Freizeit

Familie Krämer eröffnet Fahrradverleih in Sondern

Der Fahrradverleih in Sondern

Der Fahrradverleih in Sondern

Foto: Verena Hallermann

Sondern.   Nachdem Familie Krämer im vergangenen Jahr ihre Gaststätte Haus Biggeseeblick geschlossen hat, steht nun ein neues Projekt an: Ein Fahrradverleih

Es ist noch nicht lange her, als sich Familie Krämer aus Sondern entschieden hatte, ihre Gaststätte Haus Biggeseeblick zu schließen. Doch nun – knapp ein Jahr später – steht das nächste Projekt an. In Kooperation mit Fahrrad Feldmann verleihen Ulrich und Gabriele Krämer zusammen mit Tochter Mareike Haak Fahrräder an der Sonderner Promenade.

Überreste der alten Gaststätte

Ulrich Krämer ist Rentner. Der 67-Jährige hat seine Gaststätte Haus Biggeseeblick im Februar 2018 geschlossen. Aus Altersgründen. 40 Jahre lang hat er die Pension, die zunächst unter dem Namen Gasthaus Krämer bekannt war, zusammen mit seiner Frau Gabriele geführt. Das ist vorbei. Doch einfach nur zurücklehnen, kommt für ihn nicht infrage. In seiner Freizeit vermietet er nun mit Frau und Tochter Fahrräder und E-Bikes für Groß und Klein. „Früher hatten wir da keine Zeit zu“, erzählt Ulrich Krämer. „Aber die Idee hat es schon lange gegeben. Einfach, weil der Standort hier ideal ist.“

Die Fahrräder werden in einer Gartenhütte neben ihrem Haus verschlossen aufbewahrt. Meistens nur so viele, wie grade benötigt werden. „Am besten ist, die Leute melden sich vorher an“, sagt Gabriele Krämer. „Insbesondere bei großen Gruppen ist das wichtig.“ Ursprünglich hatten sie die Hütte gebaut, weil sie Platz für die Auflösung ihrer Pension brauchten. Schließlich waren noch allerhand Töpfe, Pfannen oder auch Decken und Kissen übrig. Das meiste davon haben sie mittlerweile verkauft, verschenkt oder gespendet. Nur die ein oder andere Kiste steht noch dort. „Wir kriegen bis heute noch hin und wieder Anfragen für die Gaststätte“, erzählt Ulrich Krämer. „Aber wir hatten auch so viele Kunden. Und das 40 Jahre lang.“

Mittlerweile ist aus der Gaststätte ein Wohnhaus geworden. Sohn Sven Krämer lebt dort. Auch er packt beim Fahrradverleih an. Momentan werden fleißig Flyer verteilt. Mareike Haak kümmert sich um die Pflege des Facebook-Accounts. Auch eine Homepage soll noch erstellt werden. „Die ersten Kunden hatten wir bereits“, erzählt die 34-jährige Erzieherin. „Jetzt hoffen wir natürlich, dass sich das rumspricht.“

Veränderte Zeiten

Es hat sich schon viel verändert seit der Schließung. Früher sind Ulrich und Gabriele Krämer morgens um fünf Uhr aufgestanden, haben den Monteuren ihr Frühstück zubereitet. Jetzt genießen sie ihre Zeit als Rentner, kümmern sich um ihre beiden Enkelkinder und haben den ein oder anderen Urlaub geplant. „Wir sind ja früher kaum vor die Tür gekommen“, erinnert sich der Rentner. „Zu den schönsten Zeiten mussten wir arbeiten. Wenn, dann sind wir im Winter verreist, nach Ägypten oder Tunesien.“ Und sie freuen sich natürlich auf ihre neue Aufgabe. Nicht nur die Fahrräder zu verleihen, sondern das Sauerland auch mal selbst auf dem Rad zu erkunden.

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