Konrad Adenauer Gymnasium

Alles spricht für Neubau des Konrad Adenauer Gymnasiums

Viel Platz hat das KAG, Konrad Adenauer Gymnasium Kleve -- hier das Foyer

Viel Platz hat das KAG, Konrad Adenauer Gymnasium Kleve -- hier das Foyer

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve.   Architekt stellte dem Schulausschuss die Studie zu Renovierung oder neuem Schulhaus Konrad-Adenauer-Gymnasium hinterm Bahnhof vor.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Empfehlung des schulbau-erfahrenen Architekten Frank Hausmann aus Aachen und der Stadtverwaltung Kleve an den Schulausschuss war klar: Neubau statt Renovierung des Konrad-Adenauer-Gymnasiums. Deutlich ist aber auch: Die anderen verzögerten Baustellen der Gesamtschule 1 in Rindern (siehe Text Seite 1) und Sekundarschule/Gesamtschule 2 an der Hoffmannallee haben Vorrang, auch wenn Jörg Cosar, CDU, es gern parallel laufen lassen würde. Kämmerer Willibrord Haas machte deutlich: „Dies ist erst eine Studie, kein Entwurf. Ich trete bewusst auf die Bremse“.

Architekt empfiehlt Einzelausschreibung

Architekt Hausmann beruhigte aber auch: „Wir bauen keinen Flughafen, wird bauen eine Schule. Wenn Sie keine politischen Breaks rein hauen“, werde das Projekt in geplanter Zeit laufen können. Auch wenn sein Job hiermit beendet ist, vielleicht bewirbt er sich in der nötigen europaweiten Ausschreibung um das Großprojekt.

Er empfahl sichere Einzelausschreibung der Arbeiten. Eine Renovierung des weitläufigen zweigeschossigen K.A.G. am Köstersweg in Kellen würde viereinhalb Jahre Zeit brauchen, ein dreigeschossiger kompakter Neubau alternativ auf dem Gelände hinterm Bahnhof, Riswicker Straße, vier Jahre.

Neubau hätte 9879 Quadratmeter

Das alte K.A.G hat 12 102 Quadratmeter, ein Neubau hätte 9879 qm, malte Hausmann aus. Der grobe erste Kostenansatz: Renovierung mit Restrisiko, dass man nicht weiß, was sich außer den Asbest-Fassaden noch verbirgt, würde etwa 21,2 Millionen Euro kosten. Ein Neubau koste wohl 25,4 Millionen. Gebäudemanager Thomas Mutz belegte alles mit Detail-Zahlen. Energetisch und brandschutztechnisch wären beide Häuser auf neuestem Stand. Beide Schulgebäude könnten auch flexibel auf eine Erweitung als G9 (Gymnasium in neun Jahren) reagieren.

Turnhalle extra rechnen

Absichtlich wurde jeweils der Turnhallentrakt heraus gerechnet. Denn die Stadt spielt mit Partner-Gedanken: Auch die Hochschule Rhein-Waal will gern in der Unterstadt eine neue Turnhalle haben und überhaupt soll das Sportzentrum Kellen auf lange Sicht ausgebaut werden. Da ließen sich Kooperationen „mit Dritten, welche auch immer“ schließen, so Haas.

Heinzbernd Westerhoff, Leiter des Gymnasiums, dankte im Namen der Schulgemeinschaft für die Beteiligung an der Planung in Workshops. Er meine, mit beiden Varianten „leben zu können. Ein Neubau scheint variabler. Ich glaube, dass sich die Schule damit anfreunden könnte“ aber er wird Rücksprache halten.

Wie berichtet hatte es bisher von Kollegium und Elternschaft meist Argumente geben, der Altbau biete so viel Platz, den man für einen Neubau nicht aufgeben wolle. Architekt Hausmann hatte die Großzügigkeit des Pädagogischen Zentrums und die weiten Flure eher als überdimensioniert dargestellt. Im Falle einer Renovierung würde er das Dach überm PZ aber anheben, denn „es drückt“.

Idee am Klever Ring zu bauen wurde verworfen

Die dritte Idee, am Klever Ring hinter der Realschule neu zu bauen, war gleich verworfen worden: Zu viele negative Punkte wie z.B. Hochspannungsleitungen, schwierige Anbindung, mehr Verkehrslärm gebe es dort.

Ein Neubau am Bahnhof aber sei für Schüler verkehrstechnisch genial gelegen. Moderner Zugverkehr bedeute harmlose, leise Belastung, „es sei denn, der Intercity fährt alle zwölf Minuten doch nach Nimwegen,“ witzelte Jörg Cosar, CDU.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben