Parookaville 2018

Navi aus! Wie die Fans zu Parookaville 2018 anreisen sollten

Die Mainstage von Parookaville 2018 wird die größte Festival-Bühne Europas. Foto: Geoffrey Hubbel

Die Mainstage von Parookaville 2018 wird die größte Festival-Bühne Europas. Foto: Geoffrey Hubbel

Kreis Kleve / Weeze.  Navi aus! Und den Schildern vertrauen! Das Team des Mega-Festivals hat den Anreise-Donnerstag durchgeplant. Diesmal soll es ohne Chaos verlaufen.

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Seit einem Jahr planen die 24 Leute aus dem Parookaville-Büro schon den Weg für insgesamt 80.000 Fans der Electronic Dance Music zum Festivalgelände am Flughafen. Diesmal soll auch der Anreise-Donnerstag ohne Chaos verlaufen, hofft Bernd Dicks vom Leitungsteam.

Zwar war auch im Vorjahr alles mit viel Liebe zum Detail vorgeplant, aber die Ausführung klappte nicht. „Ich war an dem Tag am Boden zerstört“, entschuldigt sich Dicks immer noch. Der Verkehrsdienstleister erfüllte – auch personell – nicht, was vereinbart war. Diesmal wurden die Aufgaben durch drei geteilt.

Shuttlebusse zum Bahnhof und zu Hotels

Andere Partner sind beauftragt, „Glevmo“ mit deutschsprachigem Personal tritt als Verkehrslenker an, Heiner Schiemann von Spektralwerk hat Erfahrung mit ländlichen Festivals (Nature One im Hunsrück) als Verkehrsüberwacher, Com Parking soll auf dem Parkplatz (diesmal nicht die matschige Wiese) den Fluss lenken und Martin Verhuven setzt Busse, Ersatzbusse und Ersatzpersonal ein von und zu Bahnhof, Shuttle-Parkplatz und Hotels am Niederrhein – die alle ausgebucht sind. Auch haben einige Weezer wieder ihre privaten Gärten für Zelt-Gäste gemäht.

Dicks rät ohnehin, am besten am Bahnhof zu parken, auch Fahrräder, und von da Shuttlebusse zur Campsite oder zum Festivalgelände zu nehmen. Radler können nicht die Baaler Straße nutzen (nur Anwohner mit Berechtigungsschein). Fahrradparkplätze gibt es am Airport und Shuttleparkplatz. Es sind Donnerstag und am Abreise-Montag Hol- und Bringzonen für Festivalgäste eingerichtet.

In zwei Wochen holt das Festival der Electronic Dance Music schon am Camping-Anreisetag, dem Donnerstag, 19. Juli, etwa 13 500 Leute aufs Gelände. Erfahrungsgemäß kommen 85 Prozent per Auto über die A 57 aus dem Süden. „Wir dürfen der Polizei nicht mit Verkehrskadetten helfen. Da sind wir Getriebene der Gesetzeslage“, bedauert Bernd Dicks.

Am Donnerstag wird Hülmer Deich zur Einbahnstraße

Auch Zusatzschilder nach dem Motto „Navi aus! Vertraut der Beschilderung“, sind verboten. Im vorigen Jahr hatten Navigationsgeräte – nach Rückstau durch den Unfall auf der Autobahn – die Autofahrer mitten in den Stau auf kleinen Nebenwegen geführt. Die Polizei will anno 2018 mit verstärktem Personal – auch die Kollegen im Bereich Wesel sind vorgewarnt – die Parookaville-Bürger in Uedem – über Schloss Wissen, Willy-Brandt-Ring – und in Goch – B 9 – mit umfangreicher Beschilderung von der Autobahn holen.

Nur am Donnerstag wird die Verbindung Gocher Straße, Kendel, Hülmer Deich zur Einbahnstraße, ab 5 Uhr morgens bis zum Nachmittag, so lange wie nötig. Die Anwohner wurden gestern Abend gesondert informiert. „Hierdurch kann die Befüllung der Parkflächen für die Campsite entscheidend erhöht werden, da die Fahrzeuge in zwei Strängen auf mehrere Zufahrten gleichzeitig geführt werden. Diese Maßnahme entlastet das gesamte Straßennetz in und um Weeze,“ erwarten die Organisatoren.

Menschen mit Ortskenntnis sollen über NL fahren

Wer beruflich zwischen Goch und Kevelaer verkehren muss, dem wird die Straßenführung über die Niederlande empfohlen.

Flughafenkunden werden generell schon ab Sonsbeck von der Autobahn gebeten – Ryanair hat sie alle vorgewarnt – mit Weg über Kevelaer, Restaurant Lieven Heer, Wemb. So sollen sich Airport- und Parookaville-Besucher gar nicht erst begegnen. Die Polizei könne sie ja meist auch auseinanderhalten: „Die Flughafengäste haben oft gelbe Nummernschilder, Parookaville-Bewohner haben laute Musik an“, beschreibt Dicks.

Infotafeln sollen stets aktuell sein in Parookaville

Schon vor einem Jahr hat sein Team bei der NordWestBahn wieder für die Festivalnächte zusätzliche Züge Kleve-Düsseldorf gebucht: jede Stunde die ganze Nacht durch. Die Infotafeln schon auf Festivalgelände (im vorigen Jahr in gescheiterter Verantwortung des selben Verkehrsdienstleisters gewesen) sollen diesmal funktionieren und aktuell informieren, ob der Bahnhof überfüllt ist und man lieber noch ‘ne Stunde weiter feiern sollte. Im Jahr 2017 hatten bei Extremregen 10.000 Leute gleichzeitig nach Hause gewollt. „Von Martin Solveig bis David Guetta hat es geregnet wie Sau“, so Dicks. Immerhin konnte man in den kostenlosen Regenponchos weiter tanzen.

Weiterhin sind niederrheinische Handwerker beschäftigt, bekommen Weezer am Sonntag 50 Prozent eine Kartenermäßigung, profitieren Händler vor Ort. „Wenn wir die Weezer schon wuschig machen, sollen sie ‘was davon haben“, findet der Weezer Bernd Dicks. 50 Bauern stehen für eventuelle Abschleppdienste bereit.

>>> VIEL SICHERHEIT IM NOTFALL

Das Sicherheitskonzept des Festivals blieb unverändert, sagt Georg Koenen von der Gemeindeverwaltung. Mit Feuerwehr, Rettungsdienst, Johannitern, Polizei, Flughafen, Sicherheitsdiensten sei alles abgestimmt.

Im Notfall ist für Weezer Bürger am Festivalwochenende eine Rettung eher schneller als sonst, beruhigt Bernd Dicks. Das Parookavilleteam zahlt die nahe Stationierung von Rettungswagen, zusätzliches Sanitätsmaterial am Feuerwehrhaus, drei mobile Krankenhäuser und drei Notärzte auf Festivalgelände.

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