Haftverschonung

Drogen-Opa schon wieder auf freiem Fuß

Landgericht Siegen: Die Richter gewähren dem zu fast sechs Jahren Haft verurteilten Drogen-Opa aus Lennestadt Haftverschonung.

Landgericht Siegen: Die Richter gewähren dem zu fast sechs Jahren Haft verurteilten Drogen-Opa aus Lennestadt Haftverschonung.

Foto: Hendrik Schulz / WP

Lennestadt/Siegen.  Das Landgericht Siegen gewährt dem fast 70-jährigen Drogen-Opa aus Lennestadt Haftverschonung. Eine Rücken-OP steht an.

Der vor gut einem Monat im Landgericht Siegen zu fünf Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilte Drogendealer aus Lennestadt ist wieder auf freiem Fuß. Das bestätigte der Straf-Verteidiger des fast 70-jährigen Dealers, Klaus Söbke (Grevenbrück), auf Anfrage unserer Zeitung.

Haftverschonung wegen OP und Schmerzen

„Meinem Antrag auf Haftverschonung ist stattgegeben worden“, teilte Söbke mit. Hintergrund: Der verurteilte Senior stehe kurz vor einer Rücken-Operation an der Uniklinik Köln und habe erhebliche Schmerzen. Anfang des Monats habe das Gericht den Vollzug des Haftbefehls ausgesetzt. Auflage: Nach der Durchführung der medizinischen Behandlung habe der in der Region als „Drogen-Opa“ bekanntgewordene Straftäter seinen bisherigen Wohnsitz in Lennestadt wieder einzunehmen. Die Rücken-Operation des Verurteilten, so Söbke, stehe in den nächsten Tagen an.

Darüberhinaus informierte Verteidiger Söbke darüber, dass er gegen das Urteil Revision eingelegt habe beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Fristwahrend.

Waffen ausschlaggebend

Zur Erinnerung: Der „Drogen-Opa“aus Lennestadt hatte einige Waffen in seiner Wohnung gebunkert, die der Staatsanwalt als Instrumente gewertet hatte,mit dem der Angeklagte seinen Drogenhandel verteidigt habe. Das war der Grund für das erhebliche Strafmaß. Die Anklagevertretung hatte sogar eine Haftstrafe von acht Jahren gefordert.

Verteidiger Söbke hingegen war überzeugt, die Waffen dienten lediglich der Selbstverteidigung.

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