Ortsleben

Zweifach-Halle für Hennen – oder doch nicht?

Die alte Sporthalle der ehemaligen Hauptschule Hennen. Die Politik favorisiert eine neue Zweifach-Halle als Ersatz.

Die alte Sporthalle der ehemaligen Hauptschule Hennen. Die Politik favorisiert eine neue Zweifach-Halle als Ersatz.

Foto: Michael May

Hennen.  Der Beigeordnete Martin Stolte antwortet auf einen kritischen Leserbrief der Ortsvereine zur favorisierten Lösung

Die Sache schien auf die Zielgerade einzubiegen. Nach jahrelanger Diskussion beschloss die Politik in der vergangenen Woche im Sportausschuss als erstem notwendigen Gremium eine Zweifach-Sporthalle für Hennen. Ohne den Status als mögliche Versammlungsstätte etwa für den Karneval und Empfänge, dafür aber für den Schwerpunkt Volleyball geeignet.

Der Beschluss fiel einstimmig, die Beteiligten schienen sich vorab verständigt zu haben. In einem Leserbrief in dieser Zeitung kritisierte am Samstag aber das Leitungsteam der Hennener Ortsvereine den Beigeordneten Martin Stolte. Von Einvernehmlichkeit könne keine Rede sein. Die Vereine würden weiter auf einer Mehrzweckhalle beharren, inklusive der Möglichkeit, Versammlungen durchzuführen.

Und: „Warum diese Variante seitens des Kommunalen Immobilien-Managements (KIM) nicht geprüft wurde, bleibt sein Geheimnis“, heißt es zum Fehlen der Mehrzweck-Variante in der Beschlussvorlage.

Auf Nachfrage sagt dazu am Montag Martin Stolte: „Es gab nicht den politischen Auftrag, diese Variante zu prüfen.“ Die vorgeschlagenen Varianten (inklusive Schwimmbecken) seien der politische Kompromiss, der letztlich am Ende der geführten Gespräche gestanden habe.

Womöglich, dies räumt Stolte ein, hätte man dies aber in der Vorlage deutlicher machen können. Womöglich wäre auch das Thematisieren der wohl deutlich kostspieligeren Wunsch-Option der Ortsvereine hilfreich gewesen.

Allerdings bestünde hierfür im weiteren Prozess noch Raum. Stolte kündigte weitere Gespräche mit Baurat Thorsten Grote und KIM-Chefin Claudia Zawada an, um zu klären, welche Anpassungen mit „verträglichen Mitteln“ noch machbar wären. Kosten, die Frage, in welchem Feld auf dem Grundstück der ehemaligen Hauptschule überhaupt gebaut würde, mögliche Hemmnisse im Bau- und Veranstaltungsrecht – all dieses sei noch Teil der ausstehenden fachlichen Planung.

Trotz allem Verständnis für Kritik und auch Unzufriedenheit über den Kompromiss, wollte Stolte eine gewisse Enttäuschung über den Brief nicht verhehlen. „Die Botschaft lautet ja, alles, was wir da machen wollen, ist Murks“, so der Beigeordnete. „Dabei wäre das eine wirklich tolle Halle.“

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