Wunderland

Landwirtschaft trifft sich beim Agrar-Forum in Kalkar

Wie 2017 werden einige Hundert Gäste zum Agrar-Forum Niederrhein im Wunderland Kalkar erwartet.

Wie 2017 werden einige Hundert Gäste zum Agrar-Forum Niederrhein im Wunderland Kalkar erwartet.

Foto: WfG Kreis Kleve

Kalkar/Kreis Kleve.  Zum dritten Agrar-Forum Niederrhein von Landwirtschaftskammer, Wunderland Kalkar und Kreis-Wirtschaftsförderung kommt Ministerin Heinen-Esser.

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Die Themen rund um das Tierwohl gehören zu den dauerhaften in Politik und Gesellschaft. Die vielen Fragezeichen bei der Düngeverordnung beschäftigen die Landwirtschaft und werfen Fragen auf, die für die Zukunft der niederrheinischen Höfe von elementarer Bedeutung sind. Für Dienstag, 22. Oktober, planen auch die Bauern deswegen Proteste. Diversitätsberater suchen ihre Gesprächspartner zur Aufarbeitung der Frage, wie Landwirtschaft künftig zu gestalten ist und was sich mit dem Stichwort Bio-Diversität von den Ideengebern her verbindet.

Kurzum: Die Landwirte stecken in nahezu permanenter Wartehaltung, die flankiert wird von einer Brexit-bedingten Absenkung der EU-Gelder und einer zur Diskussion stehenden Korrektur der Zahlungsmodalitäten – weg von der Ausschüttung per Gießkanne – hin zur Honorierung nachweisbarer Leistungen.

Sinkende Förderung, steigende Anforderungen

Die Bauern der Region rufen nach Orientierungshilfen, damit sie den Kurs ihrer Tagesarbeit, ihrer Investitionen und ihrer Lebensleistung festigen oder korrigieren können. Auch deshalb wird es das dritte Agrar-Forum Niederrhein geben, eine Veranstaltung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, des Wunderland Kalkar und der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve, die allesamt die Ansicht vertreten: Im Kreis Kleve sollte man miteinander reden. Und zwar innerhalb dieses Forums, das am Dienstagvormittag, 29. Oktober, zwischen 10 und 13 Uhr im Wunderland Kalkar stattfinden wird.

„Zwischen sinkender Förderung und steigenden Anforderungen“ sind die Stunden überschrieben. Es geht um die Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik 2021 und deren Konsequenzen für die Landwirtschaft am Niederrhein. Abschließend sind Fachgesprächen beim für die Gäste kostenfreien Grünkohl-Essen geplant.

Gut 300 Gäste werden erwartet

Nach der Eröffnung durch Wolfgang Spreen, den Landrat des Kreis Kleve, wird Ludger Kazmierczak, WDR-Redakteur und Niederlande-Korrespondent in Kleve und Den Haag, die Moderation der Veranstaltung übernehmen. Ursula Heinen-Esser, die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, wird über die „Agrarpolitischen Schwerpunkte der Landesregierung“ sprechen wird. Für 45 Minuten wird die Ministerin den gut 300 erwarteten Gästen vom gesamten Niederrhein an diesem Morgen zur Verfügung stehen.

Mit dem Vortrag „Zwischen sinkender Förderung und steigenden Anforderungen? Neuausrichtung der Agrarpolitik 2021 und Konsequenzen für die Landwirtschaft am Niederrhein“ wird Dr. Bernd Lüttgens, stellvertretender Geschäftsführer des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes, die europäische Ebene ins Wunderland Kalkar holen und auch die Fragen von Brexit, Finanzierbarkeit von Landwirtschaftspolitik und kalkulierbarer Wertschätzung aufrufen.

Kazmierczak moderiert Diskussion

Dann wird Ludger Kazmierczak zur Podiumsdiskussion aufrufen, deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Bedeutung der Handels- und Dienstleistungsbereiche wie auch den immer wichtiger werdenden Kreditsektor stehen. Es sind dabei: Marie-Christine Thesing, Geschäftsführerin von „ForFarmers Thesing“, Holger Zitter, Mitglied des Vorstandes der Volksbank Emmerich-Rees, Dr. Martin Berges, Direktor der Landwirtschaftskammer NRW, Dr. Bernd Lüttgens sowie Bärbel Buschhaus als Kreislandwirtin Kleve.

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