Feuer

Drolshagen: Scheune bei Brand völlig zerstört

Eine Scheune bei Drolshagen-Beul ist durch ein Feuer komplett zerstört worden. Der Sachschaden ist beträchtlich.

Eine Scheune bei Drolshagen-Beul ist durch ein Feuer komplett zerstört worden. Der Sachschaden ist beträchtlich.

Foto: Kai Osthoff / WP

Drolshagen.  Komplett ausgebrannt ist eine Scheune bei Drolshagen-Beul. Der Schaden geht in den sechsstelligen Bereich. Die Polizei ermittelt.

Eine Scheune in Drolshagen-Neuenhaus, in der Nähe der L 869 bei Beul, ging in der Nacht zum Montag in Flammen auf. Um 2.50 Uhr wurde der Alarm ausgelöst, nachdem mehrere Anwohner in der Nachbarschaft durch laute Geräusche wach geworden waren. Dabei handelte es sich um die platzenden Reifen von zwei Lkw, einer landwirtschaftlichen Maschine und einem Traktor.

Der Sachschaden liegt nach Erkenntnissen der Kreispolizeibehörde Olpe im mittleren sechsstelligen Bereich. Brandermittler der Polizei suchen nun nach der Ursache. Auch ein Sachverständiger ist eingeschaltet worden. Die ersten Ermittlungen im Laufe des gestrigen Tages verliefen ergebnislos. Vorsätzliche Brandstiftung könne allerdings bereits ausgeschlossen, erklärten Polizei und Feuerwehr am Nachmittag. Der Brandort wurde zunächst beschlagnahmt.

Schaden im sechsstelligen Bereich

Christian und Katrin Willmes sind Pächter der völlig ausgebrannten Scheune. Hauptberuflich betreiben sie einen Agrarservice, mit dem sie verschiedene Dienstleistungen für Landwirte anbieten. In der Scheune brachten sie einige ihrer Gerätschaften unter.

Zwei der Lkw, ein Schlepper und ein Rückezug, der geerntetes Holz auflädt und die Ladung an einen für Lkw befahrbaren Waldweg transportiert, befanden sich in der Scheune und wurden massiv beschädigt. Wie hoch der Verlust insgesamt ist, wissen die Willmes noch nicht. „Wir haben noch nicht gezählt“, sagt Katrin Willmes auf Nachfrage dieser Redaktion.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die 10 mal 15 Meter große Scheune im Vollbrand. Mit zwei Tanklöschfahrzeugen sowie dem Hydrantennetz wurde eine Wasserversorgung aufgebaut. Über zwei C-Rohre sowie ein Schaumrohr gingen die Brandbekämpfer gegen die Flammen vor.

„Wegen des zu geringen Wasserdrucks aus dem örtlichen Hydrantennetz haben wir uns schnell entschlossen, noch eine weitere Wasserversorgung aus einem rund 200 Meter entfernten Bach aufzubauen“, erklärte Einsatzleiter Jens Gipperich von der Feuerwehr Drolshagen.

Als die Halle in der Nacht lichterloh brannte, war auch Christian Willmes zu seiner Scheune geeilt. Er versuchte noch, den Rückezug mithilfe eines Traktors aus dem brennenden Gebäude zu ziehen, wie seine Frau berichtet – doch es war vergebens: Der Versuch misslang. Stattdessen musste die Scheune von der Feuerwehr zerlegt werden, um noch besser an die zahlreichen Glutnester zu gelangen, die immer wieder aufloderten. Für die Einsatzkräfte war es nicht möglich die Scheune zu betreten, da das Dach einsturzgefährdet war.

Bis in die frühen Morgenstunden dauerte der Einsatz an. Erst um 6.45 Uhr waren die Löscharbeiten beendet und die Flammen bekämpft.

65 Einsatzkräfte aktiv

Neben der Feuerwehr Drolshagen, die mit rund 65 Einsatzkräften der Einheiten Drolshagen und Iseringhausen vor Ort war, war auch das Deutsche Rote Kreuz aus Drolshagen sowie der Rettungsdienst aus Bergneustadt an die Einsatzstelle gerufen worden. Menschen und Tiere kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden.

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