Spenden unter anderem auch das Schiff, welches im Hintergrund zu sehen ist, finanziert.

Foto: Riem Karsoua / WP

Olpe.  Das Jubiläumsrennen vom Verein „Race 4 Hospiz“ ist ein Erfolg. Das Kinderhospiz Balthasar in Olpe erhält eine Spende in Höhe von 27.000 Euro.

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Kart-Rennen für den guten Zweck: Bereits zum zehnten Mal veranstaltet der als gemeinnützig eingetragene Verein „Race 4 Hospiz“ ein Wohltätigkeitsrennen auf der Daytona-Kartbahn in Essen. Neun Stunden lang geben über 300 Teilnehmer seit zehn Jahren am letzten Samstag im Februar richtig Gas, um bei dem Rennen Spenden für das Kinder-und Jugendhospiz Balthasar in Olpe einzufahren. Die Spendensumme in Höhe von über 27.000 Euro wurde nun dem Kinderhospiz übergeben.

„Das Geld fließt zu 100 Prozent in das Hospiz. Ein Teil in den normalen Betrieb und der andere Teil in praktische Dinge, wie die finanzielle Unterstützung der Neugestaltung der Außenanlage oder in neue Spielgeräte für die Kinder, wie das Schiff, welches draußen auf dem Gelände steht. Am Ende ist es uns nur wichtig, dass das Geld den Kindern zugute kommt“, erklärt Heiko Melzow, erster Vorsitzender des Vereins.

Angefangen mit „Schnappsidee“

Vor mehr als zehn Jahren kam unter Kart-Freunden die Idee auf, ein Rennen für wohltätige Zwecke zu organisieren. Was damals aus einer „Schnappsidee entstand“, wie Melzow erzählt, hat sich mittlerweile zu einer Tradition entwickelt. „In den zehn Jahren haben wir über 200.000 Euro an Spenden zusammenbekommen“, so der erste Vorsitzende. „Ich kenne eine Familie aus Recklinghausen, die zwei unheilbar kranke Kinder hatte, die hier im Hospiz betreut wurden. Das hat uns dazu gebracht, dieses Wohltätigkeitsrennen ins Leben zu rufen und den Erlös dem Hospiz zugute kommen zu lassen“, erzählt er.

300 Runden in neun Stunden

„Es ist laut. Es riecht nach Benzin. Und das neun Stunden lang“, fasst Rüdiger Barth, Leiter des Kinder- und Jugendhospizes, die Atmosphäre während des Rennens in kurzen Sätzen zusammen und ergänzt: „Die Stimmung ist einfach unglaublich. Natürlich möchte jeder gewinnen, aber auch wie die Menschen miteinander umgehen, ist etwas Besonderes.“

30 Teams mit jeweils zehn Fahrern gehen an den Start. Jedes Team zahlt für die Teilnahme 1100 Euro. Davon gehen 600 Euro an den Betreiber, um die Fixkosten zu decken. Die restlichen 500 Euro landen im Spendentopf. Der übrige Spendenbetrag kommt unter anderem durch eine Tombola-Verlosung und dem Verkauf von Essen und Getränken zusammen. „Viele Unternehmen, aber auch Einzelpersonen, spenden zusätzlich pro gefahrener Runde ihres Teams. Dabei ist es egal, ob es 10 Cent, 20 Cent oder sogar 1 Euro sind. Insgesamt werden 300 Runden gefahren. Da kommt schon einiges zusammen“, erklärt Melzow.

Viele seit dem ersten Jahr dabei

Zwölf Teams, sowie auch viele Einzelfahrer seien seit dem ersten Jahr mit dabei, erzählt Gerrit Scheil, zweiter Vorsitzender des Vereins. Und auch das Kinderhospiz sei in den ersten beiden Jahren mit an den Start gegangen. „Alle Teilnehmer zeigen großen Ehrgeiz, obwohl sie eigentlich nichts davon haben. Die Teilnahme an diesem Wohltätigkeitsrennen ist eine Ehrensache.“

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