Schülerfahrverkehr

Attendorn: Maskenpflicht besteht auch an der Bushaltestelle

Ein typisches Bild um kurz nach 13 Uhr an der Haltestelle "Ursula-Schulen": Die Schüler warten auf den Einstieg in den Bus. Nicht alle halten sich jedoch an die Vorgabe, auch hier eine Maske zu tragen

Ein typisches Bild um kurz nach 13 Uhr an der Haltestelle "Ursula-Schulen": Die Schüler warten auf den Einstieg in den Bus. Nicht alle halten sich jedoch an die Vorgabe, auch hier eine Maske zu tragen

Foto: Flemming Krause

Attendorn.  Laut Georg Hippler vom Attendorner Schulamt halten sich jedoch viele Schüler nicht an die Spielregeln. Dabei drohen Bußgelder bis zu 150 Euro:

In den Klassenräumen und in den Schulbussen halten sich die Schüler vorbildhaft an die strenge Maskenpflicht. Deshalb macht sich die Stadt Attendorn als Schulträger derzeit auch keine allzu großen Sorgen um das Verhalten der Schüler in Bus und Schulgebäude.

Allerdings, das machte Schuldezernten Klaus Hesener am Mittwochabend im Rat deutlich, würden sich viele Jugendliche nach dem Verlassen der Schulgebäude und vor dem Betreten der Busse nicht mehr so scharf an die Regeln halten. Gerade an den Bushaltestellen, so Hesener, „scheint die Bereitschaft, die Maske aufzubehalten, zu schwinden.“

Vor einigen Tagen hatte deshalb Schulamtsleiter Frank Burghaus eine Rundmail geschrieben. Wesentlicher Inhalt: Die Schulleiter sollten Schüler und Eltern sensibilisieren und ihnen klar machen, dass Verstöße gegen die Maskenpflicht an Bushaltestellen mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro geahndet würden. Burghaus macht klar: „Der Welpenschutz ist jetzt vorbei.“

Hippler: Jeder zweite Schüler missachtet die Regel

Sein Stellvertreter Georg Hippler hat ein genaues Auge auf das Verhalten der Schüler an den Bushaltestellen und betont: „Schätzungsweise 50 Prozent der Schüler halten sich an den Haltestellen nicht an die Maskenpflicht. Es sind eher die Jugendlichen als die Grundschüler, die auch häufig von ihren Eltern gebracht und geholt werden.“

Dass es keine leichte Aufgabe sei, die Situation nach dem Verlassen der Schulgebäude zu kontrollieren, weiß auch Markus Ratajski, Schulleiter am St.-Ursula-Gymnasium. „Es ist ja nur allzu menschlich, dass man die Maske auch mal absetzt und nicht immer auf den Abstand achtet“, sagt er – und mahnt dennoch. Ähnlich äußert sich Daniela Greitemann, die das Sagen am Rivius-Gymnasium hat: Noch vor den Herbstferien und damit vor dem zweiten Lockdown habe auch sie beobachtet, dass die Schüler auf dem Wall „etwas entspannter“ mit den Regeln umgegangen seien – mittlerweile sei das aber nicht mehr der Fall. „Wir sind permanent mit unseren Schülern im Gespräch und weisen sie auf die Regeln hin.“ Zur Situation an den Bushaltestellen könne sie indes nichts sagen, weil sie dort auch nicht vorbeikomme.

Zwei zusätzliche Busse geordert

Im Übrigen hat die Stadt zwecks Entzerrung im Schülerfahrverkehr zwei zusätzliche Busse geordert. Zum einen auf der Linie R 98, die von Rönkhausen über Finnentrop und Heggen bis nach Attendorn fährt. Dieser zusätzliche Bus der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS), den die Stadt in Vorkasse bezahlt, soll planmäßig bis zu den Winterferien fahren. Ein weiterer Bus fährt in Verantwortung der Märkischen Verkehrsbetriebe die Schüler auf der L 270 von der Hanseschule in Richtung Plettenberg.

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