Windkraft

Bürgerantrag der IG Gegenwind aus dem Frettertal abgelehnt

Das Thema Windkraft bleibt das vorherrschende Thema im Frettertal.

Das Thema Windkraft bleibt das vorherrschende Thema im Frettertal.

Foto: Patrick Seeger

Finnentrop.   Die Windkraftgegner aus Finnentrop fordern ein externes Artenschutzgutachten. CDU-Fraktion kann diesem Anliegen nicht folgen.

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Für die anwesenden Mitglieder der IG Gegenwind aus dem Frettertal endete die Haupt- und Finanzausschusssitzung am Dienstag mit einer Ernüchterung: Ihr Antrag auf Erstellung eines Umwelt- und Artenschutzgutachtens durch ein unabhängiges Sachverständigenbüro (wir berichteten) wurde von den neun Mitgliedern der CDU-Fraktion abgelehnt (bei vier Gegenstimmen der UWG, SPD und Freien Wähler). In ihrem Schreiben hatten die Windkraftgegner bemängelt, dass potenzielle Projektierer auf Finnentroper Gebiet solche Gutachten eigenständig in Auftrag gegeben hatten.

Für Ralf Helmig von den Christdemokraten ist das Schreiben nicht nachvollziehbar, zumal er betonte, dass er nur das im Jahr 2014 durch das Planungsbüro Wolters-Partner erstellte Gutachten kenne. „Und dort ist doch in allen potenziellen Suchräumen detailliert auf den Artenschutz eingegangen worden.“ Wofür also ein weiteres Gutachten? Ähnlich äußerte sich anschließend Bürgermeister Dietmar Heß, der seinen Standpunkt verteidigte und der Kritik, dass die von den Winkraftbauern in Auftrag gegebenen Gutachten nicht objektiv genug seien, widersprach.

Enge Absprachen mit Fachbehörden

Er betonte: „Diese Gutachten bedürfen einer engen Absprache mit den Fachbehörden und müssen absolut belastbar sein. Die Projektierer stecken hunderttausende Euro in ihre Vorplanungen und das werden sie sicherlich nicht tun, wenn diese Gutachten nicht haltbar sind.“ Zudem verwies er mehrfach darauf, dass es gar nicht die Aufgabe der Verwaltung sei, diese Gutachten zu prüfen. Und sie dazu auch gar nicht in der Lage sei. „Ich setze mich ja auch nicht mit der Statik von Bauten auseinander, wenn ich davon keine Ahnung habe“, ergänzte Heß, der zudem dafür warb, endlich wieder die ausgesetzten Gespräche aufzunehmen.

„Wir wollen wieder planen und steuern, nur das können wir nicht, so lange das Verfahren ausgesetzt ist. Deswegen kann ich einen Obergutachter, dessen Benennung sicherlich wieder Streit hervorrufen wird, nicht empfehlen.“

Zuspruch von der SPD

Zuspruch erfuhren die Windkraftgegner aus dem Frettertal von Seiten der SPD. „Ein unabhängiges Gutachten ist ein gutes Mittel, um vernünftige Entscheidungen zu treffen“, sagte Jens Nagel und ergänzte: „Wir sitzen hier als gewählte Vertreter und da kann ich Bürgeranträge grundsätzlich nur begrüßen.“ Und Günter Linn von der UWG-Fraktion erklärte, dass seine Partei dem Antrag ebenso folgen würde. „Allerdings empfehlen wir, dass die Verwaltung das Gutachten in Auftrag geben müsste.“ Was vorerst nicht passieren wird.

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