Einzelhandel

Buchhandlung Frey: Traditionsgeschäft in Attendorn seit 1879

Unser Bild zeigt die Mitarbeiterinnen der Buchhandlung Frey (von links) Lejla Tabacovic, Bärbel Schöne, Katrin Brettschneider, Sonja Hendrichs und Inhaber Michael Frey.

Unser Bild zeigt die Mitarbeiterinnen der Buchhandlung Frey (von links) Lejla Tabacovic, Bärbel Schöne, Katrin Brettschneider, Sonja Hendrichs und Inhaber Michael Frey.

Foto: Gerrit Cramer Fotograf cramer-fotografie.de gerrit-cramer.deGerrit Cramer / WP

Attendorn.  Inhaber Michael Frey übernimmt die Geschäftsführung im Jahr 1996. Er schafft damals auch den ersten Computer an und baut den Laden um.

Eines der ältesten Geschäfte in der Hansestadt, die Buchhandlung Frey, wurde am 3. September auf den Tag genau vor 140 Jahren gegründet. An diesem Tag im Jahre 1879 meldete der Buchhändler und Buchbindermeister Theodor Frey eine Buch- und Schreibwarenhandlung, in Verbindung mit einer Buchbinderei und einem Einrahmungsgeschäft, an.

Die ersten Geschäftsräume befanden sich an der Ecke Kirchplatz/Kölner Straße (heute Uhren-Gummersbach). Seit 1913 hat das Unternehmen seine Räumlichkeiten im Schüldernhof 2. Am Stammsitz im Herzen der Stadt Attendorn bietet die Buchhandlung Frey heute neben einem riesigen Sortiment an Büchern auch E-Books, DVD’s, Spiele und Geschenkartikel an.

Auf Beratung und Service wird großer Wert gelegt. In seinen Wanderjahren absolvierte der jetzige Inhaber Michael Frey die Buchhändlerausbildung in einer großen Buchhandlung in Moers; anschließend bildete er sich in Frankfurt zum Buchhandelsfachwirt weiter. Der Eintritt von Michael Frey als vierte Familiengeneration in das Unternehmen erfolgte im Jahre 1994.

Umfangreicher Umbau

Zwei Jahre später übergab ihm sein Vater Karl-Otto, der mittlerweile 70 Jahre alt war, die Geschäftsführung. Mit seinem Eintritt in die Buchhandlung schaffte Michael Frey auch den ersten PC an. So brauchte nicht mehr in dicken Katalogen nach Buchtiteln und Autoren gewälzt werden. Der neue Inhaber entschloss sich zu einem umfangreichen Umbau, um das Geschäft den veränderten Ansprüchen der Kundschaft anzupassen. Das war im Jahre 1998. Nach der Einrichtung einer eigenen Homepage (1999)mit einem Online-Bestellsystem kann der virtuelle Besucher „rund um die Uhr“ stöbern und direkt bestellen. Im Jahre 2008 wurde der Papier-, Büro- und Schreibwarenbereich in ein eigenes Geschäft ausgelagert. Im Papierhaus Frey in der Niedersten Straße 26 – 28 werden seitdem auf über 200 Quadratmeter die Sortimente Schreibwaren, Schule, Schulranzen, Büro, Papeterie und Trend/Saisonartikel angeboten. Den bisherigen Standort baute man als reine Buchhandlung, mit einem größeren Sortiment und Sitzgelegenheiten aus. Seitdem die Westfalenpost im Kreis Olpe erscheint, ist im Haus Frey die Anzeigen-Annahme möglich.

Zunächst bot die Druckerei den Service an und ab 1967 übernahm das die Buchhandlung Frey. Heutzutage gibt es bei der Buchhandlung den Leserservice Funke Medien. Dieser umfasst die Anzeigenschaltung, Fragen zu den Zeitungsabos der Westfalenpost/Westfälische Rundschau und den Kauf von WAZ-Tickets.

Neue Sortimente aufnehmen

Michael Frey, der jetzt selbst 25 Jahre im Unternehmen ist, resümiert: „Durch das Internet und die Digitalisierung hat unsere Berufsbranche einen rasanten Umbruch erfahren. Das bedeutet, Umstellungen vornehmen und neue Sortimente mit aufnehmen.“ Zu den Neuerungen gehört auch der sogenannte „Buchgenuss nach Ladenschluss“. Dahinter steckt, dass man sich einen Abend zwischen 19 und 22 Uhr alleine oder mit Familie, Freundinnen und Freunden in der Buchhandlung einschließen lässt, um einmal ungestört zu stöbern. Aus der Chronik ist zu entnehmen, dass nach dem Tod des Gründers (1931) die Brüder Franz und Theodor Frey den Geschäftsbetrieb weiterführten.

Im Jahre 1945 kamen Franz (Buchhandlung) und Theodor (Buchdruckerei, heute Frey Print + Media) überein, ihr Geschäft zu trennen. Bereits 1941 trat der Sohn von Franz Frey, Karl-Otto, in das Unternehmen ein. Als er 1962 den Betrieb übernahm, entschloss er sich mit seiner Frau Beate, diesen grundlegend umzubauen und zu modernisieren. Beate Frey war noch bis 2010 im Geschäft, zuletzt im Papierhaus Frey.

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