Weiberfastnacht

Dräulzer Weiberumzug ein Meer von Farben und guter Laune

Weiberfastnachtszug Drolshagen 2018

Endlich mal wieder bei strahlendem Sonnenschein feiern die Weiber in Drolshagen ihren Dräulzer Fastnachtsumzug. Video: Hartwig Sellmann
Hartwig Sellmann Do, 08.02.2018, 18.45 Uhr

Endlich mal wieder bei strahlendem Sonnenschein feiern die Weiber in Drolshagen ihren Dräulzer Fastnachtsumzug. Video: Hartwig Sellmann

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Drolshagen.   Tolle Stimmung beim Altweiber-Umzug in Drolshagen. Nach zwei Jahren trüben Wetters beschert der Himmel den Jecken endlich wieder strahlenden Sonnenschein.

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Drolau, Drolau erschallte es bei kaltem Karnevals-Wetter in der Rosestadt, bekanntermaßen die Altweiber-Hochburg im Kreis Olpe. Petrus hatte dieses Mal ein Einsehen und spendete den vielen Tausenden Närrinnen und den natürlich geduldeten männlichen Jecken erträgliche Minusgrade, aber auch Sonnenschein. Kein Vergleich jedenfalls zum Platzregen und dem stürmischen Wind im Vorjahr.

13 Motivwagen und Fußgruppen

Die Dräulzer Weiber hatten wieder alles aufgeboten, was einen Umzug sehenswert macht: Die 13 Motivwagen bildeten zwar das Grundgerüst, aber für die richtige Atmosphäre sorgten vor allem die unzähligen Fußgruppen, die mit Begeisterung und bunten Kostümen das Publikum auf der Straße mit guter Laune ansteckten. Motto des Zuges: „Auch wenn die Regierung noch nicht steht, der Dräulzer Weiberumzug geht.“

Ob nun die flotten Bienen, die Hähnchen, die Lila oder die First Ladies - die Dräulzer Weiber brachten an Altweiber mal wieder tolle Motivwagen und Fußgruppen auf die Straße. Die Regenbogen-Fische der Netten Gecken, die Safari der Thekentänzer oder die ins Glück versetzte Wünne der First Ladies, um nur einige zu nennen, verwandelten die Innenstadt in ein Meer von Farben.

Der Höhepunkt auf der Bühne direkt neben dem Rathaus, von wo aus Axel Gosmann den Zug moderierte, war die Übergabe des riesigen Rathaus-Schlüssels. Bürgermeister Ulrich Berghof (CDU) ließ sich denn auch nicht lange bitten, als die Spätzünder aus Essinghausen um die weltliche Macht während der närrischen Tage baten.

Bevor Berghof seine Macht abgab, bewies er gesangliche und dichterische Fähigkeiten. Tönte die umgetextete, kölsche Hymne der Bläck Fööss noch etwas wacklig von den Stimmbändern, kamen ihm die eigenen Verse treffsicher über die Lippen: „Die letzten beiden Jahre standen wir im Regen, ich hatt’ schon geglaubt, an mir hätt’s gelegen...“

Wie gewohnt, nutzte er die Stunde auch für politische Schlenker: „Nach Jahren der Krise geht’s in Draulzen nun bergauf, 2016 und ‘17 hatten wir einen Lauf. Die schwarze Null steht und das nicht mal bange, was der Schäuble konnt’ in Berlin, in Drolshagen kann es der Lange.“

Die Gruppe der Spätzünder um Silke Clemens hatte gleich auch ein paar nette Zeilen mitgebracht: „Unsere erste Amtshandlung ist schnell gemacht, wir befehlen: Alle feiern bis spät in die Nacht...“ Der Befehl wurde von allen Untertanen ohne Widerworte ausgeführt.

Gastronomie im Aufwind

Die gastronomische Entwicklung kommentierte Bürgermeister Berghof: „Unser Marktplatz entwickelt sich fast schon fantastisch, Kathrin’s Kneipe hat geöffnet und im Hotel wird’s kroatisch. Damit sich beide dort halten, sind alle gefordert, also immer mal wieder hin, Essen und Getränke geordert.“

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