Sturmtief Sabine

Weniger Schäden in Iserlohn als erwartet

Mit dem Technischen Leiter des Parktheaters, Peter Niggemann (li.) schätzen die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Lage ein.

Mit dem Technischen Leiter des Parktheaters, Peter Niggemann (li.) schätzen die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Lage ein.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Die Feuerwehr zieht eine positive Bilanz. Die Hansaallee und die Bahnstrecke Iserlohn-Letmathe bleiben gesperrt.

Aufatmen nach einer schwer einzuschätzenden Nacht: Sturmtief Sabine hat in Iserlohn deutlich weniger Schäden verursacht als vorher befürchtet. Die Feuerwehr hatte sich nach Angaben ihres Einsatzleiters Christopher Rosenbaum „auf das Schlimmste vorbereitet“, musste letztlich aber „nur“ 58 Mal ausrücken.

„Wir waren so gut aufgestellt wie nie zuvor, hatten eine dezentrale Disposition eingerichtet“, sagt Rosenbaum. Es seien sogenannte Meldeköpfe eingerichtet worden, was bedeutet, dass vier Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr – in der Stadtmitte, in Leckingsen, in der Grüne und in Letmathe-Stübbeken – besetzt worden waren, um von dort aus die Einsätze in den jeweiligen Bereichen zu koordinieren. Zu Höchstzeiten waren 150 Frauen und Männer im Einsatz.

Bahnstrecke frühestens am Dienstagmittag wieder frei

Um 14.10 Uhr am Sonntag hatte es die erste Alarmierung zur Vinckestraße gegeben, es folgten weitere im gesamten Stadtgebiet. Insbesondere wegen umgestürzter Bäume musste die Feuerwehr ausrücken. Wie bereits berichtet, war am Sonntag gegen 18.30 Uhr eine Abellio-Regionalbahn im Bereich Karl-Arnold-Straße liegen geblieben, weil ein Baum auf die Oberleitung gestürzt war. Die Strecke zwischen Iserlohn und Letmathe bleibt noch bis voraussichtlich Dienstag, 12 Uhr, gesperrt, ein Bus-Notverkehr wurde eingerichtet.

Ebenfalls am Sonntag wurde der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) des Ordnungsamtes von der Polizei informiert, dass im Bereich Hansaallee/Teutoburger Straße beim im Abbruch befindlichen Hänsel-Textil-Gebäude (siehe auch Bericht auf der übernächsten Seite) eine Hauswand nicht mehr standfest sei. Feuerwehr und ein Statiker wurden hinzugezogen. Letzterer hatte laut Stadtsprecherin Christine Schulte-Hofmann erklärt, dass die Wand bei Wind aus nördlicher Richtung auf die Hansaallee kippen könnte. So wurde der Bereich bis zur Barbarossastraße gesperrt und bewacht, teils durch einen privaten Sicherheitsdienst. „Um sicherzustellen, dass der gesperrte Bereich tatsächlich nicht betreten wird“, so Christine Schulte-Hofmann. Die Hansaallee bleibt auch noch bis mindestens heute Vormittag gesperrt.

Am Montag um kurz vor 7 Uhr wurde die Feuerwehr zum Kreishaus gerufen, weil dort Fassadenteile drohten, auf die Friedrichstraße zu fallen. Das lose Blech konnten die Einsatzkräfte nicht sichern, daher wurden der Haupteingang und der Radweg vor dem Kreishaus gesperrt, außerdem wurde eine Spezialfirma beauftragt.

Parktheater-Banner drohte abzuheben

Kurz vor 10 Uhr der nächste Alarm: Das große Werbebanner am Parktheater war gerissen. Mit Blick auf den anhaltenden Sturm entschied die Feuerwehr, sich nicht in Gefahr zu begeben und daher die Drehleiter nicht zu benutzen. Da sich im Bereich des Theaterdachs auch mehrere Sendemasten befinden, wurde ebenso darauf verzichtet, den Schaden vom Dach aus zu beheben. Kulturbüro-Leiter Johannes Josef Jostmann erklärte: „Sicherheit geht vor, das Banner wird aber repariert.“

Am Dienstag, so hieß es aus dem Iserlohner Rathaus, nehmen die Schulen und Kindertagesstätten wieder regulär ihren Betrieb auf.

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