Infrastruktur

A 45 beeinflusst Wendener Planung

Blick auf Gerlingen mit den Gewerbe- und Industriegebieten „Auf dem Ohl“, „Auf der Mark“ und den Autobahnen A 4 und A 45.

Foto: Christian Huber

Blick auf Gerlingen mit den Gewerbe- und Industriegebieten „Auf dem Ohl“, „Auf der Mark“ und den Autobahnen A 4 und A 45. Foto: Christian Huber

Wenden.   Gemeinde stimmt sich für Flächennutzungsplan mit Landesbetrieb Straßen ab. Aachener Büro stellt Verkehrsgutachten in Sondersitzung des Rates vor.

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Die Gemeinde Wenden arbeitet an der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes. Das ist ein komplexes Thema, besonders wenn es um die Verkehrssituation geht. Um die verschiedenen Möglichkeiten vorzustellen, lädt die Gemeinde deshalb am 17. Januar zu einer Bürgerversammlung ein.

Um auch die Belange des überörtlichen Verkehrs nicht außer Acht zu lassen, arbeitet die Gemeinde mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW zusammen, um deren Planungen mit ihren eigenen abzustimmen. Im Vordergrund steht dabei der geplante sechsspurige Ausbau der A 45. Straßen.NRW wird für den Abschnitt Olpe-Freudenberg 2021 in ein Planfeststellungsverfahren einsteigen und hat darauf hingewiesen, dass kommunale Planungen, die unmittelbar auf die Verkehrsachse der A 45 einwirken, frühzeitig eingebunden werden müssen.

Zwei Standorte betroffen

Für die Gemeinde Wenden sind im Zusammenhang mit den Bauarbeiten an der A 45 vor allem zwei mögliche Maßnahmen von Belang, die zumindest näher geprüft werden sollen, damit keine Chancen vertan werden. Konkret geht es dabei um die langfristige Entwicklung an den Standorten Hünsborn-West und Gerlingen-Nord.

Eine weitere Entwicklung in Hünsborn über die geplanten zehn Hektar hinaus wird über das vorhandene Straßennetz nicht mehr funktionieren, so dass ein neuer Autobahnanschluss im Bereich der Autobahnbrücke über die L 564 (Siegener Straße) mitgedacht werden muss.

In Gerlingen ist die Planung eines interkommunalen Gewerbegebietes im letzten Quadranten des Autobahnkreuzes A 4/A 45 grundsätzlich vorstellbar. Dessen Erschließung wäre aber nur sinnhaft über eine direkte Anbindung an die Anschlussstelle Wenden bzw. an das bestehende Industriegebiet „Auf der Mark“. Auf diese Weise ließe sich auch die Verkehrsbelastung im Ortskern Gerlingen deutlich reduzieren, so die Gemeindeverwaltung.

Denkbare Auswirkungen

Mit diesen Feststellungen wurde das Aachener Büro der Ingenieurgruppe für Verkehrswesen und Verfahrensentwicklung (IVV) konfrontiert, das schon viele Verkehrsgutachten für die Gemeinde entwickelt hat, unter anderem zur Ortsumgehung Gerlingen. In einem Gutachten hat die IVV für beide Bereiche mehrere Planfälle und deren Auswirkungen untersucht. In einer Sondersitzung des Gemeinderates am Mittwoch, 17. Januar, 17 Uhr, wird die Diplom-Geografin Sylke Schwarz vom Büro IVV die Ergebnisse vorstellen. Nach der Diskussion im Gemeinderat können Bürgerinnen und Bürgern Fragen stellen.

Da reges Interesses von Seiten der Bürgerschaft erwartet wird, findet die Sondersitzung des Rates am Mittwoch, 17. Januar, in der Aula des Konrad-Adenauer-Schulzentrums in Wenden statt.

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