Kreisverkehr

Finnentroper Kreisverkehr soll alle Ortsnamen verewigen

So könnte der Kreisverkehr an der B 236 in Finnentrop bald aussehen. Die Namen aller Finnentroper Orte werden verewigt.

So könnte der Kreisverkehr an der B 236 in Finnentrop bald aussehen. Die Namen aller Finnentroper Orte werden verewigt.

Foto: Landschaft und Siedlung

Finnentrop.  Lokalpolitiker folgen einem Vorschlag des Gewerbevereins. Planungsbüro aus Recklinghausen rät zu gebogener Konstruktion aus Cortenstahl.

Es gab verschiedene Ideen und Vorschläge, wie aus dem bislang eher provisorisch begrünten Kreisverkehr an der Bundesstraße 236 in Finnentrop ein kleiner Hingucker wird. Etwa mit Schriftzügen, die einen Bezug zur heimischen Wirtschaft darstellen. Auch die Vereinigung von Bigge und Lenne war Thema. Beides wird nicht umgesetzt. Vielmehr sprachen sich die Mitglieder des Umwelt-, Bau-, und Planungsausschusses am Donnerstagabend für einen Vorschlag aus, der aus den Reihen des Gewerbevereins stammt: Im Kreisverkehr an der Kreuzung Attendorner Straße / Bamenohler Straße sollen die Namen aller Finnentroper Dörfer verewigt werden, um ein Zeichen der Verbundenheit in der Gemeinde zu setzen.

„Wir denken, dass dieser Vorschlag der Allgemeinheit gefällt und wir unsere Gemeinde so ganz hübsch präsentieren können“, betont Dirk Atteln, Vorsitzender des Gewerbevereins. Er trifft dabei auf den Geschmack der Ausschussmitglieder. „Das ist eine schöne Idee, mir gefällt sie gut“, lobt beispielsweise Petra Krempel von der UWG.

Gebogene Stahlkonstruktion

Eingearbeitet würden demnach die Ortsnamen in eine gebogene Stahlkonstruktion, erklärte Gerd Niedzielski vom beauftragten Planungsbüro „Landschaft und Siedlung“ aus Recklinghausen. An den Oberkanten dieser Bogensegmente würden zudem die Silhouetten von prägenden Gebäuden aus der Gemeinde ausgeschnitten, etwa die Schlösser aus Bamenohl und Lenhausen.

Wichtig ist dem Planungsbüro, dass die gebogene Stahlkonstruktion das Innere des Kreisverkehres nicht komplett umschließt. Sonst würden Grünpflegearbeiten im Inneren oder das Aufstellen des Weihnachtsbaums unnötig erschwert. Die einzelnen Ortsnamen sollen zudem bei Dunkelheit hinterleuchtet werden, „ohne dabei natürlich die Autofahrer zu blenden“, ergänzt der Fachmann aus Recklinghausen.

Bei der Material-Verwendung rät das Planungsbüro von Edelstahl ab, die Experten favorisieren vielmehr das sogenannte Cortenstahl. „Das ist eine moderne Art der Materialverwendung. Es rostet sehr, sehr langsam und ist daher nahezu unverrottbar“, erklärt Gerd Niedzielski.

Preisgünstigere Variante

Ganz zu schweigen davon, dass die Verwendung von Cortenstahl deutlich günstiger ist. Bei der anvisierten Gestaltung des Kreisverkehr würde die Gemeinde rund 20.000 Euro einsparen und im Haushalt 2020 statt 65.000 Euro nur mit 45.000 Euro (zuzüglich 10.000 Euro Planungskosten) planen. Das Recklinghauser Büro habe bereits mir zwei Firmen aus Finnentrop gesprochen, die den Kreisverkehr nach den Vorstellungen des Gewerbevereins und der Lokalpolitiker auch gestalten können. Finanzielle Unterstützung erhält die Gemeinde zudem vom Gewerbeverein, der 10.000 Euro beisteuert.

Ebenso wichtig: Die Stahlkonstruktion muss aus dem Boden herausnehmbar sein. Bei der B 236 handelt es sich bekanntlich um eine Schwertransportstraße, so dass große LKW notfalls die Mittelinsel überfahren können.

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