Feuer

Die Werkstatt in Kleve brannte aus, der Schrecken sitzt tief

Kenan Baran (re.), Pierre te Boekhorst und Wilhelm Gietmann haben eine Menge zu tun.

Kenan Baran (re.), Pierre te Boekhorst und Wilhelm Gietmann haben eine Menge zu tun.

Foto: Andreas Gebbink

Kleve.  Vor anderthalb Monaten brannte die Autowerkstatt von Kenan Baran lichterloh. Der Betrieb geht weiter.

Der Schrecken stecke ihm immer noch in den Knochen. Kenan Baran erinnert sich ganz genau an den Moment, als er die dunklen Rauchschwaden an seinem Arbeitszimmer vorbeiziehen sah. „Ich bin sofort aufgesprungen und zur Halle gelaufen, aber da drang der dichte Qualm schon zu allen Seiten heraus. Ich habe schnell die Kollegen aus der Mittagspause geholt und in Sicherheit gebracht. Die Feuerwehr hat hier wirklich eine tolle Arbeit geleistet. Innerhalb von einer Stunde hatten sie das Feuer unter Kontrolle.“

Werkstatt brannte komplett aus

Am 2. Mai stand die Werkstatt von Kenan Baran am Tweestrom lichterloh in Flammen. Mittlerweile ist klar, dass der Brand beim Aufladen einer Autobatterie entstanden ist. „Vermutlich war es ein Kurzschluss“, sagt Baran. Der betroffene Mercedes ist damals völlig ausgebrannt, auch die Werkstatt samt Hebebühne ist komplett zerstört.

„Ich habe damals am Computer gesessen und Ersatzteile für den Wagen bestellt und dann das. Zuerst habe ich gedacht: Jetzt brennt alles ab “, erzählt Baran. Der Brand hatte damals enorme Folgen: Da die wichtige Umgehungsstraße Tweestrom abgesperrt werden musste, staute sich der Verkehr auf dem Ring und in der City. Der Klever Verkehr war für Stunden ausgeknockt.

KFZ-Meister bangte um seine berufliche Existenz

Damals bangte der 49-jährige KFZ-Meister um seine berufliche Existenz. Aber es ging schnell weiter. „Nach anderthalb Wochen konnten wir wieder richtig arbeiten“, erzählt er. Er nutzt nun den vorderen Gebäudeteil seiner Werkstatt, der dank einer Brandschutzmauer unbeschädigt geblieben ist. Zwei Hebebühnen stehen ihm zur Verfügung: „Hier ist gut was los. Die Bühnen sind immer gut belegt“, erzählt er. Seine Mitarbeiter Wilhelm Gietmann und Pierre te Boekhorst können über Arbeitsmangel nicht klagen.

Viele Kunden hatten gedacht, dass Baran nun am Ende sei und er seine Werkstatt nicht weiter betreiben werde. „Aber diesen Gedanken hatte ich nie. Zwischenzeitlich haben wir über eine neue Halle nachgedacht, aber wir können hier weiterarbeiten“, sagt Baran. Die Versicherung des Gebäudeinhabers (Baran ist nur Mieter) werde jetzt entscheiden müssen, ob saniert werden kann oder ob die Halle abgerissen werden muss.

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