Innenstadtentwicklung

Attendorn: Große Treppe samt Rampe soll Kirchplatz aufwerten

Fotomontagen vom Alten Markt und Kirchplatz in Attendorn: So könnte der Platz nach der Umgestaltung aussehen. 

Fotomontagen vom Alten Markt und Kirchplatz in Attendorn: So könnte der Platz nach der Umgestaltung aussehen. 

Foto: B.S.L. Architekten

Attendorn.  Klaus Schulze vom Planungsbüro BSL aus Soest stellte im Bauausschuss die grobe Entwurfsplanung für den Alten Markt und Kirchplatz vor.

Ähnlich wie Rathaus- und Klosterplatz soll im Zuge des Innenstadtentwicklungskonzeptes künftig auch das Areal zwischen Sauerländer Dom und Südsauerlandmuseum in Attendorn aufgewertet werden. Die Planungen sehen sowohl am Rathaus als auch am Alten Markt einen großen Platz mit Aufenthaltsqualität vor.

„So richtig prickelnd ist das bislang nicht“, wies Landschaftsarchitekt Klaus Schulze vom beauftragten Planungsbüro B.S.L. aus Soest auf den aktuellen Zustand hin. Er stellte am Dienstagabend im Bauausschuss eine grobe Entwurfsskizze zur Umgestaltung Alter Markt und Kirchplatz vor. Grundsätzlich sei geplant, dass sich der Kirchplatz großzügig zum Alten Markt hin öffnet, erklärte der Fachmann. Das sei so auch im besagten städtischen Konzept vorgesehen.

Das Soester Büro schlägt vor, den Aufgang zur Kirche mit einer größeren Treppe samt Sitzelementen und einer Rampe zu versehen. Dafür würden Teile der Mauer weichen. Übrig bliebe in diesem Falle eigentlich nur ein Stück Mauer im hinteren Bereich, also Richtung Café Harnischmacher. Mit einer, wie Schulze erklärte, ruhigen und blühenden Bepflanzung. Mit einer Ausnahme würden alle Bäume erhalten bleiben.

Wichtig ist den Soestern die Rampe, um eine Barrierefreiheit zu gewährleisten. „Dadurch kann jeder ganz selbstverständlich auf den Kirchplatz gelangen, das erachten wir als eine hohe Qualität“, betonte Schulze.

Info-Tafel soll weichen

Veränderungen wird es wohl auch rückseitig der Kirche geben, also vor dem Pfarrhaus. Dort soll zum einen das Beet etwas zurückgenommen werden und zum anderen die Info-Tafel weichen. Dadurch würde beispielsweise mehr Platz für das Semmelsegnen geschaffen. Eine weitere Idee sieht vor, den Weihnachtsbaum künftig vor dem Eingang zum Sauerländer Dom aufzustellen, genauso wie eine Stele. Ein Gedanke, mit dem sich Pfarrer Andreas Neuser noch nicht so recht abfinden kann. Dennoch betonte er im Ausschuss, dass die Zusammenarbeit gut sei und die Kirchengemeinde in die Planungen voll involviert würde.

Auf dem Alten Markt können sich die Soester Fachleute gut vorstellen, einen Maibaum temporär aufzustellen. „Das würde auch nicht zu Problemen mit dem Wochenmarkt führen“, sagte Schulze. Der Baum könnte im Zentrum des Platzes stehen. An Ort und Stelle bliebe hingegen der Brunnen. „Allerdings wollen wir ihn attraktiver gestalten“, ergänzte Schulze und meinte damit etwa die Schaffung von Sitzplätzen am Becken. Diskutiert wurde in den politischen Gremien in der jüngeren Vergangenheit bereits, ob der Brunnen nicht komplett weichen sollte.

„Er hat jedoch einen wirklich großen historischen Wert für den Alten Markt“, schob Tiefbauamtsleiter Michael Koch dieser Idee einen Riegel vor. Bereits im Umweltausschuss hatten Uli Bock, Fraktionsvorsitzender der SPD, und Meinolf Schmidt von der UWG, dass mit der konkreten Umsetzung dieser Maßnahme frühestens Anfang nächsten Jahres begonnen werde. Hintergrund ist, dass sich laut der Lokalpolitiker Einzelhändler rund um den Alten Markt Sorgen um ihr Weihnachtsgeschäft machen, falls die Bagger zu dieser Zeit schon anrücken würden. „Diese Ängste sollten wir tunlichst ernst nehmen“, betonte Uli Bock.

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