Naturschutz

Nabu-Naturschutzstation zieht von Kranenburg nach Rindern

Der Naturschutzbund zieht in die ehemalige Sparkassenfiliale Rindern.

Der Naturschutzbund zieht in die ehemalige Sparkassenfiliale Rindern.

Foto: Lukas Martin / NABU

Kranenburg/Rindern.  Ab dem 2. Dezember wird das Naturschutzzentrum in Kleve-Rindern beheimatet sein. Die lange Suche nach einer Bleibe hat dann ein Ende.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Nabu-Naturschutzstation Niederrhein zieht in diesen Tagen von Kranenburg nach Kleve-Rindern um. Das ehemalige Sparkassen-Gebäude in der Keekener Straße 12 ist ab 2. Dezember die neue Bleibe des Vereins. „Unser neuer Standort in Rindern liegt sehr günstig“, sagt Dr. Volkhard Wille, Vorsitzender der Naturschutzstation. Deren Betreuungsgebiete erstrecken sich von der Düffel im Westen bis zum Feuchtwiesengebiet „Hetter-Millinger Bruch“ bei Rees im Osten.

„Neben den zurzeit 18 hauptamtlichen Mitarbeitenden engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich bei uns. Für alle soll das Gebäude ein schöner Arbeitsplatz und Anlaufstelle sein. Wir freuen uns darauf, unsere Arbeit für Mensch und Natur am Niederrhein in die Klever Gesellschaft einzubringen“, sagt Dr. Wille.

Gute Lage für die Naturschutzreferenten

Die gute Lage in der Nähe von Behördenzentrum und Hochschule sowie der Wasserburg, eine gute Busanbindung und die fußläufige Entfernung zu den Kolken und zum Tiergarten samt Wald bestärkten die „Stiftung für Natur und Heimat in de Gelderse Poort“ darin, den Kaufvertrag für eine neue Heimstatt für die Nabu-Naturschutzstation Niederrhein zu unterschreiben. Das war Anfang Oktober 2018. Seither hat es einige Umbaumaßnahmen und Renovierungsarbeiten gegeben.

Diese haben vor allem Vorstandsmitglied Andreas Jünemann und Dietrich Cerff koordiniert. Der Geschäftsführer der NABU-Naturschutzstation freut sich auf die „sehr schönen Kulturlandschaften mit hohem Naturwert in der Nähe und die neue Bleibe in einem lebendigen Stadtteil von Kleve: Wir finden hier ein solides Gebäude vor, zwar ohne großen Garten, aber der Vorgarten hat Potenzial“, sagt Biologe Cerff.

Provisorium im Hammereisen

Seit 2011 dauerte das Provisorium im Gewerbegebiet „Im Hammereisen“ für die Station an, nachdem sie aus dem günstig gelegenen Kranenburger Bahnhof ausziehen musste. Es gab einige Anläufe, eine neue Bleibe zu erwerben. Geschäftsführer Dietrich Cerff sagt: „In den vergangenen neun Jahren der Suche haben wir sehr viele Grundstücke und vor allem Gebäude gesichtet – sehr unterschiedliche Objekte, weit verstreut über die Niederung und die angrenzende Stauchmoräne.“ Aus ganz unterschiedlichen Gründen sei davon nichts zustande gekommen. „Aber jetzt freuen wir uns auf unseren neuen Standort“, sagt Cerff.

Die NABU-Naturschutzstation Niederrhein ist eine von 19 Biologischen Stationen im Rheinland. Haupt- und Ehrenamtliche sowie Freiwillige der nunmehr in Rindern gelegenen Station schützen die bedeutungsvolle Pflanzen- und Tierartenvielfalt am Unteren Niederrhein im Bereich des Nordkreises Kleve. Sie entwickeln die von ihnen betreuten Naturschutzgebiete gezielt und auch grenzüberschreitend in Projekten weiter und sind für verschiedene Anspruchsgruppen, darunter auch die Politik, Ansprechpartner für den Naturschutz.

Darüber hinaus koordiniert die Station Naturerlebnistage für Kinder, verschiedene Vorträge sowie naturkundliche Exkursionen als Wanderungen, Rad- und Bustouren – darunter von Mitte November bis Mitte Februar die bekannten Gänse-Exkursionen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben