Carl-Sonnenschein-Schule

Zweigeschossiger Neubau an Förderschule

Auf dem einzigen noch freien Grundstück nördlich vom Wendehammer für den Schülerbusverkehr soll ab März 2021 der Neubau zur Behebung der Raumnot an der Carl-Sonnenschein-Schule entstehen.

Auf dem einzigen noch freien Grundstück nördlich vom Wendehammer für den Schülerbusverkehr soll ab März 2021 der Neubau zur Behebung der Raumnot an der Carl-Sonnenschein-Schule entstehen.

Foto: Torsten Lehmann

Sümmern.  Mit dem Bau- und Straßenausschuss entscheidet am Mittwoch der nächste Fachausschuss des Kreises über die Erweiterung der Carl-Sonnenschein-Schule.

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Die Carl-Sonnenschein-Schule platzt aus allen Nähten: Seit dem Schuljahr 2015/16 ist die Zahl der Schüler an der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung um mehr als 35 Prozent auf aktuell 244 gestiegen. Mit den letzten, räumlich noch möglichen Umbauten in der Schule wurde zunächst einmal eine provisorische Lösung geschaffen. Jetzt hat der Kreis als Schulträger auch die bauliche Erweiterung auf den Weg gebracht.

Nachdem der Schul- und Sportausschuss des Kreises bereits der Investition über 2,7 Millionen Euro (aufgeteilt auf die nächsten drei Haushaltsjahre) zugestimmt hat, steht am Mittwoch im Bau-und Straßenausschuss der Beschluss auf der Tagesordnung. Final wird dann der Kreistag am 19. Dezember über den zweigeschossigen Neubau abstimmen, der unter anderem außer über drei Klassenräume mit je einem Differenzierungsraum, über einen PC-Raum (der vorhandene ist zu klein), einen Besprechungsraum, einen multifunktionalen Raum und einen Raum für Elterngespräche verfügen soll.

Die Entscheidung darüber dürfte der Politik indes nicht allzu schwer fallen, denn die Kosten können – wie auch für die Erweiterung der Hemeraner Wilhelm-Busch-Schule (wir berichteten) – laut der Verwaltungsvorlage „vollständig über die angesparte Schulpauschale gedeckt werden“. Möglich wurde die Bildung der Rücklage, da weitere Mittel durch die in den vergangenen Jahren aufgelegten Förderprogramme von Bund und Land im Rahmen des „Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes“ und durch das Programm „Gute Schule 2020“ zur Verfügung standen, die erst einmal für Investitionen genutzt werden konnten.

Parallel zum politischen Entscheidungsprozess wird deswegen derzeit bereits an der Erstellung der Ausschreibungen für die Erweiterungen der beiden Schulen gearbeitet, die bis Jahresende vorliegen sollen, damit direkt zu Jahresanfang mit der Suche nach je einem Totalunternehmer begonnen werden kann. Die Beauftragung ist nach der Vorlage des Kreises für August/September 2020 vorgesehen, im März 2021 soll dann Baubeginn sein. Fertigstellung und Übergabe für beide Bauprojekte sind für die Zeit nach den Osterferien 2022 vorgesehen. „Bis dahin werden wir irgendwie mit dem jetzigen Platz hinkommen müssen“, macht Claudia Fritz, Leiterin der Carl-Sonnenschein-Schule, deutlich, dass nun alle räumliche Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Und das gelte auch, wenn die Schülerzahl auch in Sümmern noch weiter steigt. Bei der Suche nach der Ursache für die nicht nur regionale Entwicklung ist sie indes genauso ratlos wie die Verantwortlichen andernorts. Seit 2015 seien zwar viele Flüchtlingskinder dazu gekommen, aber die allein machen den stetigen Zuwachs nicht aus. Und es betreffe ja eben auch die Schulen mit den anderen Förderschwerpunkten wie eben die Wilhelm-Busch-Schule.

Container als Zwischenlösung in Sümmern nicht möglich

So wie in Hemer sollte zunächst auch in Sümmern mit Containern übergangsweise für Abhilfe bei der Raumnot gesorgt werden. „Doch bei uns hätten sie nur dort stehen können, wo der Neubau hinkommt“, sagt Claudia Fritz beim Blick aus ihrem Büro auf das einzig freie Grundstück neben dem Gebäude für die Berufspraxisstufe. Deswegen wurde vor allem im Verwaltungstrakt umgezogen und umgebaut: Schulleiterin und Sekretariat zogen in die Bibliothek, die in einen aufgrund eines Feuchtigkeitsproblems nicht mehr nutzbaren Klassenraum im Altbau ausgelagert wurde. In ihren Räumen sind jetzt neben Lehrerarbeitsplätzen, Räume für die Logopädin und für den Schulsozialarbeiter, dessen ehemaliges Büro nun als Klassenraum genutzt wird.

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