Autobahnausbau

Ausbau des Autobahnkreuzes Olpe/Süd sorgt für Gesprächsstoff

Das Autobahnkreuz Olpe/Süd.

Foto: Hans Blossey

Das Autobahnkreuz Olpe/Süd. Foto: Hans Blossey

Wenden/Olpe.   Die Diskussion über das neue Gewerbegebiet, die Autobahnanbindung und die Streckenführung durch Saßmicke sind in vollem Gang.

Bis die ersten Bagger für den sechsspurigen Ausbau des Autobahnkreuzes Olpe/Süd rollen, werden zwar noch einige Jahre ins Land gehen, in Wenden und Saßmicke hat er jedoch eine lebendige Diskussion in Gang gesetzt (wir berichteten). Der Leiter des Landesbetriebs Straßenbau (Straßen NRW), Ludger Siebert, klärte im Gespräch mit unserer Zeitung darüber auf, dass in diesem Jahrzehnt mit einem Baubeginn keinesfalls zu rechnen sei: „Es sind noch einige Hürden zu nehmen, möglicherweise ist ein Planfeststellungsverfahren erforderlich.“

Der Wunsch aus Wenden, ein neues interkommunales Gewerbegebiet mit Olpe an die A 4 anzuschließen, könne natürlich Sinn machen: „Wenn wir dort schon eine solch umfangreiche Maßnahme in Angriff nehmen, fragen wir nach den Wünschen der Kommunen.“

Talbrücke wird verlagert

Seine Behörde favorisiere zwei Varianten, um das von Wenden gewünschte neue Gewerbegebiet Ruttenberg anzuschließen. Einmal mit Hilfe einer Untertunnelung der A 45, die Saßmicke nicht betreffen würde, aber eben als zweite Variante über eine Straße entlang der A 45 und unter der Talbrücke Saßmicke hindurch.

Bei der etwa 50 bis 60 Meter langen Tunnel-Lösung, behördentechnisch eher eine Brücke, müsse allerdings mit Mehrkosten von grob geschätzten drei Millionen Euro gerechnet werden, die von den beteiligten Kommunen zu tragen wären.

Bürgermeister weiß von Schätzung nichts

Was die Saßmicker Variante angehe, sei zu berücksichtigen, dass das Talbrücken-Ende im Zuge des Ausbaus Richtung Süden verlagert werde. Die neue Straße, gegen die Saßmicke protestiere, verlaufe dann in einer größeren Entfernung vom Ort, als das heute erscheine.

Wendens Bürgermeister Bernd Clemens (CDU) sagte gestern auf Anfrage, dass er die Mehrkosten-Schätzung von rund drei Millionen Euro für den A 45-Tunnel noch nicht kenne. Zur Frage, ob diese Mehrkosten tatsächlich von den beteiligten Kommunen getragen werden müssten, wies Clemens daraufhin, dass über diese Finanzierung noch nicht gesprochen worden sei: „Wir gehen davon aus, dass eine erhebliche Förderung möglich ist, da auch eine stark befahrene Ortsdurchfahrt entlastet wird.“

Olpes Bürgermeister Peter Weber (CDU) legte gestern Wert auf die Feststellung, dass er gegen die durch Saßmicke führende Variante sei: „Im Gespräch mit der Saßmicker Ortsvorsteherin Sandra Kurz-Schneider habe ich das auch klar gesagt.“ Er favorisiere ganz klar die Tunnel-Lösung unter der A 45. Weber: „Saßmicke ist durch die Autobahn schon erheblich belastet. Die Zuwegung entlang der A 45 und unter der Talbrücke Saßmicke kommt für uns nicht in Frage.“ Bei dem Gespräch seien auch Markus Bröcher, Ratsherr für Rüblinghausen und Saßmicke dabei gewesen sowie Saßmickes Kreistagsabgeordneter Peter Gummersbach.

Wohlstand durch Gewerbeflächen

Er sei selbstverständlich grundsätzlich für die Ausweisung von weiteren Gewerbeflächen, sagte Weber: „Das ist für die wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt wichtig. Dort wird der wirtschaftliche Wohlstand erwirtschaftet, Arbeitsplätze werden geschaffen.“ Zunächst gelte die Aufmerksamkeit der Stadt Olpe aber dem zweiten und dritten Bauabschnitt des Gewerbeparks Hüppcherhammer. Danach wolle er eine interkommunale Zusammenarbeit mit Wenden nach dem Vorbild Hüppcherhammer (mit Drolshagen) nicht ausschließen.

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