Natur

Borkenkäfer-Baumreste: Verbrennung im Kreis Olpe genehmigt

Baumreste, die vom Borkenkäfer befallen sind, können bis zum 15. März verbrannt werden.

Baumreste, die vom Borkenkäfer befallen sind, können bis zum 15. März verbrannt werden.

Foto: WP

Kreis Olpe.   Ab sofort können die Fichten, die vom Borkenkäfer befallen sind, bis zum 15. März verbrannt werden. Anzeigepflicht besteht.

Der Borkenkäfer leistete im vergangenen Jahr ganze und schädliche Arbeit. Die Hochtemperaturen führten zur größten Borkenkäferplage seit 1947. Nun ruft der Landesbetrieb Wald und Holz NRW zur Verbrennung des Schlagabraumes, der durch den Borkenkäfer entstanden ist, auf.

Seit April 2018 schaffte es ein einziger weiblicher Borkenkäfer über 100.000 Nachkommen zu entwickeln, so dass eine dritte Generation der Käfer entstand. Damit die Käfer nicht überwintern, soll der betroffene Schlagabraum ab sofort und bis zum 15. März 2019 verbrannt werden. „Das Verbrennen ist eine Präventionsarbeit, damit das Ausmaß nicht noch schlimmer wird“, sagt Marc Muckenhaupt vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW Forstamt Kurkölnisches Sauerland.

Sicherheitshalber Feuerwehr rufen

Wichtig sei es, dass die Auflagen eingehalten werden, so Muckenhaupt. Die Verbrennung ist zwar nicht genehmigungspflichtig, muss jedoch mindestens zwei Tage vorher beim Regionalforstamt Kurkölnisches Sauerland, Ordnungsamt und der Leiststelle des Kreises Olpe mit einer genauen Ortsangabe angezeigt werden. „Falls Passanten ein Feuer entdecken und die Feuerwehr rufen, weiß die Leitstelle, ob es sich um eine angemeldete Verbrennung handelt oder nicht. Das ist wichtig“, so Muckenhaupt. Personen, die eine Rauchentwicklung sehen, sollen dennoch vorsichtshalber die Leitstelle informieren.

Zudem sieht die Regelung vor, dass ein Mindestabstand von 200 Metern von bebauten Ortsteilen, 100 Metern von baulichen Anlagen, 50 Metern von öffentlichen Verkehrsflächen, zehn Metern von befestigten Wirtschaftswegen sowie 100 Metern von Hochspannungsleitungen einzuhalten ist. Bei starken Wind sollte die Verbrennung abgebrochen bzw. gelöscht werden.

Wichtig: Frist einhalten

Der Schlagabraum muss vor der Verbrennung zu einem Haufen konzentriert werden. „Damit Kleintiere nicht gefährdet werden, darf der Haufen jedoch erst kurz vorher aufgeschichtet werden. Vögel oder Hasen könnten dort sonst Unterschlupf suchen“, erklärt Muckenhaupt. Zudem muss das Feuer unter ständiger Beobachtung von mindestens zwei Personen - eine mindestens 18 Jahre alt - stehen.Verbrennungsrückstände sollen anschließend in den Boden eingearbeitet werden. Aus Sicherheitsgründen sollte zudem ausreichend Löschwasser sowie eine Zufahrt für Feuerwehrfahrzeuge zur Verfügung stehen.

Dass die Frist eingehalten wird, sei besonders wichtig, erklärt Muckenhaupt. „Wir haben das Limit bis zum 15. März 2019 gesetzt, weil es sonst zu warm wird und eine Waldbrandgefahr entstehen könnte“, erklärt der Förster und fügt hinzu: „Zudem beugen wir einem Ausschwärmen der Borkenkäfer vor.“ Denn ab 16,5 Grad werde der Käfer wieder aktiv und könne weitere Bäume befallen.

Die Verbrennung des Schlagabraumes der befallenen Fichten ist vom Landesbetrieb werktags von 6 bis 16 Uhr erlaubt.

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