Politik

Kreis Klever Grüne kritisieren fehlenden Anstand

Der Grünen-Vorstand mit Sylvia Löhrmann.

Der Grünen-Vorstand mit Sylvia Löhrmann.

Foto: Andreas Gebbink

Kleve.   Für die Grünen wird 2017 ein wichtiges Wahljahr. Der Kreis-Vorstand wirbt beim Neujahrsempfang im Kurhaus Kleve um mehr Sachlichkeit

Für die Grünen wird 2017 ein entscheidendes Jahr – Landtag und Bundestag werden gewählt. Aktuell liegt die Partei in einem Stimmungstief: Die Parteivorsitzende Simone Peter hat mit ihrer vorschnell geäußerten Kritik zum Einsatz der Kölner Polizei zu Silvester für sehr viel Empörung in der Bundesrepublik gesorgt. Auch wenn sie sich später für ihre Worte entschuldigt hat - der Geist war aus der Flasche.

Dass es 2017 nicht einfach werden wird, war auch auf dem Neujahrsempfang der Grünen im Kreis Kleve zu spüren. Die Themen Flüchtlinge, Populimus, Terrorismus und innere Sicherheit werden den Wahlkampf bestimmen und mit einer einheitlichen Position tun sich die Grünen zurzeit schwer. Die Kreis-Parteivorsitzende Birgitt Höhn äußerte sich besorgt über weltpolitische Veränderungen (Trump, Brexit, Erdogan, Putin) und ist verstört über die Töne in den so genannten „sozialen Medien“, die sich immer mehr als „Dreckschleudern“ entpuppen. Sie fördern die niedrigsten Instinkte des Menschen und binnen Sekunden ist jemand beleidigt und herabgewürdigt. Hier gebe es keinen Raum für Zwischentöne. Hier gilt das Gesetz des Lautesten.

In den anstehenden Wahlkämpfen sei es entscheidend, „wieder einen klaren Kopf zu bewahren“, so Höhn. Man dürfe die Diskussion nicht zu sehr vereinfachen: „Ich bin nun mal gegen sexualisierte Gewalt, aber auch gegen Rassismus“, betonte Höhn. Ihr Parteikollege Bruno Jöbkes sagte, dass man wieder mit Haltung und Leidenschaft diskutieren müsse und Demokraten müssten zeigen, dass man kontroverse Diskussionen auch anders führen könne, als sich sofort zu beleidigen.

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