Parkplatz

Attendorn: Parkplatz Mühlwiese – Fußgängerbrücke freigegeben

Die Fußgängerbrücke am Parkplatz Mühlwiese ist nun offiziell freigegeben: Bürgermeister Christian Pospischil schneidet symbolisch ein Absperrband ab. Neben ihm stehen Tiefbauamtsleiter Michael Koch (rechts) und dessen Kollege Michael Honka (links). Im Hintergrund stehen Bauleiter Michael Schieber (rechts) und Gregor Stritzke von der Firma Quast aus Marienheide.

Die Fußgängerbrücke am Parkplatz Mühlwiese ist nun offiziell freigegeben: Bürgermeister Christian Pospischil schneidet symbolisch ein Absperrband ab. Neben ihm stehen Tiefbauamtsleiter Michael Koch (rechts) und dessen Kollege Michael Honka (links). Im Hintergrund stehen Bauleiter Michael Schieber (rechts) und Gregor Stritzke von der Firma Quast aus Marienheide.

Foto: Flemming Krause

Attendorn.  Darauf werden Autofahrer, die ihren Wagen auf dem Parkplatz an der Südumgehung abstellen, sehnlich gewartet haben. Kurze Weg in die Oststadt.

Ab und an, wenn es der Terminkalender zulässt und Bürgermeister Christian Pospischil etwas Zeit hat, dann lässt der Ennester am Morgen sein Auto am Parkplatz Mühlwiese an der Südumgehung in Attendorn stehen. Von dort sind es zu Fuß etwa zehn Minuten bis zum Rathaus. „Dann komm ich ein bisschen an die frische Luft und treffe auch viele Leute“, erzählte der Bürgermeister am Freitagmorgen beim Vor-Ort-Termin am Parkplatz.

Hintergrund des Treffens waren indes weniger Pospischils morgendliche Autorouten, sondern vielmehr die offizielle Eröffnung der neuen Fußgängerbrücke, die den Parkplatz mit der Straße „Am Zollstock“ verbindet (wir berichteten). Wer künftig kostenlos an der Südumgehung parkt, ist somit in Windeseile an der Atta-Höhle, am Bahnhof, am Kino oder am Allee-Center. Und kann dabei sogar einen kurzen Blick auf die Bahngleise sowie auf Teile der Stadt erhaschen.

Die neue Brücke, die schon durch ihr äußeres Erscheinungsbild mit Stadtwappen, Silhouette und dem Schriftzug „Hansestadt Attendorn“ ins Auge fällt, ist etwa 20 Meter lang und hat rund 900.000 Euro gekostet. Wer bei Dunkelheit hier parkt oder auf der Südumgehung fährt, erkennt die Brücke auch dank ihrer Beleuchtung. Kleine Einschränkung: Einen Aufzug an den beiden Türmen zwischen der eigentlichen Brücke gibt es nicht, sie ist also nicht barrierefrei zu überqueren. Mit der Bahn, so Pospischil, sei eine ebenerdige Querung der Bahnschienen nicht zu machen.

Zuwegung zu den Türmen

Allerdings geht die Stadtverwaltung auch nicht davon aus, dass der Parkplatz verstärkt von mobilitätseingeschränkten Personen genutzt wird – diese sollen weiter in der Stadt parken. Gedacht ist der Parkplatz in erster Linie für Besucher und Beschäftigte, die in der Attendorner Innenstadt ihr Geld verdienen. Einen barrierefreien Fußweg vom Parkplatz zur Stadt gibt es natürlich trotzdem – entlang der Bahngleise bis zum Wassertor und dann beispielsweise ins Stadtzentrum. Dieser Weg ist auch beleuchtet. Dass die Brücke, die seit wenigen Wochen steht, erst jetzt freigegeben wurde, hängt unter anderem damit zusammen, dass die beauftragte Tiefbaufirma Kebben aus Attendorn noch die Zuwegung zu den Türmen fertigstellen musste.

Gregor Stritzke von der Firma Quast aus Marienheide, die die Brücke hergestellt hat, freut sich vor allem darüber, dass die gesamte Technik innerhalb der Stützen versteckt wurde: „Die Leute sehen also weder die Verkabelungen für die Beleuchtung noch die Entwässerungstechnik.“ Er bedankte sich zudem bei den unmittelbaren Anliegern und Nachbarn wie beispielsweise bei der LEWA, über deren Grundstück der große Kran für die Errichtung der Brücke fahren konnte.

Dem Dank schloss sich Bürgermeister Pospischil nahtlos an und betonte noch einmal, dass Autofahrer auf dem Parkplatz Mühlwiese stressfrei parken könnten und nun entlang der Gleise zum Wassertor oder direkt über die Brücke eine gute Anbindung an die Stadt hätten. Er selbst mache, wie anfangs erzählt, von diesem Angebot immer mal wieder Gebrauch.

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