Verkehr

Smileys sollen den Verkehr in Gocher Tempo-30-Zone bremsen

Die Lüderitzstraße in Goch braucht Verkehrsberuhigung.

Die Lüderitzstraße in Goch braucht Verkehrsberuhigung.

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Goch.   In der Gocher Lüderitzstraße sollen Computerdisplays mit Smileys an Autofahrer appellieren, das Tempo 30 einzuhalten. Vorbild für andere Straßen?

Smileys werden demnächst die Autofahrer in der Lüderitzstraße in Fahrtrichtung Thielenstraße erinnern, ob sie unter Tempo 30 fahren. Dann lächelt es freundlich in Grün, und wenn sie zu schnell sind, verzieht es den Strichmund in Rot. Solche „Dialogdisplays“ sind gar nicht so teuer, aber nachweislich sehr effektiv, warb im Bauausschuss Stadtbaurat Dominik Bulinski für die pragmatische Lösung.

Kaum ein Autofahrer hält sich an Tempo 30

Anwohner hatten bei der Stadt beantragt, die Lüderitzstraße zur Sackgasse zu machen, weil kaum ein Autofahrer die geltende Tempo-30-Vorschrift ernst nehme. Auch die beiden Ausbuchtungen verlangsamten den Verkehr nicht. Denn die Straße ist wegen des Busverkehrs recht breit (den zu verlegen wäre sehr teuer). Die Verwaltung hatte den Antrag zuerst als eigenes Geschäft selbst bearbeitet, der Rat machte von seinem Rückholrecht Gebrauch und verwies die Entscheidung an den Bauausschuss. Die Stadtplanung ließ dafür eine verkehrliche Stellungnahme durch ein Verkehrsbüro erstellen. Demnach ist die Menge an Autos in der Straße nicht kritisch – „kein Handlungsdruck“ –, wohl aber deren Geschwindigkeit.

Gutachter empfiehlt weitere Verengung der Fahrbahn

Der Gutachter empfiehlt weitere Verengungen und eben die „permanente Geschwindigkeitsanzeigen“ auf Computer-Bildschirm. Den meisten Parlamentariern gefiel die Idee gut.

Gutes sein lassen, um Begehrlichkeiten zu vermeiden?

Die CDU aber sah voraus, dass sich der Verkehr verringern werde, wenn Aldi nächstes Jahr von der Gartenstraße weg ziehe. Das Problem erledige sich von allein. Wenn man hier ein Smiley-Display aufstelle, wecke man Begehrlichkeiten in anderen Straßen und der Effekt, der vor Schulen gut funktioniere, würde verpuffen, fand Georg Binn. Die anderen Ausschussmitglieder überzeugten die CDU-Kollegen aber, dass man nicht nur deshalb Gutes ablehnen sollte, weil andere es auch haben wollen.

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