Kommunalpolitik

Bürgerfragestunde in Olpe: Jugend setzt Akzente

Bürger fragen, Kommunalpolitiker antworten:  Herbert Kranz, ehemaliger WP-Chrefredakteur und Moderator der Veranstaltung (achter von links) mit den Kommunalpolitikern, Mitgliedern des Jugendparlaments (links) und der Jungen Union (rechts).

Bürger fragen, Kommunalpolitiker antworten:  Herbert Kranz, ehemaliger WP-Chrefredakteur und Moderator der Veranstaltung (achter von links) mit den Kommunalpolitikern, Mitgliedern des Jugendparlaments (links) und der Jungen Union (rechts).

Foto: Nicole Voss

Olpe.   Der politische Nachwuchs zeigte sich im Kolpinghaus in Olpe interessiert

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Besonders beeindruckend bei der Traditionsveranstaltung: „Bürger fragen – Kommunalpolitiker antworten“ im Olper Kolpinghaus war das Interesse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Etwa zehn junge Menschen diskutierten engagiert mit und brachten ihre Themen auf den Punkt. Grundsätzlich ist die Berücksichtigung des politisch interessierten Nachwuchses ein Glücksgriff der Veranstaltung, zu der die Kolpingsfamilie Olpe eingeladen hatte.

Turnhalle ist wichtiges Thema

Stefanie Joebges, Mitglied des Jugendparlaments Olpe, ist ein gutes Beispiel für politische Unverdrossenheit. Die 14-Jährige sprach die für Jugendliche relevanten Themen rhetorisch gekonnt an. Dazu gehörten der mögliche Wegfall des Bolzplatzes in Sondern, die Einstellung des Schnellbusses von Olpe nach Siegen, fehlende überdachte Treffpunkte und wenig Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten. Nachdem die Kommunalpolitiker ihre unterschiedlichen Schwerpunktthemen, insbesondere das städtebauliche Handlungskonzept, die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes, Denkmalpflege, die Digitalisierung, Entstehung eines Museums, bezahlbarer Wohnraum und effektivere Prozesse im Rathaus genannt hatten, standen sie für Fragen der rund 40 anwesenden Bürger zur Verfügung, was eine angeregte Diskussion auslöste.

Volkher Pullmann monierte, dass die Realschulturnhalle, aus brandschutztechnischen Gründen nicht mehr nutzbar sei und kein Vereinssport ausgeübt werden könne. „Es besteht dringender Handlungsbedarf, auch den Hand- und Basketballern eine Alternative zu bieten“, so Pullmann. Carsten Sieg, CDU-Fraktionsvorsitzender, zeigte sich davon ebenso wie die weiteren Kommunalpolitiker überrascht und gab zu Bedenken: „Die Turnhalle ist nicht im alleinigen Besitz der Stadt Olpe. Es gibt einen Zweckverband mit Drolshagen. Es muss diskutiert werden, ob die Halle saniert oder abgerissen wird.“ Volker Reichel, SPD-Fraktionsvorsitzender: „Ich gehe nicht davon aus, dass die Halle abgerissen wird.“

Dörfer wieder mehr im Fokus

Aus dem Publikum kam der Appell, die Dörfer nicht „hinten runter fallen zu lassen“. Dem entgegnete Carsten Sieg mit dem Hinweis auf den Bau des neuen Dorfplatzes in Rhode, dem neuen Spielplatzkonzept der Stadt Olpe und der Regionale 2025, die Riesenchancen biete. Volker Reichel: „In den Orten und bei den Ortsvorstehern läuft es rund. Es sind ausreichend Bauplätze vorhanden.“

Während Andreas Zimmermann (UCW) von einem Trend sprech, dass junge Menschen wieder wieder in den Dörfern bauen würden, erinnerte Willi Hempelmann (Piraten) daran, dass es für das Leben auf den Dörfern wichtig sei, Kindergärten und Schulen zu erreichen. Andreas Stenzel, FDP-Fraktionsvorsitzender appellierte, die Jugendlichen mitzunehmen, und Johannes Truttmann (SPD) meinte, die Formen der politischen Mitarbeit müssten sich verändern.“ Markus Arens, CDU-Stadtverbandsvorsitzender, wollte den Trend erkannt haben, dass die Zahl der politisch interessierten Jugendlichen stark angestiegen sei.

Denkmalschutz wichtig

Herbert Kranz, ehemaliger WP--Redaktionsleiter und Moderator des Abends, rief den Wert des Denkmalschutzes in Erinnerung, der insbesondere die Olper Innenstadt betreffe. Markus Arens meinte, wie viele Denkmäler zu den 72 vorhandenen hinzukämen, hänge von der Denkmalbehörde des LWL ab.

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