Konzert

Drei Bands rocken in Ottfingen in den Advent

Die Band „Hi-Hat Man“, die  in diesem Jahr 25-jähriges Bühnenjubiläum feiert und immer noch in Originalbesetzung spielt, war der erste Gig des Abends. Von links: Taki Dimoulas (Gesang, Bass), Matthias „Moskito“ Grebe (Drums), der aus Ottfingen kommt, und Stefan Navroth (Gitarre).

Die Band „Hi-Hat Man“, die  in diesem Jahr 25-jähriges Bühnenjubiläum feiert und immer noch in Originalbesetzung spielt, war der erste Gig des Abends. Von links: Taki Dimoulas (Gesang, Bass), Matthias „Moskito“ Grebe (Drums), der aus Ottfingen kommt, und Stefan Navroth (Gitarre).

Foto: Birgit Engel / WP

Ottfingen.  Abschluss der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Hubertus-Schützenbruderschaft: In der Sporthalle gab es einen Rock in den Advent.

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Es ist kurz vor 20 Uhr am Samstagabend in der Sporthalle Ottfingen. Die örtliche St.-Hubertus-Schützenbruderschaft, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen begeht, hat zum „Rock in den Advent“ eingeladen. Nach drei bereits stattgefundenen Veranstaltungen ist es der Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten. Die Rockband „Hi-Hat Man“, seit nunmehr 25 Jahren in Originalbesetzung, steht bereits auf der Bühne. Bevor Matthias „Moskito“ Grebe die ersten Grooves an seinen Drums spielt, gehört dem 2. Brudermeister Markus Halbe das Mikrofon. „Habt ihr Bock auf Rock?“, ruft er ins Publikum. „Wir haben zusammen so viele schöne Feste und so viele schöne Stunden erlebt. Lasst uns noch einmal einen grandiosen Abend feiern.“

Drei Bands heizen den Besuchern an diesem Abend gehörig ein. Vier Stunden gibt es Musik unterschiedlichster Stilrichtungen. „Hi-Hat Man“, „Los Potatoes“ und „T-Time with Lukas“ sind dabei natürlich keine Unbekannten, sondern längst gefragte Musiker auch weit über die Grenzen der Region hinaus. Und sie haben enge Beziehungen zu Ottfingen, sind hier mitunter aufgewachsen oder auch zugezogen.

Bezug zum Ort

„Bei den Planungen für das Konzert war es uns wichtig, dass der Bezug zum Ort da ist“, erklärt Pascal Halbe aus dem geschäftsführenden Vorstand der Schützenbruderschaft sowie Gitarrist der „Los Potatoes“ und spricht damit an, was überhaupt das gesamte Jubiläumsjahr bestimmte: nicht den Verein feiern, sondern das ganze Dorf, alle Bürger, große und kleine, alte und junge und mit und für die Gemeinschaft.

„Es war ein anstrengendes, aber ebenso ein sehr intensives, ereignisreiches und tolles Jahr“, ziehen Pascal Halbe und Markus Halbe eine durchweg positive Bilanz über die Vereinsgrenzen hinaus. „Wir haben ja viel Bewegung hier im Ort, so mit der ZukunftsWerkstattOttfingen oder auch all unseren anderen Vereinen. Die Schützenbruderschaft ist nur ein Zahnrad von vielen. Dieses Jahr dürfte dazu beigetragen haben, das Bewusstsein dafür zu schärfen, was an ehrenamtlichem Engagement geleistet wird und wie wichtig ein solches ist.“

Los gingen die Jubiläumsfeierlichkeiten übrigens im April mit einer großen Ballnacht. Ort des Geschehens war die „gute Stube“ der Kreisstadt mit ihrem glanzvollen Ambiente. Ein Konzert mit dem Musikverein Frenkhausen, dem dorfeigenen Tambourcorps und VocalArt als Vertretung für die Ottfinger Chöre sowie anschließende Tanzmusik sorgten für ein rauschendes Fest. Eingeladen waren dazu übrigens auch sämtliche Ottfinger Majestäten. „Dass viele von diesen kamen, auch viel Ältere, hat uns ganz außerordentlich gefreut“, sagt Pascal Halbe. Ältester amtierender König, der mitfeierte, war Alfred Bröcher, der 1954 den Vogel schoss.

Reise nach Dublin

Dass allerorts und jedes Schützenfest etwas ganz Besonderes ist, liegt ja schon fast in der Natur der Sache. Die Ottfinger respektive der erste und zweite Brudermeister setzten dem ihren in diesem Jubiläumsjahr dennoch buchstäblich die Krone auf: Peter Solbach holte sich den Kaiseradler, Markus Halbe den Königsaar. Ein weiterer Höhepunkt folgte dann im September mit dem Großen Zapfenstreich. Ein seltenes Ereignis, wird er in der viertgrößten Ortschaft der Gemeinde Wenden doch nur alle zehn Jahre gespielt. „Ihn haben wir der gesamten ehrenamtlichen Arbeit, allen Vereinen, Organisationen und Bürgern, die sich engagieren, gewidmet“, erläutert Pascal Halbe.

Und nun, vergangenes Wochenende, war dann also der „Rock in den Advent“. Viele Sitzungen hatten die Schützen bis dahin hinter sich gebracht, jede Menge Planungs- und Organisationsarbeit geleistet. Ein Geschenk machte sich der geschäftsführende Vorstand auch selbst. Er reiste - selbstredend auf eigene Kosten - nach Dublin. Vier Tage Irland, grüne Wiesen, glückliche Schafe und das sogenannte Wasser des Lebens. Warum sollte sich ein Sauerländer da nicht wohlfühlen?! Zumal nach so einem Kraftakt an Jubiläum, das man so schnell nicht vergessen wird. „Es hat uns alle zusammengeschweißt“, sagt Markus Halbe. „Es hat zusätzlichen Schwung gegeben. Und wenn die Ottfinger sich in Zukunft gerne daran erinnern und davon reden, ist das der schönste Lohn“, sagt Pascal Halbe.

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