Brennpunkt Ausbildung

Azubi Leon König engagiert sich für Tourismus in der Region

So lässt es sich leben. Und arbeiten. Leon König ist im Rahmen seiner kaufmännischen Ausbildung momentan in der Gastronomie des Aquamagis in Plettenberg eingesetzt.

So lässt es sich leben. Und arbeiten. Leon König ist im Rahmen seiner kaufmännischen Ausbildung momentan in der Gastronomie des Aquamagis in Plettenberg eingesetzt.

Foto: Dominik Brendel

Plettenberg/Olpe.   Leon König ist ein Verbundauszubildender: Im Sommer betreut der 21-Jährige aus Windhausen Campinggäste in Attendorn und im Winter Badeurlauber in Plettenberg.

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Leon König hat einen Arbeitsplatz mit paradiesischem Flair. Während er kühle Piña Coladas an einen kleinen Tisch unter Palmen serviert, springen hinter ihm kreischende Kinder ins Wasser, Frauen in Bikinis entspannen ein paar Meter weiter auf gemütlichen Liegen. Aber König ist nicht in der Karibik, sondern im Erlebnisbad Aquamagis in Plettenberg, wo er eine Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit absolviert. Und der 21-Jährige aus Windhausen grinst zufrieden: „Es ist schon schön, hier zu arbeiten.“

Der Beruf

Kaufleute für Tourismus und Freizeit organisieren Veranstaltungen für Touristen, beraten und informieren Urlauber bei der Freizeitgestaltung, aber betreuen sie auch. Sie sitzen also nicht den ganzen Tag im Büro und suchen nach dem günstigsten Flug nach New York oder dem besten Hotel in Paris. Kaufleute für Tourismus und Freizeit sind Ansprechpartner für Aktivitäten in ihrer Region, sei es ein Konzertbesuch oder ein Ausflug in einen Freizeitpark. „Das Sauerland ist eine tolle Region mit vielen Attraktionen“, wirbt Leon König. Marketing und Öffentlichkeitsarbeit gehören ebenso zum Beruf, wie kaufmännische Aufgaben, zum Beispiel Buchhaltung.

Die Ausbildung

Dass Leon König mal im spektakulären Aquamagis in Plettenberg arbeiten würde, wusste er zu Beginn seiner 36-monatigen Ausbildung nicht. Denn König ist eigentlich Azubi auf dem Campingplatz Hof Biggen, mittlerweile im zweiten Jahr. Weil dort der Andrang in den kalten Monaten überschaubar ist, haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, ihre Lehrlinge im Rahmen einer Verbundausbildung auch in andere Unternehmen hineinschnuppern zu lassen.

Drei Monate arbeitet Leon König nun im Erlebnisbad. „Ich finde, es ist für die Auszubildenden eine tolle Möglichkeit, mehrere Unternehmen kennenzulernen“, sagt Jens Boenicke, Inhaber des Campingplatzes Hof Biggen. „Ich bekomme ganz neue Blickwinkel hier“, pflichtet der Azubi bei und betont, dass er seine Ausbildung unbedingt in seiner Heimatregion machen wollte: „In die Großstadt zu ziehen, kam für mich nicht in Frage. Meinen Freunden geht es genau so.“ Eine Aussage, die Aquamagis-Geschäftsführer Uwe Allmann beeindruckt: „Eigentlich wollen die jungen Leute ja das große weite Leben, in große Städte und an die Uni. Daher haben wir ja allerorts den Fachkräftemangel. Dagegen muss man sich gute Modelle wie eben die Verbundausbildung einfallen lassen.“

Der Betrieb

Der Campinghof Biggen in Attendorn ist einer der wenigen Campingplätze in NRW, die selbst ausbilden. Vier Azubis beschäftigt Jens Boenicke zur Zeit, zwei davon als Kaufleute für Tourismus und Freizeit. 350 Stellplätze werden auf dem kinder- und familienfreundlichen Campinghof betreut, wo auch Wohnwagen vermietet werden. Die 60 000 Quadratmeter große Wiese sowie der anliegende Ahauser Stausee sind zwei Attraktionen. Wem das nicht genug ist, der kann sich in der Ausbildung auf Abwechslung im Aquamagis freuen. Neben vielen Rutschen und Schwimmbecken lohnt sich insbesondere das paradiesische Flair.

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