Osteoporose

Kleve: Forscher der Hochschule arbeiten an Knochenheilung

In den Laboren der Hochschule Rhein-Waal werden Nanofasern hergestellt, die das Knochenwachstum anregen sollen.

In den Laboren der Hochschule Rhein-Waal werden Nanofasern hergestellt, die das Knochenwachstum anregen sollen.

Foto: HSRW

Kleve.  Die Klever Hochschule Rhein-Waal arbeitet an künstlichen Fasern zur Stärkung der Knochendichte. Internationales Projekt startete erfolgreich.

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Die Hochschule Rhein-Waal arbeitet an neuen Heilungschancen der Osteoporose. Mit Hilfe von künstlichen Fasern sollen poröse Knochen gestärkt werden können. Osteoporose gehört zu den zehn häufigsten Erkrankungen weltweit. In Deutschland sind inzwischen etwa sechs Millionen Menschen davon betroffen und leiden infolge dessen unter Knochenschwund.

Neues Netzwerk arbeitet an besseren Heilungschancen

An neuen Heilungsansätzen für diese Krankheit arbeiten jetzt Wissenschaftler an der Fakultät für Technologie und Bionik der Hochschule Rhein-Waal im Rahmen eines neugegründeten Netzwerks. In dem Verbund kooperieren sieben Universitäten und sieben Industriepartner aus insgesamt sieben EU-Ländern eng miteinander, um neue Behandlungsmethoden für Osteoporose zu finden. Neben der Hochschule Rhein-Waal sind beispielsweise das University College London beteiligt, die ungarische Szecheny István Universität in Győr sowie die Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung in München.

„Alle Teilnehmenden forschen an ganz neuen und innovativen Methoden, um beispielsweise den Heilungsprozess bei Knochenbrüchen zu beschleunigen oder die Knochensubstanz schneller regenerieren zu lassen“, erklärt Professor Dr. Amir Fahmi, Professor für Materialwissenschaften, der die Gruppe von Forschern an der Hochschule Rhein-Waal leitet. Geforscht wird an hybriden Nanofasern. Diese Fasern werden künstlich hergestellt und an den betroffenen Stellen der Erkrankten eingesetzt, um das brüchige Knochengewebe zu unterstützen.

Zellwachstum soll durch Nanofasern angeregt werden

Das knochenähnliche Material wird implantiert und regt direkt am betroffenen Knochen das Zellenwachstum wieder an. Das künstliche Material baut sich mit der Zeit von allein ab und der Knochen ist aus sich heraus wieder erstarkt.

Die eingeworbenen Drittmittelgelder ermöglichen in erster Linie den Dialog zwischen den beteiligten Institutionen, so besuchten kürzlich Industriepartner die Forscher an der Hochschule. Die zukünftigen gegenseitigen Treffen dienen daher dem Austausch der einzelnen Forschungsergebnisse. „Gemeinsam erreichen wir wesentlich mehr als für eine einzelne Institution möglich ist“, betont Professor Fahmi.

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