Gocher Kirmes

Der Gocher Kirmes fehlt am Samstag der Booster

Die Hauptattraktion der Gocher Kirmes hat abgesagt.

Die Hauptattraktion der Gocher Kirmes hat abgesagt.

Foto: AG / NRZ

Goch.  Kurz vor dem Start am Samstag sagte der Top-Act der Gocher Kirmes ab. Die Stadt ist sauer. Der Booster wird vor dem Rathaus fehlen.

In Goch herrscht schlechte Stimmung: Nur drei Tage vor der großen Sommerkirmes, die am kommenden Samstag eröffnet wird, hat die Hauptattraktion abgesagt: In diesem Jahr wird es keinen „Booster“ vor dem Rathaus geben. Jenes abenteuerliche Gefährt, das mit Überschlägen bei den Besuchern für den richtigen Kick sorgen sollte. „Das war unser Top-Act“, sagt Sprecher Torsten Matenaers. Marktmeister Georg Kröll muss nun in Windeseile ein neues Konzept auf die Beine stellen, damit keine Lücken entstehen. Am Samstag wird sich nun ein Karussell – der Kessel-Tanz – vor dem Rathaus drehen.

Bereits die dritte große Absage in den vergangenen drei Jahren

Es ist nicht das erste Mal, dass die Gocher kurzfristig in die Röhre gucken. Bereits im vergangenen Jahr hat die große Zombie-Geisterbahn kurz vor knapp abgesagt und 2017 war es das Fahrgeschäft „Big Monster“. Für die Gocher ist das sehr ärgerlich: „Wir bekommen dann keinen adäquaten Ersatz mehr“, sagt Matenaers. Auch Dirk Janßen, Vorsitzender des Schaustellerverbandes, ist not amused: „Das ist dumm gelaufen und so kurzfristige Absagen schaden auch langfristig unsere Kirmessen.“

Fehlende Unterlagen

Am Montag habe man noch mit dem Schausteller telefoniert und sich fest auf ihn verlassen. Am Dienstag habe er dann völlig überraschend mitgeteilt, dass sein Baubuch nicht vorliege. Dirk Janßen erklärt, dass große Fahrgeschäfte eine Art Tüv-Nachweis erbringen müssen. Der Schausteller habe dies in diesem Fall über ein so genanntes Baubuch machen wollen, welches der Genehmigungsbehörde in Essen zwar vorliege, aber nicht rechtzeitig bearbeitet werden kann.

Der Top-Act fehlt bei der Gocher Kirmes

Stadtsprecher Torsten Matenaers wundert sich, dass die Absagen vor allem von den großen attraktiven Fahrgeschäften kommen, die deutschlandweit unterwegs sind. „Mit unseren Stammbeschickern haben wir keine Probleme“, so Matenaers.

Doch warum kommen die Absagen so kurz vor Beginn? Melden sich die Schausteller bei mehreren Kirmessen gleichzeitig an und schauen dann, welches Angebot sie nehmen? Dirk Janßen möchte diesem Eindruck widersprechen: „Das kommt nicht häufig vor. Damit würde man sich auch schnell als unzuverlässiger Schausteller abstempeln“.

Probleme mit der Organisation

„Es ist wahnsinnig schwer geworden, eine schöne Kirmes zu organisieren“, sagt Matenaers. Seit Jahren kämpfe man mit Problemen. Mal ist es das Wetter, mal bleiben die Besucher wegen Fußball weg, dann fehlen die guten Fahrgeschäften: „Es reicht ja nicht mehr das kleine Karussell, um Menschen zu locken müssen es schon Hollywood-Fahrgeschäfte sein.“ Janßen hofft trotzdem auf einen guten Besuch: „Für uns ist das Wetter ganz entscheidend.“

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