Erfolg für den Ortsteil Osterschlah

Attendorn.   Mit einer Mehrheit von 21:16 Stimmen lehnte der Attendorner Rat am Mittwochabend die von der Verwaltung vorgeschlagene Trassenführung zwischen Osterschlah und Schwalbenohl ab. Die Höchstspannungsleitung soll nach diesem Ratsbeschluss nicht mittig zwischen den beiden Ortsteilen geführt werden, sondern im Verhältnis einer ⅓ zu ⅔-Lösung näher am Ortsteil Schwalbenohl liegen. Von den vielen Besuchern aus dem Bereich Osterschlah wurde der Beschluss mit Beifall bedacht.

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Mit einer Mehrheit von 21:16 Stimmen lehnte der Attendorner Rat am Mittwochabend die von der Verwaltung vorgeschlagene Trassenführung zwischen Osterschlah und Schwalbenohl ab. Die Höchstspannungsleitung soll nach diesem Ratsbeschluss nicht mittig zwischen den beiden Ortsteilen geführt werden, sondern im Verhältnis einer ⅓ zu ⅔-Lösung näher am Ortsteil Schwalbenohl liegen. Von den vielen Besuchern aus dem Bereich Osterschlah wurde der Beschluss mit Beifall bedacht.

Auf der Strecke blieben die Anwohner der Münchner Straße, die CDU und Bürgermeister Christian Pospischil, die alle für eine Trassenführung genau in der Mitte plädiert hatten. Die Befürworter der ⅓ zu ⅔-Lösung führten unter anderem ins Feld, dass die Anwohner der Münchner Straße ihre Häuser im Wissen um die Trasse der bestehenden Hochspannungsleitung gebaut hätten, die im Bereich Osterschlah aber immer davon ausgegangen seien, dass sie einen maximalen Abstand zu der Überlandleitung hätten.

In Beiträgen zu Beginn der Sitzung hatten Anwohner von einem Mehr an Belastung von 700 Prozent für den Bereich Osterschlah gesprochen.

Messungen und Berechnungen

Das relativierte Bürgermeister Christian Pospischil. Untersuchungen und Berechnungen von Prof. Dr. Peter Nießen hätten ergeben, dass Stand heute die Anwohner im Bereich Osterschlah durch die Hochspannungsleitung mit 0,1 Mikrotesla belastetet würden, die an der Münchner Straße mit 2,2 Mikrotesla. Der deutsche Grenzwert für die Belastung durch Hoch- und Höchstspannungsleitungen liegt bei 100 Mikrotesla, der Schweizer Grenzwert bei einem Mikrotesla.

Würde die neue Höchstspannungsleitung mittig verlegt, stünden 0,9 Mikrotesla für die Osterschlah und 1,6 für die Münchner Straße an. Bei der jetzt gewählten ⅓ zu ⅔-Lösung sind es 0,7 für die Osterschlah und 2,6 für die Münchner Straße. Bürgermeister Christian Pospischil: „Wir wollen für alle maximalen Gesundheitsschutz.“ Der Beschluss des Rates sieht auch vor, die Firma Amprion aufzufordern, für diesen Teil der Trasse auf sogenannte Kompaktmasten zu setzen, die das Immissionsrisiko für die Anwohner noch einmal senken sollen.

An erster Stelle steht allerdings der Wunsch nach einer Erdverkabelung, von der aber alle Beteiligten ausgehen, dass sie wohl nicht durchsetzbar ist.

Der RP entscheidet

Direkten Einfluss auf die Planungen der Amprion GmbH hat der Ratsbeschluss vom Mittwoch allerdings nicht. Die Position der Stadt Attendorn wird im Rahmen eines Anhörungsverfahrens lediglich als die einer von vielen Betroffenen zur Kenntnis genommen.

Die Pläne für die Trasse zeichnet die Amprion GmbH, die Entscheidung liegt beim Regierungspräsidenten.

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