Entehrend: 46-Jähriger versohlte Stieftochter den Hintern

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Grevenbrück. (zad) "Misshandlung von Schutzbefohlenen" lautete die Anklage vor dem Lennestädter Amtsgericht für den 46-jährigen Angeklagten, dem vorgeworfen wurde, am 13. ...

... Dezember letzten Jahres seine 14-jährige Stieftochter im Beisein ihrer Freundin körperlich misshandelt zu haben. "Wir wollen sehen, dass wir den Ball flach halten", mahnte Richter Udo Poetsch im Vorfeld. So stellte sich der Tatbestand als unangebracht erzieherische Züchtigung der antiquierteren Art und Weise heraus.

Schon öfters habe sich seine Stieftochter beim Nachhausekommen unentschuldigt verspätet, so der Angeklagte. Doch als sie an diesem Abend "so ein Grinsen im Gesicht hatte" und ihn somit provoziert habe, sei ihm endgültig der Geduldsfaden gerissen. "Da habe ich sie übers Knie gelegt und ein paar auf den Hintern gegeben", erklärte der Stiefvater. Dass er einen Fehler gemacht habe, sei ihm bewusst gewesen. So etwas sei auch vorher nicht vorgekommen. An Schläge und Tritte auf die Stieftochter konnten sich weder die Mutter des Opfers und Ehefrau des Angeklagten noch die anwesende Freundin erinnern. Zu der Züchtigung mit Schlägen auf den Allerwertesten sei es zweifelsohne gekommen, darin waren sich alle Beteiligten einig, doch an eine grobe Misshandlung mit Schlägen oder Tritten wollten sich sowohl die Mutter des Opfers als auch die anwesende Freundin nicht erinnern.

"Es hat Schwierigkeiten mit der Erziehung meiner Tochter gegeben. Wir haben den Ausgang wegen ihrer schlechten Schulnoten eingeschränkt. Daran hielt sie sich nicht immer", erklärte die Mutter, deren neuer Ehemann sich auch für die Erziehung als zuständig sah.

"Sie waren gegenüber der Tochter ihrer Frau nicht erziehungsberechtigt. Außerdem ist es entehrend, einer 14-Jährige vor den Augen ihrer Freundin den Hintern zu versohlen", stellte Richter Udo Poetsch fest.

Das Verfahren wurde dann aber vorläufig gegen eine Geldbuße von 1 200 Euro eingestellt.

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