Corona

DRK-Kreisverband Olpe: Abstrichstelle an Schützenhalle Rhode

Gut geschützt für sich und andere ist das DRK Team an der Abstrichstelle in Rhode.

Gut geschützt für sich und andere ist das DRK Team an der Abstrichstelle in Rhode.

Foto: Barbara Sander-Graetz

Rhode/Kreis Olpe.  Sie sehen aus wie aus einem Hollywood-Katastrophenfilm. Die vermummten Mitarbeiter des Roten Kreuzes testen in Rhode.

Wer sich in diesen Tagen morgens auf den Weg zur Rhoder Schützenhalle macht, ist nicht auf dem Weg, um dort zu feiern. Im Gegenteil. Seit Mitte Oktober ist hier die Corona-Abstrichstelle des DRK-Kreisverbandes zu finden. Von montags bis freitags werden Kontaktpersonen von Corona positiv getesteten Mitmenschen sowie Reiserückkehrer von Firmen, die ihre Mitarbeiter auf Montage im Ausland hatten, getestet.

Sie sehen aus wie aus einem Hollywood-Katastrophenfilm. Ganz in weißer Schutzkleidung, mit Handschuhen, Mundschutz und Face Shield. Doch Sicherheit steht hier an erster Stelle, sowohl für die DRK Mitarbeiter wie auch für die zu testenden Personen.

Gegen neun Uhr starten die Mitarbeiter. Das Licht im Foyer der Halle geht an und die ersten Autos reihen sich auf dem Schützenplatz ein. Sie alle sind tags zuvor von DRK Mitarbeitern des Kreisverbandes angerufen und zu bestimmten Terminen einbestellt worden. „Das Gesundheitsamt meldet die einzelnen Personen, die getestet werden müssen, bei uns und wir übernehmen die Logistik“, erklärt Stefan Luke vom DRK Kreisverband. Er und sein Team sind täglich, auch an Wochenenden, für das Kreisgesundheitsamt und die Abstrichstelle im Einsatz.

Alle Altersgruppen

Vor Ort in Rhode werden zunächst die Personalien überprüft. Getestet werden alle Altersgruppen. „Wir hatten auch schon Säuglinge genauso wie hoch betagte Senioren hier zur Testung“, erzählen die Mitarbeiter vor Ort. Manche haben Angst, sind unsicher, für andere ist das keine große Sache. Besonderes Fingerspitzengefühl ist natürlich bei Kindern gefragt. „Wir sehen wirklich unheimlich aus, wenn wir in voller Schutzkleidung an die Autos treten. Da ist keine Mimik zu erkennen, höchstens die Augen und dann sprechen wir gedämpft durch den Mundschutz. Das macht schon einigen Kindern Angst“, so die Mitarbeiter.

Geduld ist hier wichtig. Das wissen auch die DRKler: „Wir erklären, was wir machen, zeigen es auch schon mal bei den Erwachsenen, wenn sie getestet werden und geben den Kindern die Zeit, die sie brauchen. Das gelingt fast immer.“

Dabei müssen die Testpersonen immer im Auto bleiben. Die Testung, die einen Rachen- und Nasenabstrich beinhaltet, erfolgt immer durch das geöffnete Autofenster. „Es ist ein wenig unangenehm und kitzelt in der Nase, doch es ist schneller vorbei als eine Behandlung beim Zahnarzt“, schmunzeln die Profis vor Ort.

Sind alle Teste des Tages gemacht, werden sie über das Olper Krankenhaus in das Labor nach Siegen geschickt. Hier erfolgt die Testung. Die Ergebnisse sind meistens innerhalb von 48 Stunden vorhanden. Neben einer Information durch das Gesundheitsamt kann man sein Testergebnis auch über einen Barcode mit der Gelamed App (App des testenden Labors eurofins) oder über die Corona Warn App erfahren. „Aber auch wenn das Testergebnis negativ ist, muss die vom Gesundheitsamt vorgegeben Quarantänezeit eingehalten werden“, ergänzt Stefan Luke. Ist das Ergebnis positiv, meldet sich das Gesundheitsamt bei den Kontaktpersonen, die dann wiederum einen Termin für einen Abstrich in Rhode bekommen.

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