Auszeichnung

Erste nachhaltige Kita des Kreises Olpe in Ottfingen

Bei der Zertifikatsübergabe im Kölner Rathaus: (von links) Joe Bausch, Gudrun Hieber, Sandra Arens, die Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und Edith Klingsporn vom Wissenschaftsladen Bonn.

Bei der Zertifikatsübergabe im Kölner Rathaus: (von links) Joe Bausch, Gudrun Hieber, Sandra Arens, die Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und Edith Klingsporn vom Wissenschaftsladen Bonn.

Foto: Wila Bonn / WP

Ottfingen.  Erst seit einem Jahr gibt es den neuen Kindergarten „Dorfnest“ ín Ottfingen. Jetzt gab es eine Zertifizierung für Nachhaltigkeit.

Es war ein Start von 0 auf 100. Erst vor einem Jahr öffnete das „Dorfnest“ in der ehemaligen Schule in Ottfingen die Pforten und schon jetzt kann der neue Kindergarten einen tollen Erfolg feiern. Die Ottfinger erhielten in Köln die Auszeichnung „Nachhaltige Kita“ als eine von 55 in NRW und erste Kita im Kreis Olpe. „Wir haben gerade das erste Kindergartenjahr hinter uns. Es ist toll, dass unser Schwerpunkt Ökologie ausgezeichnet wurde. Da sind wir ganz stolz drauf“, sagte Kindergarten-Leiterin Sandra Arens auf Anfrage dieser Zeitung.

Die besondere Auszeichnung wird am Freitag (12. Juli) ab 11 Uhr im Ottfinger „Dorfnest“ gefeiert. Träger, Eltern, Kinder, Ortsvorsteher und weitere Gäste sind eingeladen. Urkunde und Plakette konnten Sandra Arens und ihre Kollegin Gudrun Hieber bereits am 4. Juli im Rathaus in Köln in Empfang nehmen. Überreicht wurden diese von der Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und Jo Bausch vom Kölner Tatort-Verein, der die Aktion „Nachhaltige Kita“ unterstützt. Dabei handelt es sich um ein Bildungs- und Auszeichnungsprojekt unter Leitung des Wissenschaftsladens (WILA) Bonn, der aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert wird.

Mit Natur auseinandersetzen

„Im letzten halben Jahr haben wir uns mit WILA auf den Weg gemacht. Es gab Workshops, Fortbildungen, einen Teamtag und einen Elternabend. Es geht darum, dass sich die Kinder mit der Natur auseinandersetzen und achtsam mit ihr umgehen. Wir wollen die Liebe zur Natur vermitteln“, bringt es die engagierte Leiterin des Ottfinger „Dorfnestes“ auf den Punkt. Mit verschiedenen Projekten soll in der Ottfinger KITA das ökologische Bewusstsein der Kinder gestärkt werden. Unter anderem gibt es Waldwochen, ein durch Leader gefördertes naturnahes Außenspielgelände, ein Insektenhotel und es wurden Obstbaumpatenschaften mit den Eltern ins Leben gerufen, bei denen sich um Beschneiden und Pflege der von der Gemeinde Wenden gepflanzten Obstbaumwiese gekümmert wird. Auch bei der Müllsammelaktion im Ort hat die Kita mitgemacht.

Auch Familien einbeziehen

„Wir wollen nicht nur mit den Kindern aktiv für die Welt werden, sondern auch die Familien der Kinder einbeziehen. Dies geschieht in verschiedenen Angeboten wie der Pflanzbörse, dem Büchertauschregal und der Second-Hand-Wand. Im September gibt es einen Second-Hand-Markt. Wir wollen der Wegwerf-Gesellschaft entgegenwirken“, betont Sandra Arens. Derzeit beschäftigt sich auch eine Praktikantin im Anerkennungsjahr im „Dorfnest“ mit dem Thema Schafe. Abfalltrennung sei in der Kita eine Selbstverständlichkeit: „Es geht um die Verwertung von Abfallprodukten. Die Laternen haben wir zum Beispiel aus alten PET-Flaschen gebastelt.“ Auch sparsamer Umgang mit Wasser und Strom sowie umweltbewusstes Einkaufen für das tägliche Frühstücksbüffet werden den Kindern vermittelt.

Es sei ganz wichtig, diese möglichst früh zu sensibilisieren: „Die Kinder sind wissbegierig und wollen die Welt entdecken. Schon mit zwei Jahren nehmen sie bei uns an den Waldwochen teil.“

Man wolle nun auch andere Kitas mit ins Boot nehmen, unterstreicht Sandra Arens: „Wir werden berichten und hoffen, mit der Vorreiterfunktion ganz stark für unsere Umwelt einzutreten. Es ist noch ein langer Weg. Mit der Zertifizierung endet er nicht. Er beginnt eher.“

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