Ortszentrum

Entwicklung von Meggen soll vorangetrieben werden

Bürgermeister Stefan Hundt, Paul Kleffmann, Martin Runkel und Martin Steinberg (von rechts) mit dem Programmflyer für den Workshoptag in Meggen. Im Hintergrund ist der alte Bahnhof, um den es auch gehen wird.

Bürgermeister Stefan Hundt, Paul Kleffmann, Martin Runkel und Martin Steinberg (von rechts) mit dem Programmflyer für den Workshoptag in Meggen. Im Hintergrund ist der alte Bahnhof, um den es auch gehen wird.

Foto: Volker Eberts

Meggen.   Workshoptag am 20. Januar: Stadt Lennestadt will mit Bürgern die Entwicklung des Ortszentrums Meggen erarbeiten. Grundschule soll im Ort bleiben.

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Es ist viel passiert in Meggen: Erst vor ein paar Wochen wurde der neue Haldengarten eingeweiht, davor das Lenneufer neu gestaltet, beides am Ortsrand. Jetzt geht es ans Eingemachte, an den Ortskern. Und wie dieser künftig aussehen soll, dabei sollen die Bürger am Samstag, 20. Januar, mitplanen, mitdiskutieren und mitentscheiden.

„Hallo Meggen, wie soll es weitergehen“, ist die zentrale Frage, die die Stadtverwaltung zusammen mit der Bürgerschaft beantworten will und dazu alle Interessierten einlädt. Was der Stadt besonders wichtig ist: Alles ist offen, es gibt keine fertigen Pläne. Natürlich hat sich die Planungsabteilung im Rathaus Gedanken gemacht, wie man den Ortskern, das Gelände zwischen Meggener Straße, Albrecht-Dürer- und Karl-Knoche-Straße entwickeln und aufwerten kann.

In drei großen Themenblöcken will die Stadt mit den Bürgern die richtige Strategie für Meggen finden.

Thema 1: Die Grundschule

Schön ist er nicht, der Schulhof der Meggener Grundschule im Zentrum, eingemauert von Hinterhofbebauung, Betonarchitektur der 70er Jahre, nur ein schmaler Zugang über die Johannes-Bosch-Straße. Morgens lebendiges Schulleben, nachmittags Leere und Tristesse, ein gefangener Raum mitten im Zentrum und trotzdem laut Stadtplaner Martin Runkel ein echtes Filetstück für Meggen. „Es gibt viele Möglichkeiten, den Platz allein über die Wegeverbindungen zu öffnen“, sagt Runkel und nennt Beispiele. Ein Abriss der alten Schule würde den Schulhof zur Meggener Straße öffnen.

Ein Abriss des Umkleidetraktes für die Turnhalle öffnet den Platz zur Karl-Knoche-Straße. Und auch eine Verbindung zum Bahnhofsvorplatz wäre möglich, würde der hölzerne Pavillon, in dem heute Grabmale ausgestellt sind, entfernt. Dieser ist allerdings im Gegensatz zu den anderen Gebäuden im Privatbesitz. So könnte der Schulhof zu einem zentralen und offenen Multifunktionsplatz werden, der morgens der Schule und ab dem Nachmittag den Bürgern zur Verfügung steht.

Die umstrittene Verlegung der Grundschule auf den Ohl ist für die Stadt erst einmal kein Thema mehr. Weil die siebenzügige Sekundarschule boomt, wären am Schulzentrum Investitionen von mindestens fünf Millionen Euro nötig, um die nötigen Räume zu schaffen.

Thema 2: Schulzentrum Ohl

Auch ohne den Umzug der Grundschule muss der Schulhof auf dem Ohl saniert und neugestaltet werden, ebenso geht es um die Verkehrsanbindung in alle Richtungen.

Thema 3: Alter Bahnhof

Mittlerweile ist auch die Mehrheit der Meggener Bürger für einen Abriss und einen Neubau an gleicher Stelle. Die Stadt sucht private Investoren. Das Gebäude ist marode, steht auf der Grenze zum Bahngelände, das Grundwasser flutet im Keller und eine Sanierung wäre für Paul Kleffmann vom Hochbaubereich der Stadt ein Fass ohne Boden. Vorteil eines Abrisses: „Ohne das jetzige Gebäude bekäme der Zugang zur Unterführung mehr Raum, würde heller und offener“, so Bürgermeister Stefan Hundt.

Elf Fachleute vor Ort

Am Workshoptag am 20. Januar will die Stadt, die mit elf Fachleuten vor Ort sein wird, weitere Details nennen. Dann sollen die Bürger in sogenannten Café-Runden in entspannter Atmosphäre mit den Fachleute diskutieren, Meinungen einbringen, Vorschläge machen, Impulse geben.

„Wir gehen da ganz offen dran, werden es später fachlich bewerten und dann daraus Vorschläge machen“, so der Bürgermeister. Bei der ARGE Meggen findet dieses neue Workshop-Prozedere volle Zustimmung. Hermann Dörnemann, 2. Vorsitzender, sagt: „Wir begrüßen es sehr, dass die Bürger in dieser Form ihre Ideen äußern können.“

>>> Info: Vier Stunden Gedankenaustauch über das neue Meggen

14 Uhr Beginnt des Workshoptages in Meggen am Samstag, 20. Januar, im PZ; 14.30 bis 15 Uhr Einführung in die in die Themen; 15 Uhr drei moderierte Café-Runden(je 30 Minuten); 17 Uhr Vernissage im Foyer; 17.30 Uhr Abschlussrunde; 18 Uhr Ende.

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