Lkw-Container

Goch: Flüssigkeit lief aus – Großeinsatz für die Feuerwehr

Der ABC-Zug der Gocher Feuerwehr rückte zur Siemensstraße aus.

Der ABC-Zug der Gocher Feuerwehr rückte zur Siemensstraße aus.

Foto: Torsten Matenaers/Freiwillige Feuerwehr Goch

Goch.  Ein Lkw hatte Lacke und Farben geladen, die im Gocher Gewerbegebiet aus beschädigten Gebinden heraus liefen und einen Großeinsatz auslösten.

Der Aufmerksamkeit von Mitarbeitern einer Firma in Goch ist es wohl zu verdanken, dass nicht mehr passiert ist: Sie bemerkten am Donnerstagmorgen einen stechenden Geruch, als sie die Ladetür eines auf einem Lkw-Trailer geladenen Containers öffneten. Dieser war zuvor aufs Betriebsgelände im Gewerbegebiet gefahren. Da das Fahrzeug mit Lacken und Farben beladen war, alarmierten die Mitarbeiter die Gocher Feuerwehr und schickten den Lkw vom Gelände auf einen Parkstreifen an der Siemensstraße.

Die Freiwillige Feuerwehr rückte daraufhin mit rund 20 Kräften des ABC-Zuges aus. Die Spezialisten konnten sofort Lack- und Farbgebinde erkennen, die defekt waren. Der Geruch erklärte sich aus den auslaufenden Gefahrstoffen, die sich untereinander vermischten.

Luftmessungen ohne Befund

„Mit der Stoffnummer UN 1263 werden Farben oder Farbzubehörstoffe gekennzeichnet. Sie sind entflammbar und entwickeln Dämpfe“, erläuterte Feuerwehrsprecher Torsten Matenaers. Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Georg Binn führten die Feuerwehrleute daher Luftmessungen durch, die ohne Befund blieben. „Die ausgetretene Flüssigkeit ist zudem nicht ins Erdreich gelangt. Daher konnte eine Gefährdung für Mensch und Umwelt ausgeschlossen werden“, so Matenaers.

Nur unter Atemschutz konnte die Ladung schließlich aus dem Lkw geborgen werden. Drei leckgeschlagene Kanister und Eimer konnte die Feuerwehr bergen und in einem Spezialbehälter sichern. Diese und auch der Lkw wurden auf das Gelände eines Spezialunternehmens gebracht, das die Ladung auf weitere Schadstoffe und Schadstellen an den Lack- und Farbgebinden untersuchte und die Flüssigkeit ordnungsgemäß entsorgte.

Zwei Anzeigen wurden ausgesprochen

Auch die Kreispolizei Kleve war mit Beamten vor Ort. „Es galt zu prüfen, ob es rechtliche oder ladungstechnische Verstöße gab“, so Pressesprecher Ingo Schankweiler. Ausgesprochen wurden zwei Anzeigen.

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