Industriedenkmal

Bald klappert die Eichener Mühle wieder

Die Eichener Mühle ist eine Bannmühle des Klosters Drolshagen gewesen. Bauern aus der Umgebung durften nur hier ihr Korn mahlen lassen. Foto:Josef Schmidt

Foto: Josef Schmidt

Die Eichener Mühle ist eine Bannmühle des Klosters Drolshagen gewesen. Bauern aus der Umgebung durften nur hier ihr Korn mahlen lassen. Foto:Josef Schmidt Foto: Josef Schmidt

Drolshagen.   Gründungsversammlung des Fördervereins zur Erhaltung der ältesten Betriebsstätten des Kreises Olpe.

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Die Eichener Mühle muss auf jeden Fall erhalten werden. Darüber sind sich die Mitglieder des neu gegründeten Fördervereins zur Erhaltung der Eichener Mühle e.V. einig. 25 Interessierte hatten sich jetzt zur Gründungsversammlung eingefunden.

Zunächst stellte Dr. Rolf Heinen das Projekt vor. Die Planung läuft bereits seit 2014, aber erst im Herbst 2016 lagen die Richtlinien zur Förderung über EU-Mittel vor. Teilnehmer der Vereinsgründung waren unter anderem Bürgermeister Ulrich Berghof (CDU), Vorstandsmitglieder des Heimatvereins, von Drolshagen-Marketing, des Dorfverschönerungsvereins Eichen sowie Familienmitglieder des Eigentümers der Eichener Mühle, Manfred Maiworm. Damit, so der Verein, wurde die regionale Bedeutung des Projektes einmal mehr unterstrichen.

Eine der ältesten Betriebsstätten

Die Technik der bereits 1512 erwähnten Bannmühle des ehemaligen Zisterzienser-Klosters Drolshagen soll mit Wasserrad, Mahlstuhl und Sägegatter wieder reaktiviert und für Besucher regelmäßig geöffnet werden. Dies ist eine große Aufgabe, der umfangreiche Restaurierungsarbeiten vorausgehen. Zur nachhaltigen Belebung der Eichener Mühle sind zusätzlich Vorträge, Dokumentationen, Modelle und Exkursionen zum Thema historische und moderne Wasserkraftnutzung in Vorbereitung.

Die Eichener Mühle gilt als eine der ältesten Betriebsstätten des Kreises Olpe. Gebäude, Technik, Mühlengewässer stehen unter Denkmalschutz.

Den Anwesenden wurde die vorbereitete Satzung des Vereins vorgestellt. Sie wurde ohne Änderung und einstimmig beschlossen und von sieben Mitgliedern der Versammlung unterzeichnet. Der geplante Nutzungsvertrag mit dem Eigentümer wurde ohne Gegenstimmen akzeptiert, auch der Jahresbeitrag von 15 Euro. Das neugewählte Vorstandsteam besteht nun aus Bürgermeister Uli Berghof, Rolf Heinen, Marcus Clemens und Joachim Nierhoff. Rechtsanwalt Thomas Gosmann, der das Projekt seit Beginn der Planung vor drei Jahren begleitet, wird nun die nächsten Schritte gegenüber Amtsgericht und Finanzamt einleiten.

Bewilligungsbescheid wohl im April

Nach den Wahlen besprach man die vorrangigen Maßnahmen, um das ehrgeizige Projekt zu realisieren. Die Arbeiten an der Technik werden mit dem Ersatz des Wasserrades und der Instandsetzung des gesamten technischen Leistungsstranges einschließlich der Transmissionen beginnen. Vorbesprechungen mit den zuständigen Behörden des Kreises zum Wasserrecht, zum Denkmalschutz, Umweltschutz haben bereits im Vorfeld stattgefunden. Bis Ende 2018 soll die Technik wieder funktionsfähig sein.

Heinen machte deutlich: „Die Arbeiten können erst nach der Bewilligung der Fördermittel aufgenommen werden, da erst ab diesem Zeitpunkt die Förderfähigkeit gegeben ist.“ Das gelte auch für Eigenleistungen. Vorstandsmitglied Heinen schätzt, dass der Bewilligungsbescheid Ende März/Anfang April vorliegen wird.

Bäckerei Maiworm hat ihre Wurzeln in der Mühle

Im Anschluss an die Gründungsversammlung des Fördervereins schloss sich noch ein kleines, geselliges Beisammensein an, bei dem es Gebäck aus der Bäckerei Maiworm gab.

Die Bäckerei Maiworm entwickelte sich damals aus dem ehemaligen Backstube der Eichener Mühle, hat also dort ihre Wurzeln.

Die Internetpräsentation zu Themen der Eichener Mühle wird zunächst – wie bisher – über das Drolshagen–Marketing geplant. Dann können sich alle Interessierten online über den Fortgang des Projektes informieren.

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