Festival

Parookaville - Warnung vor dem Eichenprozessionsspinner

Gefährliche Raupen: Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist für Menschen und Tiere gefährlich. Die Härchen der Prozessionsspinner können die Atemwege reizen, allergische Reaktionen und in Einzelfällen sogar allergische Schocks auslösen. So werden die Raupen bekämpft.

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Weeze.   Besucher des Festivals Parookaville werden vor dem Eichenprozessionsspinner gewarnt. Bäume und Büsche an Zufahrtsstraßen sind befallen.

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Vom Wetter her dürfte dem Parookaville-Festival in Weeze an diesem Wochenende wohl kein Ungemach drohen. Doch der Landesbetrieb Straßen.NRW warnt Besucher jüngst vor anderen unangenehmen Erfahrungen: Bäume an den Zufahrtsstraßen sind vom Eichenprozessionsspinner befallen, sagte am Mittwoch ein Behördensprecher: "Anreisende werden gebeten, sich nicht im Straßenrandbereich aufzuhalten oder diesen zu betreten".

"Die Haare der Raupen können allergische Reaktionen auslösen", warnt Straßen.NRW. Vor allem an der Bundesstraße 9 nach Weeze und an der Landesstraße 361, die zum Parookaville-Gelände führt, sind Bäume von Raupen befallen, sagte Sprecher Gregor Hürter auf Anfrage.

"Gebüsche am Straßenrand sollte man meiden"

80.000 Besucher werden am Wochenende von Freitag, 20. Juli, bis Sonntag, 22. Juli, bei dem Festival Parookaville am Flughafen Niederrhein bei Weeze erwartet. Im vergangenen Jahr gab es lange Staus mit stundenlangen Wartezeiten bei der Anreise. So manche hätten sich da am Straßenrand die Füße vertreten oder sich in die Büsche gemacht, wenn die Blase drückte, sagte Hürter: "Gebüsche am Straßenrand sollte man diesmal meiden".

Für das Gelände von Parookaville gibt die Gemeinde Weeze in Sachen Eichenprozessionsspinner Entwarnung: "Parkplätze und Camping-Gelände sind sicher", sagte Gemeindesprecher Khalid Rashid auf Nachfrage. Die Gemeinde habe in den vergangenen Wochen 30.000 Euro investiert und befallene Pflanzen von Raupen befreit: Sie wurden unter anderem mit biologischen Mitteln besprüht, Raupen wurden abgesaugt, abgeflämmt und Nester entfernt oder verklebt, teilte die Gemeinde mit.

Parookaville-Veranstalter haben Verkehrskonzept verändert

Vor allem die rekordträchtige Wärme in April und Mai hat wohl die Ausbreitung der Raupen begünstigt, deren Brennhaare bei Berührung Juckreiz, Hautentzündungen bis hin zu Fieber und Schwindel auslösen können, heißt es bei der Gemeinde Weeze. "Jegliche Arten von Raupen und Gespinsten sollten nicht berührt werden. Kinder müssen vor dem Anfassen von Raupen oder solchen Gespinsten gewarnt werden."

Die Parookaville-Veranstalter hoffen unterdessen, dass sich die Verkehrslage in diesem Jahr bei der Anreise entschärft. Das Verkehrskonzept wurde verändert. Man sei "vorsichtig optimistisch", die Stauzeiten zu verkürzen, hieß es.

Die Feuerwehr Weeze hat unterdessen noch eine weitere Warnung an Festival-Besucher: die Waldbrandgefahr ist enorm hoch. "Bei den aktuellen Witterungsverhältnissen genügt bereits eine fahrlässig weggeworfene, glimmende Zigarette, um die Natur in Brand zu setzen", teilte die Feuerwehr auf ihrer Facebookseite eine Warnung des Deutschen Feuerwehrverbands: "Vegetationsbrände können sich rasend schnell ausbreiten und etwa Getreidefelder komplett vernichten". Parookaville-Besucher sollten also auf keinen Fall zum Beispiel Zigarettenkippen einfach aus dem Auto werfen.

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