Parkplätze

200 weitere Parkplätze sind in Attendorner Stadt entstanden

Hier können Besucher der Hansestadt Attendorn beispielsweise parken: Am Feuerteich in Attendorn gibt es 85 Parkplätze.

Hier können Besucher der Hansestadt Attendorn beispielsweise parken: Am Feuerteich in Attendorn gibt es 85 Parkplätze.

Foto: Flemming Krause / WP

Attendorn.  Bauamtsleiter Carsten Graumann stellt die Entwicklungen am Montagabend im Ausschuss vor. Rolf Schöpf (CDU) ist das Gejammer Leid.

Rolf Schöpf macht aus seinem Unmut keinen Hehl. Den CDU-Politiker aus Attendorn nervt die immer wieder aufflackernde Diskussion gewaltig, dass es in der Innenstadt nicht ausreichend Parkplätze geben und die Stadtverwaltung zu wenig gegen diesen kolportierten Missstand unternehmen würde.

„Diese Kritik muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen“, betonte der Christdemokrat am Montagabend im Umwelt- und Planungsausschuss, nachdem Bauamtsleiter Carsten Graumann einen kurzen Überblick über die verfügbaren Parkmöglichkeiten in der Innenstadt gegeben hatte. Die Zahlen aus dem Rathaus verdeutlichen, dass sich die Situation in den vergangenen Jahren tatsächlich entspannt hat. Oder zumindest entspannt haben soll. Im Jahr 2015 gab es in der Innenstadt laut Angaben Graumanns 867 Parkplätze, von denen 729 von Besuchern auch genutzt werden konnten. Die restlichen Stellplätze waren damals wie heute vermietet, beispielsweise an Mitarbeiter der Verwaltung. Vier Jahre später, im September dieses Jahres, gibt es laut Graumann bereits 1055 verfügbare Parkplätze im Stadtkern, also knapp 200 mehr als vor vier Jahren.

Angebot besser als der Ruf

Von diesen 1055 Parkbuchten sind 833 für Besucher der Innenstadt, die beispielsweise einen kurzen Einkauf erledigen möchten, gedacht, die anderen sind vermietet. „Unser Parkplatzangebot ist also viel besser als sein Ruf“, verteidigt Bürgermeister Christian Pospischil das Angebot etwa vom Kölner Tor bis zum Bahnhofsgelände. Am Montagabend äußerte er sich in diesem Zusammenhang nochmal deutlich zum neuen Parkplatz Mühlwiese an der Südumgehung. Bekanntlich wird dieser Parkplatz, der kostenfrei und ganztägig nutzbar ist und unter anderem für Langzeitparker, die in der Stadt arbeiten, gedacht ist, bislang noch sehr wenig frequentiert (wir berichteten kürzlich). Offenbar scheuen einige Autofahrer den kurzen Fußweg in die Innenstadt und suchen sich lieber direkt vor ihrem Ziel einen Parkplatz.

„Mit der Zeit wird der Parkplatz Mühlwiese deutlich mehr genutzt, davon gehe ich fest aus. Es muss zunächst der Gewöhnungseffekt eintreten“, ist Pospischil optimistisch. Zumal bis Ende dieses Jahres noch eine Brücke über die Gleise gebaut werden soll, über die man schnell Richtung Kino oder Atta-Höhle gelangen kann. Auch am Feuerteich habe es gedauert, ehe der dortige Parkplatz von den Besuchern der Stadt vermehrt genutzt wurde, erinnert der Bürgermeister.

Beschilderung zum Kino

Den Parksuchraumverkehr wolle die Stadt weiter entspannen, unter anderem durch ein Parkleitsystem in Form von klassischen Schildern, die zu den diversen Parkplätzen weisen. Entsprechende Pläne liegen laut Tiefbauamtsleiter Michael Koch bereits in der Schublade und sollen im Zuge des Innenstadtentwicklungskonzeptes nach und nach abgearbeitet werden. „Die Dinge sind im Fluss, wir brauchen noch etwas Geduld“, sagte er am Montag.

Mit kleineren Schritten geht es aber voran: Möglicherweise noch in dieser Woche soll beispielsweise ein Schild am Zollstock aufgestellt werden, das den Weg zum neuen Kino weist. Um den Parkdruck, der aktuell auch durch die vielen Baumaßnahmen in der Innenstadt entsteht, weiter zu entschärfen, spielt die Verwaltung außerdem mit dem Gedanken, das System mit den Anwohnerparkausweisen in der Form zu verändern, dass Anwohner künftig in nur noch deutlich kleineren Zonen parken können und nicht mehr wie bislang quasi in der gesamten Innenstadt.

„Damit würden wir den Haus-zu-Haus-Verkehr etwas blockieren“, erklärt Koch. Angedacht seien vier verschiedene Zonen. Nicht zuletzt durch den angedachten Bau eines weiteren Parkhauses am Kölner Tor solle die Situation weiter entschärft werden, betonte abschließend Bürgermeister Pospischil.

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